Vermieter belästigt uns nach einer Kündigung

  • Hallo Zusammen,

    hier meine Situation: hatte ein Vertrag mit mindestens 3 Jahren vereinbart (frühestens November 2015 kündbar). Im März 2015 habe ich eine andere Wohnung gefunden und habe deshalb den Vermieter gefragt ob, wenn ich Zwischenmieter finden sollte, eine vorzeitige Kündigung möglich wäre. Er hat ja gesagt, aber hat mir nie was Schriftliches gegeben. Er hat sogar mit den ‘neuen’ Zwischenmietern telefonisch gesprochen und meinte sie dürfen einziehen, sobald wir alles mit einer Übergabe geklärt haben. Danach ging die Hölle los: er versuchte uns für alles in der Wohnung schuldig zu machen. Meinte eine Wand und alle Holzböden abgeschliffen werden sollen, bevor es möglich wäre, auszuziehen. Und dann sagt er wenn es nicht gemacht wird, kommen wir nicht aus dem Vertrag raus. Da wir keine 3000 Euro ausgeben wollten (der Hausmeister sagte, dass er jemand kennt, der die Arbeit ohne Rechnung machen könnte!), haben wir die Arbeit nicht machen lassen, die “notwendig’ sei, und haben uns dann an dem Mieterverein im Kontakt gesetzt. Sie haben Folgendes vorgeschlagen:

    - Sie schreiben ein Brief, in dem wir die Zwischenmieter offiziell vorschlagen, und wir werfen Ihn persönlich beim Vermieter ein, mit Zeugen dabei

    - Wir warten bis er reagiert, und setzen eine Frist mit zwei Wochen für eine Rückmeldung

    - Sollte er entweder nein sagen (ohne Begründung) oder einfach nicht reagieren, haben wir dann einen Sonderkündigungsgrund und kommen mit drei Monaten aus dem Vertrag raus

    - Es wird dann ein zweiten Brief von uns eingeworfen, vom Mieterverein geschrieben, in dem wir zum Ende August kündigen

    - Wir warten dann die drei Monate ab, und zwei Wochen bevor wir ausziehen, wird noch einen Brief von uns eingeworfen, in dem wir einen Übergabetermin vorschlagen, mit Frist von 1 Woche für eine Rückmeldung

    - Sollte keine Rückmeldung kommen, machen wir die Übergabe mit einem sogenannten Wohnungsabnehmer vom Mieterverein und werfen die Schlüssel beim Vermieter ein

    Und so war es. Er hat nie geantwortet, nie angerufen, nie zurück geschrieben und kam nicht zum Übergabetermin. Offensichtlich wollte er einfach nichts machen, und uns bis Ende des Vertrags für die Wohnung verantwortlich machen. Wir können alles beweisen, was geschrieben und eingeworfen wurde, werden aber nun seit Wochen mit Anrufen und E-Mails vom Hausmeister und Vermieter belästigt, weil er offensichtlich unsere Kündigung nicht akzeptieren will. Der Mieterverein sagt, dass wir uns keine Gedanken machen sollen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass irgendwas noch schief gehen könnte.

    Kann jemand mit ein bisschen Rat geben?

    VG und danke

  • Zitat

    Sollte keine Rückmeldung kommen, machen wir die Übergabe mit einem sogenannten Wohnungsabnehmer vom Mieterverein und werfen die Schlüssel beim Vermieter ein

    Hallo,

    da dieser Wohnungsabnehmer nicht vom Vermieter beauftragt oder bevollmächtigt ist, kann dieser allenfalls für den Mieter an seiner Statt agieren, nicht mehr und nicht weniger!

    Im Ernst, solltest du dir juristischen Rat einholen, denn solche Machenschaften führen regelmäßig zu Gerichtsverfahren, so wird das auch in deinem Fall sein.

    Gruß

    BHShuber

  • Aber: was hätten wir machen können? Es war unmöglich, eine Antwort vom Mietermieter wegen Übergabe zu bekommen.

    Also weil er sich entscheidet nicht zu reagiert, darf man nicht ausziehen? Selbst wenn man alles richtig macht?

  • Aber: was hätten wir machen können? Es war unmöglich, eine Antwort vom Mietermieter wegen Übergabe zu bekommen.

    Also weil er sich entscheidet nicht zu reagiert, darf man nicht ausziehen? Selbst wenn man alles richtig macht?

    Hallo,

    vom richtig machen bist du leider so weit entfernt wie der Mond vom Jupiter, warum?

    Weil wenn du es richtig gemacht hättest, hättest du darauf bestanden eine schriftliche Vereinbarung über den Zwischenvermietung und die Genehmigung dessen vom Vermieter zu erhalten, da beginnt es.

    Der Vermieter pocht nun auf die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarung und es obliegt dir zu beweisen, dass die Zwischenvermietung vom Vermieter abgesegnet war, was dir hier aber äußerst schwer fallen wird, wenn überhaupt möglich.

    Gruß

    BHShuber

  • Aber wenn der Vermieter absichtlich unsere Briefe ignoriert?

    Wenn es nicht möglich ist, eine Rückmeldung vom Vermieter zu bekommen?

    Wenn er absichtlich Sachen am Telefon sagt aber nichts Schriftliches, da es dann als Beweis zählen könnte?

    Die Leute aus dem Mieterverein sind alle Anwälte und sagen, dass wir alles richtig gemacht haben, und dass er nichts machen kann, aufgrund seine nicht-antworten und Schweigen.

  • Aber wenn der Vermieter absichtlich unsere Briefe ignoriert?

    Wenn es nicht möglich ist, eine Rückmeldung vom Vermieter zu bekommen?

    Wenn er absichtlich Sachen am Telefon sagt aber nichts Schriftliches, da es dann als Beweis zählen könnte?

    Die Leute aus dem Mieterverein sind alle Anwälte und sagen, dass wir alles richtig gemacht haben, und dass er nichts machen kann, aufgrund seine nicht-antworten und Schweigen.


    Hallo,

    verstehe es bitte, es ändert nichts an der Tatsache, dass von eurer Seite der Vertag, bzw. vertragswidrig gehandelt wurde, nur weil ein Mieter einen Brief schreibt und sich auf etwas beruft was der Vermieter hier versucht zu vertuschen, verpflichtet es ihn nicht auf deine Schreiben zu antworten, denn du hast keinerlei Beweis für die Aussage oder Zustimmung des Vermieters!

    Lass es darauf ankommen und dann soll ein Amtsrichter über den Fall eine Entscheidung treffen, erst dann kannst du dir sicher sein, dass entweder der Vermieter nach Meinung des Gerichtes alles richtig gemacht hat oder du!

    Bei Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand.

    Gruß

    BHShuber

  • Hallo,

    Aha, "Die Leute aus dem Mieterverein sind alle Anwälte und sagen, dass wir alles richtig gemacht haben, und dass er nichts machen kann, aufgrund seine nicht-antworten und Schweigen."

    Wenn das so ist, dann kann dir ja nichts passieren. Sollte es allerdings so sein, dass beim Mieterverein nur erfolglose Anwaltsluschen rumsitzen, die nichts anderes zu tun haben, dann hast du ein Problem. Denn nicht der Mieterverein wird verklagt, sondern du.

    So wie ich das sehe, habt ihr einen Mietvertrag mit Kündigungsausschluss vorzeitig beendet. Wenn du denkst du kommst vorher aus dem Vertrag nur weil du den Vermieter mit Briefen bombardierst, dann liegst du wohl falsch.

    Ich weiß nicht wie hoch eure Miete war, aber am Ende wäret ihr wahrscheinlich günstiger gekommen, wenn ihr die Schäden repariert hättet. Jetzt habt ihr 6 Monate Miete am Hals und die Schäden sind auch noch nicht vom Tisch. Wenn man von irgendjemanden etwas möchte, dann sollte man sich etwas kooperativer verhalten.

    Gruß
    H H

  • xzy123:

    "Aber: was hätten wir machen können?"
    - Euch an das BGB halten.

    "Es war unmöglich, eine Antwort vom Mietermieter wegen Übergabe zu bekommen."
    - Habt Ihr eine vertagliche Vereinbarung mit dem Mietermieter darüber, dass er zu antworten hat?

    "Also weil er sich entscheidet nicht zu reagiert, darf man nicht ausziehen?"
    - Ausziehen darf man immer, lediglich die volle Miete ist bis zur rechtmässigen Beendigung des Mietverhältnisses zu zahlen.

    "Selbst wenn man alles richtig macht?"
    - Man hat garnichts richtig gemacht...

  • Hallo,

    auch ich muss mich den eher skeptischen Beitraegen meiner Vorposter anschliessen.

    Ich hoffe zwar fuer Dich, dass die Anwaelte des oertlichen Mietervereins wissen, wie die Richter an Deinem Gerichtsstand ticken. Leider musste ich aber auch schon mehrfach erleben, dass Anwaelte des Mietervereins Ihren Mitgliedern das Blaue vom Himmel herunter versprechen. An meinem Gerichtsstand kaemst Du damit wohl nur durch, wenn besondere Umstaende hinzukommen, Du beispielsweise Student bist, eine spezielle Behandlung benoetigst, die es in Deiner Umgebung nicht gibt oder dergleichen. Nur, dass Du eine andere Wohnung gefunden hast, wuerde hier nicht als ausreichender Grund durchgehen, einen gueltigen Kuendigungsausschluss auszuhebeln.

    Ich drueck Dir trotzdem die Daumen, schliesslich hast Du zumindest versucht, Dich ordentlich zu informieren, bevor Du Streit mit Deinem Vermieter anfaengst.

    cu
    Guenni

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