Beiträge von WoWieWas

    Hi! Zunächst: Ich bin Musiker, kein Fachspezialist für Mietrecht, darum bitte ich um Nachsicht, wenn meine Frage irgendwelche Geeks für Mietrecht triggert oder ich als digitaler Boxsack für tieferliegende Lebenskrisen fungiere.

    Aktuell wohne ich zur Miete im 4. OG Miete eines Mehrparteienhauses (Altbau von 1979). Schlafen funktioniert nur noch mit vielen Pillen.

    Ich habe bereits gekündigt, muss aber noch drei Monate hier bleiben.

    Die Wohnung ist extrem hellhörig, die Nachbarschaft "einfach". Konkret ist aber folgender Umstand am wenigsten auszuhalten:

    Die Triebgeräusche des Aufzugs sind sehr laut. So laut, dass ich in meinem Schlafzimmer bei jeder Anfahrt bis zu 50 dB ermitteln konnte.

    Als ich die Verwaltung bereits nach wenigen Wochen informierte, haben die mir nur ein anwaltliches Schreiben zukommen lassen, in dem sinngemäß steht, dass der Lärm nicht über der geltenden Norm liegt und sich "noch keiner beschwert hat".

    Wenn ihr euch jetzt geekmäßig mit nerviger Stimme fragt "warum bist du dann eingezogen, wenn der Aufzuug nicht geeeht????" - Weil man sowas nicht im Rahmen einer kurzen Besichtigung im Herzen Münchens einfach nicht feststellen kann, weil man sonst in einen Karton ziehen muss.

    Fakt ist jedenfalls, dass der Aufzug bis zu 200 mal täglich genutzt wird und die 45-50 dB keine Einbildung sind, sondern mit einem vernünftigen Schalldruckpegelmessgerät (was für ein deutsches Wort) ermittelt wurden.

    Meine Frage: Kann ich eine Mietminderung geltend machen und bei der nächsten fälligen Warmmiete 10% der Miete einbehalten (natürlich mit vorheriger Mangelanzeige) ??


    Oder muss ich erst drei Monate ein Lärmprotokoll führen, dann 14 klärende Gespräche führen, ein Gerichtsverfahren einleiten, zum Supreme Court fliegen und die vereinten Nationen um Vergebung bitten? Wie ist das? Kennt ihr euch da aus?

    Guten Abend zusammen,

    leider habe ich in aller Umzugseile die vertraglich festgelegte Mindestmietzeit übersehen (bzw. den beidseitigen Verzicht auf Kündigung).

    Nun beginnt aber in 4 Monaten meine neue Arbeit an einer Privatschule in einer anderen Stadt (>200km). Der Arbeitsvertrag ist bereits unterzeichnet.

    Einen Nachmieter zu finden ist schwer. Die Wohnung ist stark hellhörig, düster und eine Tram brummt alle 10 Minuten vorbei. Zudem liegt das Schlafzimmer (1-Zi-Whg) an einer vierspurigen Hauptstraße mit Blick auf die heruntergekommenen Hausfassaden der gegenüberliegenden Nachbarhäuser. Die bisherigen Besichtiger waren allesamt so schnell weg, wie sie gekommen sind und haben sich nicht mehr gemeldet.

    Ich höre hier zudem immer wieder die Familie über mir Feste feiern, auch nachts. Der Trittschall liegt teils über 60 dB (per Schalldruckmessung). Der Vermieter wurde von mir darüber mehrmals angeschrieben, wirklich gebessert hat es sich nicht. Außerdem befindet sich im externen WC-Raum ein etwa zwei quadratmetergroßer Gelbschimmelfleck, der einen sehr muffigen Geruch verbreitet. Die Wohnung ist der letzte Dreck, aber ich musste schnell eine Wohnung finden.

    Ich muss hier irgendwie raus, es belastet mich extrem. Allein zu wissen, dass ich hier 2 Jahre bleiben muss macht mich völlig fertig. Momentan bin ich arbeitslos und hab kein Geld. Der Antrag muss noch geprüft werden. Nach meiner freiwilligen Entlassung aus dem Beamtenverhältnis, bin ich in eine Abwärtsspirale geraten. Kein Alg1, weil ich in den letzten 30 Monaten keinen sozialversicherungspflichtigen Beruf ausgeübt hab. Stattdessen Bürgergeld und der Entschluss, dass ich "die Hilfe selbst herbeigeführt hab" wegen ordentlicher Kündigung und nun das Geld zurückzahlen muss.

    Sieben Jahre studiert, gearbeitet, nur um dann völlig im Stich gelassen zu werden. Mich hat der Job psychisch kaputt gemacht und die momentane Situation nimmt mir meine komplette Lebensfreude. Ich fühle mich völlig überfordert mit dem ganzen Bürokratiewahn, der die letzten Wochen auf mich hereinprasselt und weiß nicht weiter.

    Hat hier jemand einen Vorschlag, wie ich möglicherweise auch ohne Nachmieter vor August aus dem Mietvertrag komme?

    Liebe Grüße

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    Ich habe die Dezibelwerte mal nachgemessen, hab da noch ein Schalldruckmessgerät aus der Uni.

    *Wohlgemerkt vom entferntesten Punkt des Zimmers!

    PKWs (40-47 dB)

    Tram (50-56 dB)

    LKW (50-60 dB)

    Nachbarn (40-63 dB)

    Hier herrscht eindeutig ein Mangel der Mietsache vor.

    Ich habe hier Lärmeinwirkungen von bis zu 63 Dezibel, und das habe ich in nur wenigen Minuten gemessen...

    Gibt es hier eine Möglichkeit schneller aus dem Mietvertrag zu kommen, immerhin müsste ich hier noch 3 Monate bleiben und das ist mir in Anbetracht des Lärms zu viel...

    Danke

    Guten Abend,

    es ist nun 01.18 Uhr, ich liege in meinem Bett und höre den wiederkehrenden Lärm meiner darüberhausenden Nachbarn. Irgendwas wird herumgeschoben, herausgenommen, aufgeräumt...

    Parallel dazu höre ich die mit 80 Dezibel vorbeifahrende Straßentram sowie die PKWs und LKWs.

    Mal abgesehen davon, dass die Bude in ihrer Gesamterscheinung ein Nährboden für Depressionen ist und meine lärmempfindlichen Ohren einen durchgängigen Schlaf verunmöglichen, kämpfe ich mit meinem Verstand, denn der geht mir langsam aber sicher verloren.

    Ich bin erst vor 3 Tagen eingezogen und musste schnell eine neue Wohnung im Stadtkern von Nürnberg finden, da meine Kündigungsfrist fast verstrichen war und ich einen neuen Job in dieser Stadt habe. Wenn ich Geld hätte, würde ich direkt wieder umziehen, ich halte das einfach nicht mehr aus.

    Ja, ihr denkt euch "3 Tage und der dreht durch...", aber ich habe diese Situation schon so oft erlebt, weil ich wegen meiner ganzen Lehrerausbildung ständig umziehen musste und einfach keinen Lärm vertrage. Es hat nichts mit meiner Denkweise zu tun, ich nehme einfach wahnsinnig viele Reize auf.

    Die 10-köpfige Familie, auf ein gesamtes Stockwerk verteilt, hat mir versichert, sie wären für den Lärm nicht verantwortlich (um 1 Uhr, während fast alle bedröppelt im Flur standen).

    Ich will hier einfach nur noch raus. Aber für eine fristlose Kündigung ist es zu wenig und der bürokratische Standardweg ist auch zäh wie ein Kaugummi. Soll ich jetzt wochenlang ein Lärmprotokoll führen, das Nachbarschaftsverhältnis eskalieren lassen, den Vermieter 200 gestaffelte Mahnbriefe schicken, Ordnungsamt, Polizei anrufen und einen Anwalt konsultieren, damit mal irgendwas in die Gänge kommt?

    Solchen egoistischen Lifestyleassis ist die restliche Welt einfach egal. Dieser fortschreitende Werteverfall zermürbt mich nur noch. Es sollte eigentlich nach einem ersten Gespräch klar sein, dass man Rücksicht auf die Mieter nimmt, aber es scheint kaum jemanden zu jucken. Für feinfühlige Menschen wie mich (meinetwegen könnt ihr es auch empfindlich nennen) ist dieser permanente Lärm einfach nur zerstörerisch...

    Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wie ich das aushalten soll...

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