Beiträge von Thinkle

    Vielen Dank schonmal!

    Ja, so etwas hatte ich befürchtet.

    Da mein Vertrag klipp und klar sagt, dass die Wohnung unrenoviert übergeben wurde, kann ich sie auch unrenoviert zurück übergeben. Vliestapeten sind ja schnell wieder von der Wand gezogen. Die Schönheits-Reparaturen-Klausel ist in dem Falle ungültig.

    Thema Mietzins: Für mich sieht es aktuell so aus, dass die Miete, die sie nimmt, in keinem Verhätlnis zur Gegenleistung steht, die sie erbringt. Welche Handhabe gibt es da generell? Freiwillig wird sie keinen Cent herunter gehen, das haben Nachbarn schon mal probiert.

    In meiner plüschigen Paralleluniverums-Fantasie-Welt würde so etwas ja ungefähr so ablaufen, dass beide Seiten vor Gericht ihre Argumente vortragen und am Ende der Richter ungefähr folgendes sagt: "Liebe Vermieterin, lieber Mieter, aufgrund der ortsüblichen Vergleichsmiete von x€/m², dem Zustand ihres Objekts und dem nicht erkennbaren Willen der Vermieterin, zum Erhalt des Objektes beizutragen, halten wir eine Miete von y€/m2 für angemessen!"

    Sie kann ja keinerlei Rechnungen vorweisen, die nicht mit akuten Schadensfällen zu tun haben die dann ihre Versicherung bezahlt hat. Läuft das in Realität ähnlich ab?

    Hallo Zusammen,

    Möglicherweise gehört das Thema vielleicht auch ins Forum "Renovierung", aber mir geht es mehr um das vertragliche und um Rechte und Pflichten eines Mietvertrags, deswegen habe ich es hier platziert. Wenn ich jetzt hier ein Jahr später alles mal kondensiert zusammenschreibe, denke ich mir auch, warum ich so ein ***** war, aber das ganze hat sich eben langsam entwickelt und war anfangs nicht so abzusehen.

    Kurzfassung: Dumm/naiv habe ich für 9,15€/m² eine viel zu teure, unrenovierte Wohnung gemietet (Bj. 62, quasi unsaniert), die saniert werden müsste. Nach Mietspiegel vom März läge der Durchschnittspreis bei 4,6€-6,6€, je nachdem, wie man manches definiert. Grob liegt die Miete also 30-50% über dem Mietspiegel und das Haus ist in einem unterdurchschnittlichen Zustand.

    Da die Vermieterin aber dümmlich naiv daran glaubt, dass Renovieren/Sanieren Mietersache ist (In der Küche war eine 50*50cm große Stelle Putz hohl und musste ausgebessert werden, weil zufällig ein Handwerker für Nacharbeiten an einem Rohrbruch im Haus war, habe ich sie gebeten, dass der dann direkt den Putz mit macht. Ihr Kommentar: "Das machen eigentlich die Mieter!), macht sie nichts an den Wohnungen und hat auch keinerlei Rücklagen dafür gebildet. "Herr Mieter, für Reparatur XYZ habe ich gerade kein Geld!". Das Haus hat jetzt keine großen, eklatanten Mängel (abgsehen von den Fenstern, siehe unten), aber das liegt nur daran, dass immer irgendwelche ***** wie ich selber Hand angelegt haben und es ist absolut klar und belegbar, dass bei ihr keinerlei Motivation besteht, irgend etwas an dem Haus zu tun, dass nicht absolut unabwendbar ist.

    Der Innen-Zustand des Hauses ist ihr solange egal, solange kein Schaden durch Wasser droht.

    Habe ich jetzt nachträglich noch eine Handhabe, gegen die viel zu Hohe Miete anzugehen? Auch habe ich intensive Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt (ich hatte es schon aufgeschrieben und dann gemerkt, dass es immer länger wurde und wieder gelöscht, vel zu viel zu lesen. Im Nachhinein ärgere ich mich maßlos, aber das war am Anfang ja nicht abzusehen.), habe ich eine Perspektive, dafür nochmal Geld zu sehen? Aus freiwilliger Kulanz von Ihr auf gar keinen Fall, dafür müsste ich vor Gericht ziehen, aber das würde ich auch sofort tun.

    Einfach so kündigen könnte schwer werden, weil sie uns eine vierjährige Vertragslaufzeit aufs Auge gedrückt hat. Andererseits hat sie mir letztens nahe gelegt, auszuziehen, weil wir keine Freunde mehr werden würden. Ich hatte die absolute Unverschämtheit, ihr 3 Monate nach Meldung eines absolut undichten Fensters (man konnte zwischen Flügel und Rahmen raus gucken) doch tatsächlich 20% der Miete unter Vorbehalt zu stellen, weil die Wohnung damit in der Heizperiode kein Schlafzimmer mehr hatte. Sie ärgerte sich deswegen sehr darüber, dass sie uns damals den Vorzug gegeben hat und uns dann doch noch so entgegen gekommen ist (hier vermute ich die Aktion in der Küche mit der Wand).

    Die Undichtigkeit wurde jetzt behoben, aber nur, weil irgendwer uns die Scheibe eingeschmissen hat (ehrlich, ich war es nicht selber!) und der Glaser sowieso ran musste.

    Ich habe aber schon viel zu viel investiert, um mich jetzt einfach zu und ärgere mich maßlos über ihre unverfrorene Frechheit, mit der Sie bisher immer durchgekommen ist.

    Sie hat das Haus selbst besichtigt, bevor sie es an uns vermietet, aber sie hat rein gar nichts kontrolliert, weil in ihrer Welt die Mieter ja alles renovieren / reparieren.

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