Update:
Heute kam die schriftliche Kündigung. Als Begründung ist aufgeführt:
- der Vermieterin wurde vor jahren ärztlich behauptet, sie könne keine Kinder bekommen
- nun doch Schwanger seit Juni
- Mietvertragsunterzeichnung war im Mai, Einzug im August
- sie hat ihr soziales Netzwerk in Umgebung des von uns bewohnten Hauses
- Infrastruktur mit 3,5 km zum nächsten Ort beim neuen Haus für sie nicht zumutbar
- ihre Versetzung als Lehrerin wurde im Sommer abgelehnt
- wegen der Schwangerschaft hat sie keinen neuen Versetzungsantrag gestellt
- wir hatten gefordert, von sämtlichen Kosten befreit zu werden, die hierdurch entstehen, dies beinhaltet auch eine Maklercourtage für ein gefundenes Mietobjekt ab Dezember, dies lehnt sie jedoch ab
Sie bietet an:
1. Keine Mietzahlungen für die Monate Dezember 2012 und Januar 2013. (= EUR 2390,-)
-- diesen Betrag betrachten wir als nichtig, da sie schließlich selbst so schnell wie möglich einziehen möchte. Dann weiter Mietzahlungen zu erheben, wäre doch sowieso nicht möglich, oder?
2. Keine Schönheitsreparaturen. Beschädigungen sind hiervon ausgenommen. Wir bitten lediglich dass Ihr das Haus & Garten so verlasst wie Ihr es vorgefunden habt.
-- bei so kurzer Mietdauer doch selbstverständlich, oder?
3. Übernahme von Umzugskosten für ein Umzugsunternehmen auf Nachweis bis zu EUR 1000,-.
4. Mediator: Dieses Angebot unterstreichen wir an dieser Stelle noch einmal! Diesen von uns ehemals hierfür einkalkulierten Kostenpunkt von ca. EUR 1000,- bieten wir Euch ohne Nachweis als weiteres Entgegenkommen an.
-- sie hatte ein Gespräch gemeinsam mit einem Mediator vorgeschlagen, dessen Kosten sie übernehmen wollte. Was das soll, ist uns schleierhaft.
Meine Fragen:
- ist dies ein rechtlich zulässiger Kündigungsgrund?
- können wir aufgrund der uns entstandenen Unanehmlichkeiten (psychische Belastung, Aufwand für Suche neuer Mietobjekte + Kinderbetreuung am evtl neuen Wohnort, Auswirkungen eines erneuten Umzugs auf unser Kind) irgendwelche Schadenserstzansprüche geltend machen?
- die Vorstellung, bis zu 2 1/2 Jahre lang sämtliche rechtlichen Instanzen zu durchlaufen, ohne sichere Aussicht auf Erfolg, stellt für uns eine große Verunsicherung dar, weshalb wir in Erwägung ziehen, den Kürzeren zu ziehen. Allerdings bleiben wir dann auf Kosten sitzen. Bekommt man die mit erwähnter Schadensersatzforderung oder sonst irgendwie wieder rein?
Vielen Dank für die Hilfe!