Wir haben unsere Wohnung fristgerecht zum 31.01.2015 gekündigt. Mitte Januar gab es eine Vorbesichtigung durch den Vermieter wo uns mitgeteilt wurde, dass wir die komplette Wohnung streichen sollen, außer an den Wänden an denen sich Schimmel befindet (Schimmel ist in Küche und Schlafzimmer. Dieser wurde nicht von uns verschuldet, sondern liegt an der Bausubstanz des Hauses (ungedämmt, nasser Keller, keine Drainage...). Das gleiche Schimmelproblem haben auch unsere Nachbarn und unser Vormieter). Außerdem sollten wir auch das Bad belassen, da es bis zur Decke gefliest ist. Vor dieser Besichtigung hatten wir die Wohnung leer geräumt und gesäubert (Fenster und Rahmen geputz, Türen gereinigt, Boden gewischt und mit Laminatpflege bearbeitet, Steckdosen und Schalter gereinigt, Fliesenspiegel in Küche abgewischt).
Daraufhin habe ich mit einem Bekannten (er besitzt selbst eine Baufirma und ist kein Laie) die Wohnung geweißt. Die Wände welche vorher farbig waren haben wir mehrfach überstrichen, um eine gute Deckung zu erzielen.
Tags drauf habe ich festgestellt, dass an einer Stelle im Wohnzimmer wieder das Nikotingelb des Vormieters durch schien (Vormieter war starker Raucher, ein Malermeister der die Wohnung für ein Angebot angesehen hat sagte auch, dass die Wände nicht deckend von Vormieter (oder Vermieter gestrichen wurden)). Deshalb habe ich diese Stelle nochmal ausgebessert. Ich habe die verschmutzten Stellen auf dem Fußboden und an Fliesen und Steckdosen entfernt.
Netterweise haben wir eine Wohnungsübergabe am 26.01.2015 zugestimmt, damit der Vermieter noch die Schimmelstellen beseitigen kann (Neuvermietung ab 01.02.15). Bei der Wohnungsübergabe wurde mir mtgeteilt die Wohnung sei in einem schlechten Zustand (ich habe Fotos die das Gegenteil beweisen). Der Wasserhahn im Bad war noch vom Abwaschen der Pinsel etwas schmierig (was ich noch vor den Augen der Vermieter beseitigt habe), der Fußboden sei schmierig (ich hatte ihn eben nicht nochmal poliert, da ja nochmal Handwerker rein mussten, aber er war nicht verunreinigt, sondern nur Wischspuren (Fotobeweis)), ich hätte nicht alles gestrichen (sie hatten die ausgebesserte Stelle gesehen und im Kinderzimmer hatte ich eine kleine Stelle vergessen). An der Badezimmertür war eine kleine Schramme die wahrscheinlich beim Auszug passiert ist, welche ich aber leider nicht bemerkt hatte. Das stand auch alles im Übergabeprotokoll. Und die Wohnungsverwalterin hat mich behandelt als wäre ich nur niederes Fußvolk, welches man herunter machen kann (habe auch Familie und Arbeit).
Jetzt im Nachhinein wird es noch schlimmer. Der Vermieter rief meinen Lebensgefährten an und teilte ihm mit, der Fliesenspiegel in der Küche war so verschmutzt, dass er nur mit Spezialreiniger gesäubert werden konnte (habe gegenteiligen Fotobeweis), Wohnzimmer und Kinderzimmer mussten neu gestrichen werden (habe Fotos dass alles geweißt war), er hätte alle Steckdosen abschrauben müssen um sie in Wasser mit Geschirrspülmittel einzuweichen (habe Fotos der sauberen Steckdosen) und die Tür im Badezimmer musste komplett ersetzt werden, da sie so beschädigt war (habe Foto des kleinen Schadens).
Also sieht man hier die Absicht des Vermiters so viel wie möglich von der Kaution einzubehalten. Er führt auch alle Arbeiten selbst durch.
Ich habe die Fotos meinem Chef gezeigt, welcher selbst Vermieter ist und er sagt mit der Wohnung sei alles in Ordnung (geweißt - vorher grüne Wände - jetzt weiße Wände, sie ist sauber, und der kleine Schaden an der Tür hätte durch Reparatukit behoben werden können).
Wie soll ich mich jetzt verhalten, schließlich möchte ich nicht auf mein Geld verzichten, vorallem da ich es für ungerechtfertigt halte. Ich möchte aber einen gerichtlichen Weg vermeiden, da das ja weiter Kosten bedeutet.
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.