Offenbar schon. Die Berechnung im Erhöhungsbegehren ist tabellarisch nach diesem Muster gestaltet:
| Mietbestandteil | Betrag bisher | Betrag Veränderung | Betrag neu |
| Grundmiete | 700,00 | 70,00 | 770,00 |
| Modernisierungsumlage | |||
| Nettokaltmiete | 700,00 | 70,00 | 770,00 |
| Sonstige Zuschläge | 0,00 | 0,00 | |
| VZ Betriebskosten | 110,00 | 110,00 | |
| VZ Heizkosten | 130,00 | 130,00 | |
| VZ Wasserkosten | 60,00 | 60,00 | |
| Bruttowarmmiete | 1000,00 | 70,00 | 1070,00 |
Die Zeile für die Grundmiete enthält den falschen Wert (700,00 statt 500,00). Die für die Modernisierungsumlage ist leer, müßte jedoch 200,00 enthalten.
Ich habe gar nichts gegen die Erhöhung der Miete an sich, aber gegen die Erhöhung der Modernisierungsumlage habe ich etwas. (Die ist ja selbst heute (8%) meiner Meinung nach sittenwidrig hoch. Wo bekommt man denn, ohne signifikante Risiken einzugehen, derart hohe Renditen?) Und hier ist und bleibt die Modernisierungsumlage ja bei 11% der im Rahmen der Modernisierung für die Wohnung aufgewendeten Kosten. Wenn die Modernisierungsumlage nicht von der Erhöhung ausgenommen wird, steigt sie mit jeder folgenden Mieterhöhung (wie Zins und Zinseszins), ohne dass sich die zugrundeliegenden Modernisierungskosten selbst geändert hätten. (Was rückwirkend auch nicht möglich ist.)
Offenbar hat der Vermieter sein Erhöhungsbegehren fehlerhaft erstellt. Meiner Meinung nach sollte es so aussehen:
| Mietbestandteil | Betrag bisher | Betrag Veränderung | Betrag neu |
| Grundmiete | 500,00 | 50,00 | 550,00 |
| Modernisierungsumlage | 200,00 | 0,00 | 200,00 |
| Nettokaltmiete | 700,00 | 50,00 | 750,00 |
| Sonstige Zuschläge | 0,00 | 0,00 | |
| VZ Betriebskosten | 110,00 | 110,00 | |
| VZ Heizkosten | 130,00 | 130,00 | |
| VZ Wasserkosten | 60,00 | 60,00 | |
| Bruttowarmmiete | 1000,00 | 50,00 | 1050,00 |