Guten Morgen und herzlichen Dank für die Antworten.
Wir waren gestern zur Rechtsberatung beim Mieterbund - übrigens bei einer echten Juristin, das war ja hier im Forum auch schon mal Thema - und sie hat das auch so erläutert wie Sie.
Für Menschen, die vlt. auch so ein ähnliches Problem haben und hier nach Antworten suchen werden, würde ich unseren Umgang damit gerne etwas näher erläutern.
Was die Störungen betrifft, werden wir diese schriftlich dokumentieren und der Gemeinde folgenden Text (plus zukünftige weitere Störungen) zukommen lassen:
"Wir zeigen hiermit auch schriftlich an, dass es am späten Abend des [Datum] zu einem durch uns veranlassten Polizeieinsatz auf dem Grundstück [Adresse] kam. Anlass hierfür waren zwei Personen, die das Grundstück über einen Weg betraten, den der Vermieter nicht als Privatweg gekennzeichnet hat und der von vielen Personen als Abkürzung zur Überquerung des Gundstücks benutzt wird. Eine dieser Personen betrat den Garten des Grundstücks, verursachte eine Lärmbelästigung, riss eine der Pflanzen heraus, entblößte sein Geschlechtsteil und beleidigte und bedrohte uns sowie die ebenfalls anwesende [Namen der Beteiligten]. Wir, [unser Name], haben daraufhin bei der Polizei eine Anzeige erstattet.
Wir bitten Sie, alle Maßnahmen zu ergreifen, die dazu geeignet sind, die oben genannten Mängel zu beseitigen. Die Miete wird ab sofort nur unter Vorbehalt der Rückforderung bezahlt. Die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen bleibt vorbehalten."
Die Anwältin riet uns außerdem, die Gemeinde darauf aufmerksam zu machen, dass es ja auch in deren Interesse liegt, zumindest ein Schild mit der Aufschrift "Privatweg, betreten auf eigene Gefahr" oder Vergleichbares anzubringen. Damit wird nicht haften, haben wir das Schriftstück ergänzt mit folgendem Zusatz:
"Des Weiteren bitten wir Sie, uns hiermit zu bestätigen, dass wir für den über das Grundstück führenden Weg keine Verkehrssicherungspflicht haben und für eventuelle Schäden an und von Dritten nicht haftbar sind." Dieses werden wir uns von der Gemeinde unterschreiben lassen.
Wenn das in Ordnung ist, würde ich gerne zukünftig davon berichten, wie es weiter geht, damit auch andere Leser etwas davon haben.
Herzlichen Dank und freundliche Grüße