Guten Tag allesamt
Vor einigen Jahren bin ich bei einer WG eingezogen.
Die Vorgehensweise für Mieterwechsel war, dass lediglich neue Mieter eingezogen sind und sich nur die Parteien im Mietvertrag geändert haben.
Es wurde kein neuer Mietvertrag aufgelegt oder ausgemacht. Bei meinem Einzug in die Wohnung bestand bereits eine Lücke zwischen der Wand und dem Boden. (ca 2cm)
Diesen Mangel habe ich nicht angezeigt bei der Vermietung, da er schon lange vor meinem Einzug bestand, er auch nicht weiter beeinträchtigend war und die
Wohnung bereits 8 Jahre durchgängig bewohnt war.
Nun habe ich den Mangel Jahre nach meinem Einzug gemeldet und es hat sich ergeben, dass die Balken vermodert sind und ausgetauscht werden müssen.
Hausmeister, Bauingeniur und Architekt haben alle bei der Begutachtung der Balken dies als sehr unorthodox repariert und Baupfusch bezeichnet.
(ein Balken der ursprünglich wohl ersetzt werden musste wurde lediglich mit kleineren Balken gestützt.)
Mir ist klar, dass der Mieter in der Pflicht steht Mängel anzuzeigen, Allerdings war aus meiner Sicht über 4 Jahre keine Verschlechterung zu beobachten, bestand schon
vor meinem Einzug, ist gänzlich ohne mein Zutun entstanden und schien nicht mehr als einen ästhetischen Mangel darzustellen (wovon es nach 12 Jahren dauerhafter
Bewohnung reichlich gibt)
Ich habe vielleicht etwas argumentativ geschrieben aber möchte dennoch eure objektive Einschätzung hören.
Steh ich durch versäumte Mängelanzeige in der Schuld für eine mögliche Verschlechterung, obwohl ich nicht derjenige bin der den Mangel ursprünglich hätte anzeigen müssen?
Habe ich mein Recht auf Schadensersatz verloren (für die Reparatur würde die Wohnung höchstwahrscheinlich unbewohnbar werden.) ? Muss ich eventuell sogar selbst Schadenersatz leisten?
Zu der Sache gab es bisher keine Kommunikation mit dem Vermieter. Ich bin lediglich besorgt ob ich vielleicht ein Familienrekord für Privatinsolvenz aufstellen könnte. 
LG Kurti