Hi Dirk,
ich versuche es mal, jedoch etwas anders, so wie ich es selbst als Vermieter mache bzw. von einem Profiunternehmen, damit Du das Prinzip verstehst:
"Vielleicht mache ich mal ein Beispiel mit erfundenen Zahlen und irgend jemand schreibt mal eine Beispiel Rechnung dazu."
Haus 200qm, Wohnung 1- 75qm , Wohnung 2- 65qm , Wohnung 3- 35qm, Whng 4- 25qm. - Auf diese Wohnflächen sind 30% der Heizkosten anteilmässig zu verteilen. Soweit klar?
Heizleistung (welche ermittelt wurde aufgrund der Verbräuche der einzelnen Heizkörper): Wohnung 1 - 1000kwh , Wohnung 2 - 1500kwh , Wohnung 3 - 750kwh, Whng 4 - 500kWh - in der Summe sind das 70% der Heizkosten.
Wichtig: Heizkosten sind hier also die, die für die Heizung der Immobilie verballert werden, über den Daumen meist 75% der Gesamtheizkosten.
Die restlichen meist 25% gehen in die Warmwasserbereitung:
Warm Wasserverbrauch , Wohnung 1 - 25m³, Wohnung 2 - 20m³, Wohnung 3 - 15m³, Whng 4 - 10m³. (das hoch drei ³ bekommste durch gleichzeitig AltGr und 3 drücken)
Die Verteilung findet 70/30 statt, also wie gehabt 30% auf die Einzelwohnungsflächen, 70% auf die Verbräuche der Wohnungen.
Die o.g. 75% und 25% können am sichersten ermittelt werden, indem je ein Wärmemengenzähler in Heiz- und Warmwasserkreis installiert wurde und die Anzeigen dann zueinander in ein Verhältnis gesetzt werden. Bei meiner Immobilie waren es bspw. im letzten Abrechnungszeitraum 77,31% Hzg und 22,69% WW.
"Was jetzt wohl noch fehlt ist die Angabe über den Gasverbrauch, ich nehme mal 10000kwh an."
Und jetzt beginnt der leicht zu vermeidende Trugschluss: Der Gasverbrauch wird nicht in kwh, sondern in Euro angesetzt, ebenso die Kosten für Anlagenwartung, Schorni, Anlagenstrom, Betriebsraumreinigung, Berechnungskosten falls Provider vorhanden.
So müsste es eigentlich klappen... Irrtum vorbehalten.
"Gemeinschaftsräumlichkeiten ohne Heizkörper kann man beheizungsmässig weglassen. Allgemeinstrom kann man aufteilen (wenn keine Extrazähler vorhanden sind) 50/50. Wärmeverluste berücksichtige ich nicht (auch mein Provider nicht). Das ganze System basiert eigentlich darauf, dass die Einzelverbräuche+Grundflächen zueinander in's Verhältnis gesetzt werden und die Gesamtheizungskosten erheben.