Kündigung-Mobing-Behinderter-

  • Hallo ,

    Gestern waren wir beim Wohnungsamt, die haben uns einige Adressen gegeben-was an barrierefreien Wohnungen so gehen könnte.Haben dabei erfahren, das wir auch event. Anspruch auf 80qm hätten------nur: wir sind wirklich mit ca. 60 qm zufrieden.
    Denn wir zahlen unsere Wohnung von der Rente meines Mannes, und nicht vom Amt.


    Im Übrigen werden wir hier im Haus ganz krass von einer ital. Familie gemoppt.
    Der Sohn hat ja meinen Mann angesprochen, weil er seinen Rolli ja unter der Treppe stellt: ,,werde alles versuchen um dich Krüppel hier heraus zu bekommen. Meine Schwester will hier einziehen- und der Vermieter wird es schon richten,das ist unser Freund.,,

    Das ist jetzt 4 Wochen her- mein Mann ist völlig am Boden!

    Heute morgen haben wir dann tatsächlich die Kündigung bekommen. Die Kündigung wurde allerdings von der Tochter des Vermieters geschrieben.
    Grund: der Hund habe nachts gebellt!
    Möchte hier mitteilen, das wir einen wirklich lieben u. ruhigen Hund haben…..der bellt nur um 10 Uhr wenn der Briefträger klingelt.
    Und noch: keiner von den anderen Nachbarn hat sich beschwert, das der Hund bellt.(habe nachgefragt)
    Unsere Vermutung:
    die Androhung der ital. Familie wird wohl so sein:
    die erwachsene Tochter will hier rein, denn wir konnten mal ein Gespräch mit anhören auf dem Balkon, dort sagte die Tochter zur Mutter----dann könnten wir einen Durchbruch machen, dann wäre es optimal.
    …….dazu kommt, das der Aufzug alle 3 Tage streikt- mein Mann dann immer den Hausmeister kontaktiert- die Aufzugsfirma kommt dann, und sagt dann, der Vermieter sollte besser einen neuen Aufzug einbauen…., denn es lebt ja ein Gebehinderter mit Rolli im Haus.


    Aber das letzte Glied in der Kette als Grund zu nehmen um zu behaupten, das der Hund bellt…….—das ist zu arg.

    Er meinte, dass der Vermieter vielleicht Angst hat, einen Schwerbehinderten im Haus zu haben.
    Mein Mann hat Pflegestufe 1 mit PEA, sitzt wegen MS im Rollstuhl.

    Ich habe heute direkt einen Termin bei einem Anwalt gemacht, der meinte auch, dass eine Kündigung- soweit sie gar nicht vom Eigentümer kommt- unwirksam ist.Denn den Mietvertrag haben wir seinerzeit mit der Mutter gemacht.Auch unsere Miete zahlen wir an die Mutter.
    Im Kündigungsschreiben behauptet die Tochter jedoch, sie wäre die Eigentümerin.

    Gut----habe am Montag jetzt einen Termin dort. Mal hören, was jetzt so gemacht werden könnte.

    Für uns ist jetzt absolut klar: hier ist das Mietverhältnis zerrüttet. Hier werden wir seit ca. 10 Monaten gemobbt—und nur, weil mein Mann behindert ist.


    Es ist alles so traurig. Mein Mann kann kaum gehen, hat einen Rollstuhl, hat Pflegestufe 1 , hat eine furchtbare Angst------
    Wir wollten zwar im nächsten Jahr mal uns nach einer barrierefreien Wohnung umschauen, doch im Moment ist das nicht zu stemmen.

  • Naja, wenn die Tochter die Wohnung will, werdet ihr gemobbt, dass ihr auszieht. Das hat mit Behinderung nichts zu tun. Das ist nur eine gute "Angriffsfläche". Ich kenne das, denn sowohl meine Frau ist behindert (MS) als auch mein Vater (google: der Tigermann).

    Die Kündigung dürfte unwirksam sein. Die Eigentümerin bzw. deren bevollmächtigte Vertretung darf kündigen. Aber wegen Hundegebells muss erst einmal abgemahnt werden. Und diese Abmahnung muss nachvolziehbar und begründet sein. Hat man schon genügend Nachbar im Haus auf der eigenen Seite, die bezeugen, dass das angemahnte Hundegebell nur ein Vorwand ist und evtl. gar nicht stattgefunden hat, kann man sich erfolgreich gegen die Abmahnung wehren.

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