Beiträge von Maik S.

    Dann sollten Sie mal die "Hilfe" Ihrer Ansicht nach präzisieren.


    Ganz einfach: Hilfe = Rat von anderen, die gleiche oder ähnliche Situationen bereits einmal erlebt haben. Aus verschiedenen Ratschlägen kristallisiert sich eine Entscheidung heraus, welchen Weg zu gehen man bereit ist. Dabei ist es egal ob es der richtige oder falsche ist. Wer weiß schon, was richtig oder falsch ist? Das glauben nur die, die sich einbilden, es zu wissen.

    H Hamburg: Warum kommt es denn überhaupt zu einem Rechtstreit? Weil die Menschen unvenünftig sind und sich nicht einigen. Weil sie gierig sind. Weil Gesetze uneindeutig sind. Unsere Gesetze sind eh ein Witz. Mit Rechtsstaat hat das nichts zu tun. Es gewinnt immer der, der mehr Kohle hat, weil er sich mehr Rechtsverdreher leisten kann, die Gesetzeslücken finden.

    Der Fall der Themenstarterin ist eindeutig: wenn der Vermieter irgendwann mal gesagt hat, daß er die letzte Miete nicht haben will (siehe oben), kann er sie später nicht mehr einfordern. Will er sie einklagen und verliert bzw. der Prozeß wird aufgehoben (Aussage gegen Aussage), dann trägt er seine Kosten, falls er welche hatte. Man braucht in vielen Fällen gar keinen Anwalt.
    Außerdem: der Rat, einfach nicht zu zahlen, kam nicht nur von mir und der Schritt ist in dem Fall völlig logisch.

    anitari: Danke für die Auszüge. Jetzt, wo mich Kolinum darauf hingewiesen hat, kenne ich die auch. Zum Einen - woher weiß ich, daß ich ein Sonderkündigungsrecht habe? Hat mich niemand drauf hingewiesen. Die im Gesetz gesetzte Frist für mich zu kündigen, damit die Mieterhöhung nicht wirkam wird, ist verstrichen.
    Zum Anderen - Sachmängel. Wer hat wo definiert, was ein Sachmangel ist, wer ihn feststellen kann und darf? Hier steht wie immer die Ansicht des Mieters gegen die Ansicht des Besitzers. Der Besitzer wird einen offensichtlichen Sachmangel nicht anerkennen, nur weil ich sage, daß es einer sei. Das regeln die Gesetze nicht. Ich kann also erstmal allein nichts machen. Jegliche Form von Rechtshilfe kostet Geld. Geld, daß ich nicht zu investieren bereit bin, nur um einen gerechtfertigten Anspruch durchzusetzen. Das ist gegen jede Vernunft.

    Daher habe ich in dem Fall zwei Möglichkeiten: entweder ich setze mich mit viel Tamtam (Gericht, Kosten, Streit mit Vermieter) durch, er setzt alles instand und kann später erhöhte Miete fordern (in dem Fall zu recht) ODER ich sage nichts, die Miete bleibt gleich und falls er doch auf die Idee kommt, wie jetzt, dann muß ich ihn erinnern. Ich habe Letzteres gewählt. Ist weniger aufreibend.

    Mit der Wohnung kauft er auch Verantwortung, wenn er vermieten will. Ich muß lediglich pünktlich Miete zahlen und zum Glück auch nicht jede, die er haben will.

    Wenn du nichts Konstruktives beizutragen hast, wieso läßt du es nicht einfach? Du weißt natürlich, wie die Welt funktioniert. Was eine Einbildung. Wie ein Anwälte, Politiker oder Richter, die meinen, sie hätten Moral, Gerechtigkeit und Lebensweisheit mit Löffeln gefressen, bloß weil sie ein paar Jahre Jura studiert haben und nun ungerechtfertigterweise über andere bestimmen dürfen.

    Wahnsinn! Du mußt selbst Vermieter sein. Bloß weil jemand 12 Monate Zeit für etwas hat, was auch in 4 Wochen erledigt werden kann, soll er das auch ausnutzen? Wenn wir alle so denken würden, hätten wir griechische Verhältnisse.
    Mit Betreuung hat das nichts zu tun, alle paar Jahre etwas in eine Wohnung zwecks Instandhaltung zu investieren und einmal im Jahr eine NKA abzuliefern. Jeden Monat nachgucken, ob ich pünklich meine Miete überwiesen habe, kriegt er ja auch hin. :(

    Schade, daß man hier keine Dislikes ansetzen kann. Ich bat um Darlegungen, wie ihr das Thema seht. Nicht um Sprüche.

    Wo das Problem ist? Immobilien sind horrend teuer!
    Bei normaler Tilgung und sich daraus ergebender Laufzeit bezahle ich mich für eine kleine Wohnung von 80000€ in 25 Jahren trotz aktuell niedrigen Zinssatzes dumm und dämlich an Zinsen, abgesehen von den anderen Kosten für sog. "Notare", die in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen. Die Wohnung oder das Haus wird letztendlich so teuer, daß auch das Objekt in keinem korrektem Verhältnis zum Kaufpreis mehr steht.

    Aber selbst wenn ich das täte und Eigentümer würde - wieso sollte ich dann besser dran sein? Dann kommen nämlich die ganzen beknackten deutschen Gesetze. Hausgeld, Rücklagen, Auflagen, ortsübliche Abgaben.
    Ich habe erlebt, was Freunde durchmachen mußten, die Häuser gebaut haben. Und was die letztendlich mal bezahlen werden für "die eigenen vier Wände", denn sie sind noch ganz am Anfang. Verschuldung auf Lebenszeit? Nee, lieber nicht.

    Angesicht eines aktuellen Falle frage ich mich, wie ein Mietverhältnis im Allgemeinen verstanden wird. Mein Verständnis ist folgendes:

    Der Besitzer/Vermieter kauft eine Wohnung zum Preis x und vermietet diese zu einer ortsüblichen Miete. Der Mieter zahlt die gleichbleibende Miete. Dafür kann er erwarten, daß die Wohnung vom Besitzer in einem gleichbleibenden Zustand gehalten wird. Dazu muß dieser Geld zurücklegen, was in Instandhaltung bzw. Modernisierung investiert wird.

    Nun kommt's: wenn aber nichts in Instandhaltung fließt, sich also der Zustand der Wohnung durch Benutzung kontinuierlich verschlechtert, sagt die Logik, daß der Vermieter zum Einen nicht gleichbleibend viel Miete erhalten dürfte (sprich, die Miete müßte sinken) bzw. dürfte er keine Mieterhöhung fordern.
    Nun deklarieren unsere unklaren deutschen Gesetze, wie das BGB, haarklein, wann und wie ein Vermieter eine Mieterhöhung fordern kann, aber nicht, wie sich der Mieter dagegen wehren kann. Der Mieter hat als arme Sau meist keinen teuren Rechtsschutz, bräuchte aber einen Anwalt, um sich gegen den Vermieter wehren zu können, weil Gerichte üblicherweise dem Recht geben, der am lautesten bellt. Man ist also immer am zahlen, ob man sich nun wehrt oder nicht. Das Objekt, die Wohnung, ändert sich dagegen nicht. Man bekommt für immer mehr Geld immer weniger Gegenleistung.

    Ich bitte um Darlegung eures Verständnisses eines Mietverhältnisses. Danke.

    Warum wohl? Weil hier der Vermieter gehindert wird, seine Ansicht darzulegen.


    Niemand hindert den Vermieter. Wenn er wollte, könnte er hier seine Meinung äußern.

    Ansonsten, Herr/Frau Kolinum, wieso definieren Sie das hier als ein Meinungsforum? Die URL heißt mietrecht-hilfe.de. Die User erwarten hier Hilfe von anderen. Alle, die die gefragten Themen bereits einmal selbst hatten, können durch Informationen helfen. Meinungen interessieren nicht.

    Genausogut könnte man auch Mieter verdammen, welche Wohnungen vermüllen, keine Miete zahlen und ständig vom Vermieter betreut werden wollen.


    Sicherlich. Aber das ist eine Minderheit und hier nicht relevant. Außerdem bekommt der Vermieter Geld, also muß er auch eine gewisse Betreuung bieten.

    Ich bin seit jeher pünktlich zahlender Mieter und mußte mir von Anfang an Ignoranz des Vermieters ob der einfachsten Dinge gefallen lassen. Ich habe daher keinerlei Verständnis für Wohnungsbesitzer, die vermiten oder das Objekt verwalten lassen. Die geforderte Miete steht selten in einem korrekten Verhältnis zur dafür gebotenen Leistung.

    In meinem Fall sind es "nur" 460,-. Dadurch ergibt sich eine so hohe Abschlaszahlung, dass ich 125,- monatlich für Heizung zahle. Das Doppelte, was ein Single bei (offiziellen) 57qm zahlt.


    Für mich zum Verständnis des Themas mit den Heizkosten. Eine Nachzahlung von 460€ für ein Jahr bedeutet ca. 40€ pro Monat.

    Demnach müßten die Heizkosten vorher etwa 85€ betragen haben. Wie können horrende 85€ Heizkosten für eine 57qm kleine Wohnung entstehen? Was kostet bei Ihnen eine MWh? Ich habe hier ~43qm und ~380€ Heizkosten pro Jahr (2013, weil die Abrechnung von 2014 dauert noch, müßte aber niedriger sein, weil Ölpreis gesunken). Das finde ich gerade so passend.

    Ansonsten, warum wurden die Heizkosten höher? Eigentlich sollten die durch Fernwärme niedriger werden.

    ... haben wir aufgrund der schlimmen Heizungslage allerdings dem Vermieter gesagt, dass wir die letzte Miete nicht mehr zahlen werden. Dies war ihm in den Moment egal und er war einverstanden damit (weil er ja nichts mehr damit zu tun haben wollte.)

    Jetzt wissen wir nicht, wie wir uns richtig verhalten sollen.

    MfG...


    MmN sollte Sie gar nichts zahlen, weil hier vor Gericht Aussage gegen Aussage stehen würde. Wenn er seinerzeit einverstanden war, daß die letzte Miete nicht gezahlt werden braucht, dann kann er später nicht mehr deswegen ankommen. Ich gehe mal davon aus, es wurde nicht schriftlich fixiert.

    Zitat

    Nicht dem Standortpfarrer, sondern doch wohl eher dem Vertragspartner...?


    Den Text nicht gelesen? Hat sie doch gemacht. Ihn hat's nicht interessiert, dafür hatte er wohl zugestimmt, daß die letzte Miete nicht bezahlt. Nun hat er sich es plötzlich anders überlegt. Was geht hier ab? Wieso haltet ihr zum Vermieter?

    Was ich nicht verstehe ist, warum ihr euch nicht selbst um Holz gekümmert habt.


    Wie bitte? Die Frau ist Mieterin und bezahlt ganz sicher auch Heizkosten. Der Vermieter hat für eine warme Wohnung zu sorgen, wie auch immer. Der Mieter soll sich selbst darum kümmern? Lachhaft!

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