Mein Opa muss 1000 Euro nachzahlen - Hilfe :-(

  • Hallo liebe Mitglieder,

    mein Opa lebt alleine in einer ca. 65qm großen Wohnung und muss jedes Jahr sehr hohe Summen nachzahlen. Dieses Jahr ist es ein Rekordbetrag über 989 Euro. Weder ich noch meine Eltern kennen sich mit sowas gut aus, deshalb wollte ich hier um Rat fragen, ob die Kosten, die in der Abrechnung genannt sind, überhaupt realistisch und umlagefähig sind. Ich bedanke mich im Voraus für die Antworten.
    Hier der Link zur Abrechnung.

    img63718n7tzwkeyf.jpg auf fotos-hochladen.net

    Gruß

    Valentina

  • Die Abrechnung ist schon einmal formell falsch, weil die geleisteten Vorauszahlungen nicht erwähnt worden sind. Oder stammen die händischen Notizen vom Vermieter?

    Unabhängig davon sind die Kosten der Fa. Ista auf den ersten Blick natürlich sehr hoch. Wie sieht es denn mit dem Heizverhalten aus? Wie hoch ist der Wasserverbrauch? Über 1.800 EUR für ein recht warmes Jahr sind schon immens.

    Lag die Abrechnung der Fa. Ista bei? Wenn ja, bitte mal hochladen. Im Übrigen solltest Du die persönlichen Angaben unkenntlich machen.

    Tendenziell sind die Kosten wohl alle umlagefähig, allerdings kommt es hier immer auf die vertraglichen Vereinbarungen an.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

    Einmal editiert, zuletzt von Leipziger82 (24. März 2015 um 11:52)

  • Der Kostentreiber ist die Heizkostenabrechnung.
    Machen Sie eine Kopie uns stellen diese hier ein. Persönliche Daten schwärzen.

    Ansonsten kann ich keine Fehler entdecken.

  • Vielen Dank für die Antwort. Die handschriftlichen Angaben stammen vom Vermieter.
    Da mein Opa kaum rausgeht, heizt er schon viel, zumindest im Wohnzimmer und Schlafzimmer, aber der Warmwasserverbrauch dürfte nicht so hoch sein, er wird 1-2 Mal die Woche gebadet und das wars.
    Die Abrechnung von Ista liegt leider nicht bei, kann ich diese beim Vermieter anfordern?
    Danke für den Hinweis, ich finde leider nicht die Möglichkeit, meinen Beitrag zu editieren.

    Die Abrechnung ist schon einmal formell falsch, weil die geleisteten Vorauszahlungen nicht erwähnt worden sind. Oder stammen die händischen Notizen vom Vermieter?

    Unabhängig davon sind die Kosten der Fa. Ista auf den ersten Blick natürlich sehr hoch. Wie sieht es denn mit dem Heizverhalten aus? Wie hoch ist der Wasserverbrauch? Über 1.800 EUR für ein recht warmes Jahr sind schon immens.

    Lag die Abrechnung der Fa. Ista bei? Wenn ja, bitte mal hochladen. Im Übrigen solltest Du die persönlichen Angaben unkenntlich machen.

    Tendenziell sind die Kosten wohl alle umlagefähig, allerdings kommt es hier immer auf die vertraglichen Vereinbarungen an.

  • Ich gehe davon aus, dass die handschriftlichen Ergänzungen vom Vermieter eingetragen wurden. Das ist wohl eine Vorlage der WEG-Verwaltung, die sie dem Wohnungseigentümer überlassen haben, und die der Wohnungseigentümer personalisieren konnte.
    Daher sind wohl auch keine Grundsteuer auf der Abrechnung, da diese ja der WEG unbekannt sind und jeder Wohnungseigentümer dafür selber steuerpflichtig ist. Die Abrechnung hätte also noch teurer werden können.

    Mit 2,80 EUR monatlich pro m² sind die Heizkosten / Warmwasserkosten natürlich enorm.
    Aber das ist - muss ich leider sagen - bei alten Menschen oft so. Im höheren Alter ist man wohl kälteempfindlicher.

    Ich kann keine Fehler auf die Schnelle entdecken, außer dass die Abrechnung höher hätte sein können wegen der nicht umgelegten Grundsteuer.

    Ggf. lässt sich der Vermieter auf eine Ratenzahlung ein. Und die Vorauszahlungen sollten angepasst werden.

  • Zitat

    Die Abrechnung von Ista liegt leider nicht bei, kann ich diese beim Vermieter anfordern?

    Ja, das Recht zur Belegeinsicht hast Du.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Vielen Dank für die Antwort. Das mit der Anpassung lohnt sich wohl nicht mehr, da mein Opa bald ins Altersheim zieht. Wissen Sie, ob es möglich ist, dass er vom Sozialamt Unterstützung kriegt? Seine Rente ist sehr niedrig :(

    Ich gehe davon aus, dass die handschriftlichen Ergänzungen vom Vermieter eingetragen wurden. Das ist wohl eine Vorlage der WEG-Verwaltung, die sie dem Wohnungseigentümer überlassen haben, und die der Wohnungseigentümer personalisieren konnte.
    Daher sind wohl auch keine Grundsteuer auf der Abrechnung, da diese ja der WEG unbekannt sind und jeder Wohnungseigentümer dafür selber steuerpflichtig ist. Die Abrechnung hätte also noch teurer werden können.

    Mit 2,80 EUR monatlich pro m² sind die Heizkosten / Warmwasserkosten natürlich enorm.
    Aber das ist - muss ich leider sagen - bei alten Menschen oft so. Im höheren Alter ist man wohl kälteempfindlicher.

    Ich kann keine Fehler auf die Schnelle entdecken, außer dass die Abrechnung höher hätte sein können wegen der nicht umgelegten Grundsteuer.

    Ggf. lässt sich der Vermieter auf eine Ratenzahlung ein. Und die Vorauszahlungen sollten angepasst werden.

  • Zitat

    Wissen Sie, ob es möglich ist, dass er vom Sozialamt Unterstützung kriegt?

    Keine Ahnung. Das hängt sicher vom Einkommen, bzw. der Rente ab. Fragen kostet aber nichts.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Vielen Dank für die Antwort. Das mit der Anpassung lohnt sich wohl nicht mehr, da mein Opa bald ins Altersheim zieht. Wissen Sie, ob es möglich ist, dass er vom Sozialamt Unterstützung kriegt? Seine Rente ist sehr niedrig :(

    Also, ich weiß, dass es sowas gibt, aber ich weiß nicht, was für Umstände da eintreten müssen.
    Ich musste vor zwei Jahren einer alten, behinderten Frau eine Nachzahlung von 2.500 EUR zukommen lassen (4 Wochen vor Weihnachten)... Die hat dann das Sozialamt übernommen. Die Dame bekam sonst Rente, da schon steinalt und behindert (Rollstuhl).

    Ich denke, da kann man das Sozialamt einfach mal fragen, denn fragen kostet nichts. Sorry, dass ich da nicht weiter helfen kann, aber mit Sozialrecht kenn ich mich nur rudimentär aus... gerade mal das wenige, was man als Verwalter wissen sollte.

  • Die KOsten für die Dienstleistungen wie Hausreinigung etc sind normal. Die Heizkosten sind mit ca 160 pro MOnat allerdings happig. Da wirds dein Opa das ganze Jahr über richtig mollig warm in der Wohnung haben. Wenn das allerdings jedes Jahr so läuft hätte die NK Vorrauszahlung längst mal entsprechend angepasst werden müssen.

    Je nach Einkommen (Rente) wäre eine teilweise KOstenübernahme durch einen Sozialleistungsträger denkbar, allerdings zahlen die nicht rückwirkend, immer erst ab Antragsstellung. Da müsst ihr einfach mal grundlegend einen Anspruch auf Sozialleistungen prüfen lassen und bei Anspruch übernimmt dann eine Sozialbehörde das nächste Jahr die KOsten. Heizkosten aber nie zu 100%, da muss man immer nen teil selbst von tragen.

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