Hallo RubyCube,
leider hoeren Menschen unterschiedlich gut und haben dazu noch eine sehr unterschiedliche Laermempfindlichkeit. Das fuehrt dazu, das etwas, was fuer den Einen vollkommen normal erscheint, fuer den Anderen schon unertraeglich ist. Wohnen nun zwei Familien mit sehr unterschiedlichem Empfinden in einer hellhoerigen Umgebung nebeneinander, kommt es fast immer ueber kurz oder lang zum Streit. Das laesst auch nur schwer loesen, weil subjektiv immer der andere schuld ist (Kopfhoerer <-> Ohropax-Diskussion).
Um Dir einen Anhaltspunkt zu bieten: Die meisten Gerichte orientieren sich an den Grenzwerten der "Technischen Anleitung zum Schutz vor Laerm", wenn sie in Nachbarschaftsstreits wegen Laerm zu urteilen haben. Die gilt streng genommen nur fuer Gewerbe, ist aber allerdings das einzige halbwegs als offiziell zu bezeichnende Dokument, das sich mit dieser Thematik befasst. Nach diesem duerfen Geraeusche von Dir nachts zwischen 22 und 6 Uhr nicht mit mehr als 35 Dezibel in die Nachbarwohnung dringen. Das liegt in etwa zwischen einem Kuehlschrankbrummen und einer sehr leisen Unterhaltung.
So als Tip, was Du noch versuchen kannst: regle den Bass herunter. Bass uebertraegt sich viel staerker als hoehere Toene und wirkt auch viel stoerender. Wenn das nicht hilft, stelle den Fernseher auf eine dicke Gummimatte. Das daempft die Ubertragung der Schallwellen ueber Moebel und Boden.
Wenn der Nachbar immer noch mault, bleibt Dir nur steiten oder ausziehen.
cu
Guenni