Hallo,
ich würde mich über ein wenig Hilfe in meinem speziellen Fall sehr freuen.
Wir sind zum 1.Juli letzten Jahres in eine Neubau-Wohnung gezogen, die zunächst sehr schön wirkte. Seitdem sind aber einige Probleme aufgetreten:
1) Im Dezember war ein Bausachverständiger da und hat festgestellt, dass einige Fenster und Fensterbänke herausgenommen und neu eingesetzt werden müssen, damit das Haus dicht genug wird um als KfW-70 Haus eingestuft werden zu können. Der Vermieter hatte mich beruhigen wollen, dass ich mich um nichts kümmern müsste, selbst die Wände würden von einer Firma neu gestrichen etc.....allerdings muss für diese Reparatur auch unsere EBK herausgenommen und anschließend neu eingebaut werden.....genauere Termine für diese Maßnahmen stehen aber nicht fest, es soll geschehen ,,wenn es wieder wärmer draußen wird....".
2) Ohne uns Vermieter zu fragen, wurde das Haus der Straße auf der anderen Seite im September zugeordnet. Das heißt, dass irgendwann ein Brief kam mit der Information, dass unser Haus bald eine neue Postanschrift bekommen würde. Dieses ,,bald" war dann 14 Tage später! Zum Glück wohnen wir in einer sehr kleinen Stadt, sodass wir mit dem Briefträger direkt sprechen konnten und er bescheid wusste. Aber das hieß für uns, dass wir wieder zu allen Behörden laufen durften um alle Papiere ändern zu lassen etc....Damit war ich ca. eine Woche lang jeden Nachmittag beschäftigt.
3) Es wurde uns danach aber NIE ein neuer Mietvertrag vorgelegt, der auf die neue Adresse ausgestellt wurde.
4) Des Weiteren wurde uns verschwiegen, dass nach unserem Einzug direkt nebenan auf dem Nachbargrundstück ein weiteres Mehrfamilienhaus gebaut werden würde. Dies hat im Herbst begonnen und bedeutet für uns seitdem eine erhebliche Belastung durch Lärm und Schmutz.
5) Im Mietvertrag steht, dass wir 40 Euro für einen Carport und einen Schuppen für Fahrräder bezahlen sollen. Diese 40 Euro fließen seit dem Bau des Carports, nur auf den Schuppen warten wir weiterhin vergeblich...
Nun möchten wir so schnell es geht aus der Wohnung raus, da wir einfach nur unglücklich sind und auch nicht hier wohnen möchten, wenn jemand uns die Fenster herausnimmt und Fensterbänke aus der Wand holt. Ich denke dabei wäre die Staub- und Lärmbelästigung alles andere als lustig.
Nun zum Hauptproblem: Wie bereits erwähnt, wohnen wir erst seit dem 1.Juli 2014 in der Wohnung. Im Mietvertrag steht leider die Klausel, dass beide Parteien in den ersten 12 Monaten auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichten.
Gibt es eventuell eine Möglichkeit aufgrund der Situation doch eher aus dem Vertrag heraus zu kommen? Brauche ich dafür dann einen Anwalt oder kann ich auch selbst die Situation schriftlich schildern und den Vermieter bitten, uns aus dem Vertrag zu entlassen? Soweit kommen wir mit dem Vermieter eigentlich klar. Da dies so nette Menschen sind, haben wir auch bis jetzt einfach noch nichts gesagt.
Schon einmal sehr vielen Dank für Hilfe!