Hallo!
Wir wohnen im einem Mehr-Parteien-Haus zur Miete. Das Haus gehört meinem Schwiegervater, aber das ist in diesem Fall nicht relevant. Das ganze Haus hat von vorne bis hinten Schwierigkeiten und Mängel, deswegen versuche ich jetzt mal alle aufzuzählen, die mir im Moment einfallen:
1. Größtes Problem: Schallschutz - Hier hört jeder jeden, da beim Bau und Ausbau überhaupt nicht auf Schallschutz geachtet wurde. Das gleiche gilt für unsren Balkon, der von Vermieter selbst zusammengebaut wurde und lose auf dem Dach aufliegt. Wir haben 2 Kinder, die selbst bei ganz normalem Verhalten noch 2 Etagen tiefer beim Laufen zu hören sind. Ebenso hören wir jeden Schritt unserer Nachbarn.
2. Heizung: In der gesamten Wohnung befindet sich eine Fußbodenheizung - diese funktioniert aber nur bedingt. Im Schlafzimmer funktioniert sie seit dem Einzug vor über einem Jahr überhaupt nicht (Wintermonate: ca. 0° Raumtemperatur), die Termostaten zur Regelung in den restlichen Zimmern gehen alle falsch (21° Raumtemperatur wenn Zähler auf ca. 10° eingestellt - laut Vermieter gibt es die Termostaten nicht geeicht).
3. Warmwasser: Warmwasserversorgung ist nicht den ganzen Tag gegeben, bzw. die Durchlaufmenge, bis warmes Wasser kommt, variiert je nach Tageszeit. Auf 40° warmes Wasser müssen wir zu bestimmten Tageszeiten bis zu 4-5 Minuten warten, die Durchlaufmenge läuft in der Zeit natürlich voll auf Warmwasserkosten.
4. Fenster: Einige Fenster in der Wohnung sind nicht richtig dicht bzw. reagieren auf Temperaturschwankungen. Das Badfenster lässt sich ab ca. 25° Außentemperatur nicht mehr kippen, sondern nur noch ganz öffnen.
5. Fliesen im Bad/Flur: Durch die dürftige Bauweise des Hauses (zu 90% Trockenbauwände) gehen uns immer mehr Fliesen in Bad und Flurboden kaputt (Schwankungen/Erschütterungen im Haus?). Teilweise werden die Fliesen nur noch durch Silikon gehalten.
6. Wärmeisolation: In den Sommermonaten heizt sich unsere Wohnung (Dachwohnung) bei schönen Wetter grundsätzlich weit über 30° auf. Die meisten Außenwände sind ebenfalls in Trockenbauweise erstellt worden (ist das überhaupt zulässig?) und vermutlich kaum bis gar nicht gedämmt worden.
7. Außenanlagen: Die Haustüre des Mehrfamilienhauses schließt bei niedrigen Temperaturen nicht und lässt sich einfach aufdrücken. Des weiteren befindet sich im EG ein teils gewerblich genutztes Büro/Wohnung, dessen Außenstromanlage komplett an der Hausstromanlage hängt und somit auf den Allgemeinstrom gerechnet wird. Die Außenbeleuchtung sowie die Flurbeleuchtungen sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet, die bei der kleinsten Bewegung der Hecke (durch Wind etc.) ebenfalls reagieren.
So, das solls erstmal gewesen sein.
Was für Möglichkeiten habe ich in oben genannten Fällen? Kann ich meinem Vermieter mit Mietminderungen drohen und wenn ja, in welcher Höhe? Welche Mängel sind zumutbar und welche muss ich nicht tolerieren?