Jetzt allerdings habe ich erfahren, dass unser jetziger Vermieter die Sanierung vor 2025 gar nicht durchführen kann wegen diverser Probleme, die er mit Behörden oder Baufirmen zu haben scheint.
Könnt ihr beweisen, dass das schon zum Zeitpunkt der Kündigung bekannt war? Man erwartet nicht, dass der Vermieter eine Glaskugel hat. Dass es auf dem Bau nicht ganz so läuft wie geplant, ist so häufig, dass man das niemanden vorwerfen kann. Evtl müsste er euch für ein paar weitere Monate die Wohnung anbieten. Solange er den Grund der Kündigung weiter verfolgt und zu dem Zeitpunkt der genannte Termin geplant/sehr wahrscheinlich war, kann man meiner Meinung nach dem Vermieter keinen Vorwurf machen.
Allerdings ist die Wohnung im Haus des Vermieters und wir haben wirklich keine Lust auf den Terror, der dann so richtig losgehen würde
Das macht den Anspruch auf Schadensersatz nicht unbedingt einfacher. Wenn offensichtlich ist, dass ihr gar nicht ausziehen müsstest, weil die Kündigung so wackelig ist, liegt der Verdacht nahe, dass ihr freiwillig geht, weil ihr keine Lust auf die Baustelle habt. Uns würde das bei unserer Schadensersatzklage wegen vorgetäuschtem Eigenbedarf auch direkt vorgeworfen und konnte nur damit relativ leicht entkräftet werden, dass der Vermieter bereits Räumungsklage eingereicht hatte. Hier dürfte es am Ende sehr auf den Einzelfall ankommen.