Altbau aus dem Jahr 1954 (DDR)

  • ich lebe seit dem august 2008 hier in einer 3 zimmer wohnung, 65 qm für ne miete von 199 euro warm.

    vorher wurde die wohnung von der gemeinde verwaltet und seid dem 01.01.2010 wurden wir zwangseingemeindet und nun ist eine große wohnungsbaugesellschaft die verwaltung.

    als ich eingezogen bin war die wohnung mit nur einer heizmöglichkeit in der küche (ölofen) und im wohnzimmer (nachtspeicherofen aus dem jahre 1977, damals von der vormieterin auf eigene kosten eingebaut). als ich die erste abrechnung von der envia über den nachtspeicherofen bekam, musste ich 500 euro nachzahlen und das für 3 monate betrieb, vom oktober bis dezember. dann habe ich die gemeinde damals noch angefleht baut mir das ding raus und nen anderen ofen rein, hat geklappt haben mir dann einen ölofen ins wohnzimmer gebaut. dann hatte ich noch diese alten holzfenster drin, uralt von 1954. waren so defekt, dass die gemeinde dann vor übergabe an die neue verwaltung noch neue fenster eingebaut hat. darauf hin folgte dann eine mietminderung von bei mir ca. 11euro. da ich aber zwischenzeitlich schon bei nem anwalt war und ne mietminderung gemacht habe zahle ich nach wie vor 199 euro für die bude.

    soviel zum anfang. nun die wohnung bzw. das ganze haus umfasst 4 wohneinheiten...in der einen bude schimmelt es wie verrückt, die werden da oben alle krank..dann ist die haustür noch ne uralte holzhaustür mit einfachem glas drin die durch die mieter mehrmals repariert wurde und nun anfängt zu vermodern und zu verschimmeln...dann haben die uns den notausgang zu gebaut,...kellerräume sind feucht und alles vermodert da unten, dann meine wohnungseingangstür (auch noch so ne uralte mit glas drinne und so)ist so defekt das es zieht (ich wohne im erdegschoss und durch die defekte haustür spare ich auch trotz neuer fenster nicht an heizöl)
    im bad schimmelt mir das wassrrohr was von oben kommt ich zahle mich dumm und dämlich an strom weil ich im bad im winter einen heizkörper anhabe (2000w)...keine heizmöglichkeit im schlafzimmer und die im kinderzimmer habe ich selbst eingebaut (ölofen).

    im großen und ganzen müsste hier ne komplettsanierung stattfinden, nur wird man vertröstet von einem tag auf den andern..kein geld, kein geld und so weiter...wir haben hier alle die schnauze voll...der winter, wenn der wirklich wieder so hart wird ziehe ich mit meiner kleinen tochter zu meinen eltern...wir mieter schreiben uns dumm und dämlich und auf meinen anwalt hört die verwaltung auch nicht...eine partei hat ne neue wohnungseingangstür und die anderen schauen zu...

    was kann ich tun? zur polizei gehen, zum bürgermeister...ich will hier nicht resignieren ich kann nicht so einfach umziehen..bin auf meine eltern angewiesen wegen der arbeit und meiner kleinen tochter..

    ach es gibt noch viele viele mängel mehr...sollen wir mieter ne revolte starten und streiken....??????

  • danke für diese antwort...aber was soll denn der anwalt machen wenn die nicht auf ein schreiben reagieren das einzige was die mal geschrieben haben ist das sie die mietminderung akzeptieren...das wars...es betrifft ja nicht nur meine wohnung das ganze haus ist in einem desolatem zustand...die 2 parteien die erstbezug sind und rentner sind die haben bisher alles selber repariert und sich selber das angebaut oder eingebaut wie sie eben wollten...für die war damals diese wohnung luxus und nun haben sie aber die schnauze auch voll aber wolen sich mit keinem rumhermachen...ich bin hier wie der mietersprecher im hause und sehe nur das es wirklich schöne wohnungen sind, vom schnitt her und so und zu schade sind um diese noch mehr verkommen zu lassen bzw. das ganze haus...die alteingesessenen mieter haben sich bis heute immer um alles gekümmert. wie hausmeister eben, sind keiner gemeinde oder wie jetzt diese große wohnungsbaugesellschaft auf den sack gegangen aber irgendwann können die auch nicht mehr, so wie jetzt und haben die nase gestrichen voll..........es hieß vor kurzem noch die elektrik soll erneuert werden weil die ja auch aus dem jahre 1954 stammt und schon in jeder wohnung mal was gebrannt hat und mal was geflickt wurde....das geht doch so aber nicht mehr wir wohnen hier in ner tickenden zeitbombe aber es ist eben auch schwer, gerade für die alten leutchen hier zu resignieren....

    wiederum sieht man aber wie dann im dorf ein neuer sportplatz errichtet wird oder ne neue feuerwehr...das passt alles nicht...wir sind hier auf der strecke geblieben...gibt es nicht auch sowas wie investitionszulage und und und....

  • Hallo Mell,
    tut mir leid, dass es be Euch so aussieht.
    Aber wie können wir Dir denn helfen? Ob ausser dem bereits angesprochenen Anwalt vielleicht die politische Opposition weiterhelfen kann? Ein offenes Ohr haben die auf jeden Fall...

  • Hier beisst sich sprichwörtlich die Katze in den Schwanz.

    Die hier geschilderte Problematik trifft leider auf zahlreiche Objekte in den Neuen Bundesländern zu. Der Zustand der Häuser ist äußert marode. Erschwerend kommt hinzu dass langfristige Mietverträge existieren und die vereinbarten Mieten derart niedrig sind, dass (wenn überhaupt) nur die allernotwendigsten Reparaturen durchgeführt werden können.

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