Hallo,
ich bin noch ein Neuling in diesem Forum, hoffe aber, dass ihr ein offenes Ohr für mich habt.
Ich wohne in einem Haus mit 5 Mietparteien. Letztes Jahr waren es noch 4 Mietparteien, weil eine Wohnung noch leer stand. Soweit es mir bekannt ist, gehören die Wohnungen 5 verschiedenen privaten Eigentümern. Außerdem wird das Haus von einer Hausverwaltung "betreut".
Wir, die damaligen 4 Mietparteien, haben abgestimmt und einstimmig beschlossen, dass wir die Hausmeistertätigkeiten selbst übernehmen wollen, weil jeder Partei dafür 50,- Euro im Monat in Rechnung gestellt wurden und uns das zu teuer war. Dies teilten wir sowohl unseren Vermietern, als auch der Hausverwaltung mit. Alle waren einverstanden und die Hausverwaltung erstellte für uns einen Plan. Zu den Aufgaben gehören Treppenhaus wischen, Hof kehren, Unkraut entfernen und den Müll an die Straße stellen.
Bei 3 Mietparteien klappte das alles ohne Probleme, doch leider gab es eine Partei, die sich nicht an den Plan (trotz vorheriger Zustimmung) und auch nicht an ein gutes Miteinander gehalten habt. Persönliche Gespräche brachten nichts, also liefen die Beschwerden über diese Mieter seit geraumer Zeit nur noch an die Hausverwaltung. Ob und was die Hausverwaltung getan hat, weiß ich nicht. Eine Besserung gab es nicht.
Als die fünfte Mietpartei einzog, hatte diese zunächst einige Monate keine Aufgaben zu erledigen, weil die Hausverwaltung keinen neuen Plan erstellte. Erst auf Nachfrage wurde dies getan. Leider halten sich diese Mieter ebenfalls nicht an den Plan. Hinzu kommt, dass die Restmülltonnen seit dem Bezug der fünften Wohnung maßlos überfüllt sind und der Müll durch Tiere in unserem Hof verstreut wird. Mülltrennung interessiert auch nicht.
Letzte Woche ist sowohl eine Partei ausgezogen, die sich an den Plan gehalten hat, als auch eine, die sich nicht an den Plan gehalten hat.
Heute flattert ein Brief von der Hausverwaltung in den Briefkasten, dass bei Objektbegehungen durch die Hausverwaltung festgestellt wurde, dass alles stark verdreckt sei. Die Eigentümergemeinschaft habe deshalb beschlossen wieder einen Hausmeister einzustellen. Unser Vermieter/Eigentümer erhielt heute wohl den gleichen oder einen ähnlichen Brief und war überrascht, da er in dieser Sache vorher nie involviert war und nichts mit beschlossen hat, dass wieder ein Hausmeister eingesetzt werden soll. Es sieht also so aus als habe die Hausverwaltung das im Alleingang getan. Unser Vermieter klärt das Anfang nächster Woche.
Zu diesem Sachverhalt habe ich folgende Fragen/Anliegen:
- Müssen die pflichtbewussten Mieter finanziell darunter leiden, weil eine bzw. zwei Mietparteien das mit den Aufgaben nicht hinkriegen und deswegen wieder ein Hausmeister eingestellt werden soll?
- Kann die Hausverwaltung nicht nur diesen Parteien das in Rechnung stellen? Vielleicht funktioniert es dann mal.
- Wie viele cbm Müll rechnet man pro Wohnung / Person? (Falls wir noch eine dritte Tonne beantragen sollten)
- Wie berechnen sich die Kosten für Hausmeistertätigkeiten. 50,- Euro im Monat pro Partei erscheinen mir etwas viel für das bisschen Arbeit.
- Eigentlich soll ich dieses Wochenende das Treppenhaus putzen. Aufgrund des heutigen Schreibens sehe ich es nicht ein, im Moment überhaupt noch etwas zu tun, bis die Sachlage genau geklärt ist. Wer ist denn jetzt am Ball? Am Dienstag wird normalerweise der Restmüll abgeholt. Die Tonnen sind schon wieder überfüllt. Eigentlich sind die Mieter dran, die sich um nichts kümmern. Würdet ihr einfach mal abwarten was passiert und wenn die Tonnen nicht geleert wurden, die Hausverwaltung verständigen?
Ein weiterer Streitpunkt ist die Warmwasserzufuhr, die bisher immer pünktlich mit niedrigeren Temperaturen nicht mehr funktionierte. Entweder kam gar kein warmes Wasser oder man musste wie in den letzten 2 Monaten 5 Minuten warten, bis warmes Wasser kam. Es gab schon letztes Jahr / Anfang diesen Jahres etliche Telefonate, bis endlich mal ein Fachmann kam und sich nichts besserte. Ich glaube er war dann 3 oder 4 mal da und letztendlich war ein Teil kaputt, das ausgetauscht wurde.
In den letzten 2 Monaten hatten wir wieder das Problem, woraufhin wir die Hausverwaltung verständigten. Es würde sich jemand darum kümmern. Seit Mitte letzter Woche haben wir wieder warmes Wasser, welches nicht erst nach 5 Minuten kommt. In dem Zeitraum dazwischen gab es wieder etliche Telefongespräche mit der Hausverwaltung und seitens der Hausverwaltung immer wieder die Aussage, dass ein Fachmann kommen würde. Manchmal fühlte man sich regelrecht auf den Arm genommen, wenn man noch mal bei der Hausverwaltung nachhakte, weil sich nichts tat und man dann gefragt wurde, ob man deswegen schon mal angerufen habe. Die Androhung der Mietkürzung vorletzte Woche hat dann gefruchtet und letzte Woche musste ein Teil ausgetauscht werden, was defekt war. Die Diagnose dauerte laut meinem Mitbewohner eine Minute, da er dabei war als der Fachmann das untersucht hat.
- Hätten wir die Androhung der Mietkürzung schon viel früher aussprechen können?
- Bisher haben wir immer alles telefonisch erledigt. Sollten wir das zukünftig schriftlich mit Fristsetzungen tun?
- Sollten wir das zukünftig besser an unseren Vermieter melden und nicht direkt an die Hausverwaltung?
Für mich sieht das alles so aus als wolle die Hausverwaltung keinen Finger krumm machen und dafür auch noch mehr Geld sehen.
Danke für eure Geduld. Es tat gut sich hier mal auszukotzen.
Schöne Grüße
MieterB