Sorry, aber ich muss nochmal auf meine Logik zurückkommen.
Ich habe einen Auszug vom Mieterlexikon des Deutschen Mieterbundes gefunden.
"...Wird bei einer solchen Übersendung der Empfänger oder ein Empfangsberechtigter nicht persönlich angetroffen, dann hinterlässt der Postbote statt der Sendung nur einen Benachrichtigungsschein im Briefkasten, mit dem der Brief beim Postamt abgeholt und dann dort quittiert werden kann. Der Zugang des Briefes erfolgt hierbei nicht durch den Einwurf des Benachrichtigungsscheins, sondern erst durch die Abholung des Briefes. Wird er nicht am Postamt abgeholt, sondern nach einer bestimmten Lagerfrist wieder an den Absender zurückgesendet, dann ist diese Sendung überhaupt nicht zugegangen."
Bis hierher hast du vollkommen recht. Aber jetzt kommts...
"Muss der Vermieter aber nach den konkreten Umständen mit der Zustellung eines Einschreibens seines Mieters rechnen, dann muss er den Einschreibebrief abholen. Tut er dies wider besseres Wissen nicht, wird er so behandelt, als sei ihm der Brief zugegangen."
Und das genau wusste er!
Ich bin kein Jurist, möchte auch nie einer sein. Ich bin eher ein Pragmatiker mit gesundem Menschenverstand. Deshalb kam mir im Vorfeld auch nicht in den Sinn vor der Wohnungskündigung noch einen Crashkurs in Jura zu absolvieren.
Ich hab´s halt so gemacht wie man es früher in der "normalen" Schule gelernt hat.
Zum Kommentar "1. Einwurfeinschreiben:"
Hier quittiert der Postbote den Einwurf in den Briefkasten. Vorzugsweise für solche Sendungen, bei denen es ausreicht, dass diese in den Geschäftsbereich des Adressaten gelangt (z.B. Kündigungen von Wohnungen)"
Hier hätte der Vermieter genauso behaupten können keinen Brief erhalten zu haben. Die Unterschrift des Postboten zählt hier wohl genau so wenig wie die Unterschrift des Postboten auf dem Benachrichtigungslabel.
Auf anderen juristischen Seiten habe ich gelesen dass gleich welcher Art Einschreiben, diese keinerlei rechtliche Relevanz haben. Die einzige Möglichkeit bestehe in der Zustellung per Gerichtsvollzieher oder per Boten.
Armes Deutschland, das soll mal einer verstehen!