Heizkosten haben sich mehr als verdreifacht bei leicht höherem Verbrauch!

  • Hallo,

    ich habe vor ein drei Monaten eine Nebenkostenabrechnung bekommen wo alle Kosten sich mit den letzten 5 Jahren in etwa decken nur die Heizkosten sind extrem abgehoben.
    Es handelt sich dabei um unsere alte Wohnung, die Belege habe ich eingefordert (und nach 3 Monaten bekommen) und auch diese zeigen, dass zumindest die angegebenen Beträge und Verbräuche abgerechnet wurden.
    Bei meiner alten Wohnung gab es ein Vorder- und Hinterhaus mit insgesamt 20 Wohnungen, von denen eigentlich 16 dauerhaft bewohnt waren.

    Der Verbrauch des Vorder- und Hinterhauses lag
    2011 bei ca. 100.000kWh
    2012 bei ca. 77.000kWh
    2013 bei ca. 250.000kWh
    da staunt man nicht schlecht!

    anbei noch unsere Kosten der letzten 3 Abrechnungszeiträume:

    Heizung 2011 Kosten pro Einheit in € Verbrauch Summe pro Monat
    484,46 € Nebenk.+Zusatz 1,614053 bei 65,7 m² 106,04 € 8,84 €
    2.082,48 € Verbrauch 0,108305 3759,32 407,15 € 33,93 €
    513,19 € 42,77 €

    Heizung 2012 Kosten pro Einheit in € Verbrauch Summe pro Monat
    1.419,15 € Nebenk.+Zusatz 1,294809 bei 65,7 m² 85,07 € 7,09 €
    3.311,32 € Verbrauch 0,073965 4980,922 368,42 € 30,70 €
    453,49 € 37,79 €

    Heizung 2013 Kosten pro Einheit in € Verbrauch Summe pro Monat
    5.240,65 € Nebenk.+Zusatz 4,781484 bei 65,7 m² 314,14 € 26,18 €
    12.228,19 € Verbrauch 0,218609 6261,665 1.368,86 € 114,07 €
    1.683,00 € 140,25 €

    bzw. Screenshot http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/heiz8mzief31rx.jpg

    Nun meine Fragen, kann sich das wirklich allein aus dem Verbrauch begründen, können 25% mehr verbrauchte Einheiten wirklich 250% höhere Kosten bedeuten? Sollte nicht das Verhältnis aus verbrauchten Einheiten in etwa jedes Jahr mit den verbrauchten kWh übereinstimmen?
    Könnte es sein, dass jemand einen Heizkörper ohne Zähler irgendwo eingebaut hat und fleißig den Verbrauch hochgejagt hat? Würde sich sowas nachweisen lassen?

    Vielen Dank im Voraus!
    Unser nächster Schritt wäre wohl nun die Rechtsberatung oder Mieterschutzbund, wenn unsere Vermutung begründet ist, dass das nicht passen kann.

  • Hallo Makavelix,

    ein fast vierfacher Verbrauch muss natürlich zu Denken geben. Aber ohne die HK-Abrechnungen im Detail gesehen und verglichen zu haben, kann man bzw. ich noch nichts dazu sagen.

  • Deine Mühe alles zu dokumentieren in allen Ehren. Nur ist das alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Genau gesagt NICHTS.

    Du gibst lediglich, soweit ich das aus dem Zahlen-Wirrwarr erkennen kann, Deine persönliche Wohnfläche und Kosten an.

    Das sagt aber rein gar nichts über die Gesamtkosten der Heizungsanlage bzw. des Hauses aus.

    Ein Scann der jeweiligen Heiz- und Nebenkostenabrechnungen wäre schon aufschlussreicher.

    Und zu den monatlichen Vorauszahlungen schreibst Du auch nichts. Bei knapp 66 m³ sollten das mindestens 132 € sein.

  • Der Verbrauch von Wasser (kalt und warm) erscheint mir bei einem so großen Objekt relativ gering. Kann es sein das Wohnungen länger leer standen?

    Das wäre eine Erklärung für die ziemlichen hohen Kosten.

    Denn der Heizanlage ist es egal ob viel oder wenig verbraucht wird, sie tut was sie tun muß, Wärme und Warmwasser erzeugen.

    Und jetzt wo ich weiß das das ganze in Sachsen spielt habe ich noch eine Erklärung.

    Der sehr kalte und nicht enden wollende Winter 2012/13. Die Heizperiode ging bis in den Mai und selbst die erste Hälfte des Juni war noch nicht wirklich heizfrei.


    Die Kosten der Abrechnung sind übrigens nicht umlegbar.

    Die Kaltwasserkosten sind kurios. Gibt es das wirklich, vor allem im Osten von Deutschland, das Abwasser billiger als Frischwasser ist?

  • 2012 kann ich nicht finden 2011 habe ich aber.

    http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/3nd53bg8oiz.jpg
    http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/4l871fwiq0z.jpg

    Ja im Osten wurden früher viele überdimensionierte Kläranlagen gebaut. Wasser sparen nützt hier nichts, da wir die eigentlich auslasten müssen, sonst wirds teuer.

    2013 waren Vorder- und Hinterhaus fast voll belegt bis auf 2 Wohnungen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Makavelix (10. Februar 2015 um 16:38)

  • Kosten für den Abrechnungsservice, d. h. für die Abrechnung der allgemeinen Betriebskosten, gehören nicht zu den umlagefähigen Kosten (AG Hamburg 37a C 258/99). Nur die Kosten für die Erstellung der verbrauchs- bzw. verursachungsabhängigen Abrechnung der Heizungs-, Wasser- und Müllkosten dürfen angesetzt werden.

  • Ist bisher irgendwas auffällig? Die Abrechnung von 2012 kann ich wirklich nicht finden, wäre die besser gewesen als Vergleich.
    Noch was zu den Wasserverbräuchen, also die meisten Nachbarn sind Singles...

  • Ist bisher irgendwas auffällig?

    Ja, Das Du im Osten Deutschlands wohnst und dort das 1. Halbjahr 2013 bis weit in den April bitter kalt war.


    Haste mene Antwort nisch jeläsen?

  • Der Wärmeverbrauch ist bei Ihnen von 2011 zu 2013 um 66% gestiegen.
    Das erklärt in erster Linie den enormen Anstieg der Kosten.
    Vergleichen Sie akribisch jeden Posten aus 2011 zu 2013 und Sie werden um einigs klüger sein.

    Die Abrechnung von 2012 kann ich wirklich nicht finden, dann frage ich mich wo Sie die Zahlen für 2012 her haben.

  • Der Wärmeverbrauch ist bei Ihnen von 2011 zu 2013 um 66% gestiegen.
    Das erklärt in erster Linie den enormen Anstieg der Kosten.
    Vergleichen Sie akribisch jeden Posten aus 2011 zu 2013 und Sie werden um einigs klüger sein.

    Die Abrechnung von 2012 kann ich wirklich nicht finden, dann frage ich mich wo Sie die Zahlen für 2012 her haben.

    Die Zahlen der letzten 5 Jahre habe in Excel, aber nur das was mich betrifft.
    wenn ich in 2 Jahren 66% mehr verbraucht haben kann ich aber doch bei gleichem Gaspreis nicht das Dreifache bezahlen.

    das einzige auffällige ist der mehr als dreifache Gesamtverbrauch. Beim Rest gehe ich ja mit.
    Für mich ist das unverhältnismäßig.

    Einmal editiert, zuletzt von Makavelix (11. Februar 2015 um 18:07)

  • ich habe jetzt 2012 gefunden, evtl. lässt das einen genaueren Vergleich zu?
    http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/5x3shcopndw.jpg
    http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/6zm42qvuxni.jpg

    man sieht schön, dass die Heizkosten insgesamt das 3,7-fache betragen, bei knapp 26% mehr Verbrauch.


    Tipp vorab: Mit Excel lässt sich ganz prima eine Liste erstellen, in der Du die Einzelposten miteinander vergleichst. Ich habe -zig Tabellen für alle meine Mieter und latürnich auch für meine Mietwohnung. Beispiel: Wert 2011, Wert 2012, Veränderung/%, Wert 2013, Veränderung/%, Wert 2014 usw.
    Nur die Privatstromverbräuche meiner Mieter monitore ich nicht; heisse zwar Johnny, aber nicht Controlletti...:rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von Berny (15. Februar 2015 um 13:15)

  • Das habe ich ja alles seit 2009 und deswegen finde ich auch, dass die Heizkosten horrend hoch sind. Bei allen anderen Kosten kann ich bedenkenlos mitgehen, da kommt es mir auch nicht auf die paar Euro an, aber so viel mehr an Heizkosten erklärt sich mir weder an Mehrverbrauch noch am langen Winter.

  • Das habe ich ja alles seit 2009 und deswegen finde ich auch, dass die Heizkosten horrend hoch sind. Bei allen anderen Kosten kann ich bedenkenlos mitgehen, da kommt es mir auch nicht auf die paar Euro an, aber so viel mehr an Heizkosten erklärt sich mir weder an Mehrverbrauch noch am langen Winter.


    Dann vergleiche doch mal selbst miteinander: Brennstoffkosten, Stromkosten, Schornikosten, Wartungs- und Betriebsraumreinigungskosten, HKV-Miete- und Providerkosten. Und, woran liegt's?

  • wenn ich mit nur mein Heizverhalten angucke sieht das so aus:

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    Ich hätte demnach mit etwa 600€ Heizkosten gerechnet.
    In den wirklich kalten Jahren wurden 10000€ verheizt aber keine 17000€.
    und im Winter stand nie eine Wohnung leer.

    2 Mal editiert, zuletzt von Makavelix (15. Februar 2015 um 15:46)

  • Die Mehrkosten liegen allein am Bezug von Erdgas, statt 77000kWh sind es 250000kWh.
    Ich habe jetzt eine Aufstellung der Heizkosten aller Mieter.
    Unser Anteil an den Gesamtkosten ist jedes Jahr 11% bei genau 19 Wohnungen von denen 17 ganzjährig bewohnt waren.
    Unsere Nachbarn links haben 9%, die unter uns 9% und die unten links 11%.
    Also 4 von 19 Wohnungen zahlen 40% der gesamten Heizkosten. Im Vorderhaus liegt der Anteil bei 0,25-3%.

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