Nebenkostenabrechnung - Heizkostensteigerung

  • Hallo werte Mietrecht-Hilfe Gemeinde,

    ich bin neu hier im Forum. Grund dafür sind meine Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre , und ich hoffe ich bekomme mit eurer Hilfe etwas Licht in die bestehenden Unklarheiten.

    Erstmal ein paar Eckdaten zur Wohnung.

    Wohnort: Leipzig
    Wohnfläche: 51 qm
    Etage: 4 (Dachgeschoss)
    Heizung: Fernwärme
    Anzahl der Personen im Haushalt: 1

    Ich habe vor einer Woche die Nebenkostenabrechnung für 2013 erhalten, mit einer Aufforderung zur Nachzahlung von 796 € (gesamt: 1774 €). Das ist eine Erhöhung von 343 € zu 2012. Meine "Problem" ist, das sich meine Nebenkosten, bei nahezu gleichbleibenden Verbrauch, seit einigen Jahren kontinuierlich um mehrer hundert Euro pro Jahr erhöhen und ich würde gerne wissen ob das realistische Preiserhöhungen sind, oder vielleicht doch irgendwo ein Fehler liegt.

    Hier mal eine Zusammenfassung von 2009 - 2013:

    Nebenkosten 2009
    Gesamt: 1097 Euro
    Verbrauch Heizung (30/70): 1982 Einheiten (676 Euro) (0,224426 € pro Einheit)
    Verbrauch Warmwasser (30/70): 12,80 (270 Euro)
    Verbrauch Kaltwasser: 33,75 (106 Euro)

    Nebenkosten 2010
    Gesamt: 953 Euro
    Verbrauch Heizung (30/70): 2319 Einheiten (589 Euro) (0,167849 € pro Einheit)
    Verbrauch Warmwasser (30/70): 14,73 (217 Euro)
    Verbrauch Kaltwasser: 33,88 (109 Euro)

    Nebenkosten 2011
    Gesamt: 1083 Euro
    Verbrauch Heizung (30/70): 1651 Einheiten (605 Euro) (0,255690 € pro Einheit)
    Verbrauch Warmwasser (30/70): 21,06 (307 Euro)
    Verbrauch Kaltwasser: 44,59 (139 Euro)

    Nebenkosten 2012
    Gesamt: 1432 Euro
    Verbrauch Heizung (30/70): 2101 Einheiten (880 Euro) (0,310017 € pro Einheit)
    Verbrauch Warmwasser (30/70): 22,09 (378 Euro)
    Verbrauch Kaltwasser: 48,46 (140 Euro)

    Nebenkosten 2013
    Gesamt: 1774 Euro
    Verbrauch Heizung (30/70): 2267 Einheiten (1174 Euro) (0,388840 € pro Einheit)
    Verbrauch Warmwasser (30/70): 23,70 (417 Euro)
    Verbrauch Kaltwasser: 49,63 (149 Euro)

    Ich weiß ja, dass die Heizkosten in den letzen Jahren gestiegen sind, aber ist eine Verteuerung in vier Jahren um ca. 100% realistisch? Ich will mich nicht davor drücken entstandene Kosten zu bezahlen. Ich möchte nur wissen ob das alles mit rechten Dingen zu geht. Ich war schon drauf und dran einfach zu bezahlen, aber Freunde und Nachbarn, sind der Meinung "Das kann doch nicht stimmen!" und haben mich dadurch verunsichert.

    Vielleicht könnt ihr mir ja diesbezüglich helfen.

    Ich danke schon mal im Voraus und wünsche einen schönen Samstagabend.

    MfG, Timi74.

  • Haööo Timi74,

    ich kann lediglich mit Zahlen aus meiner Immobilie mit 5 WE dienen:
    Die Kosten für Heizung und Bauchwassererwärmung betrugen
    2013: 1730€
    2012: 2618€
    2011: 2060€
    2010: 1996€
    2009: 2228€
    2008: 3039€
    Ich bezweifele, dass man da eine gewisse Systematik oder Parallele zu Deinen Werten erkennen kann...

  • Zitat

    Ich habe vor einer Woche die Nebenkostenabrechnung für 2013 erhalten, mit einer Aufforderung zur Nachzahlung von 796 € (gesamt: 1774 €).

    Heißt das Du für den gesamten Abrechnungszeitraum 978 € voraus gezahlt hast, sprich 81,50 monatlich?

    Wenn ja waren das mindestens 20 € zu wenig.

    Zitat

    Ich möchte nur wissen ob das alles mit rechten Dingen zu geht.

    Dann mach einen Termin mit dem Vermieter und laß Dir die Abrechnung erklären und die Originalbelege vorlegen.

    Oder Du läßt die Abrechnung fachlich prüfen.

    Nur noch eins, das Deine persönlichen Verbräuche nahezu gleich über die Jahre waren, bedeutet nicht das es auch der Gesamtverbrauch des Hauses war. Denn der ist u. a. für die Heizkosten ausschlaggebend.

  • Heißt das Du für den gesamten Abrechnungszeitraum 978 € voraus gezahlt hast, sprich 81,50 monatlich?

    Wenn ja waren das mindestens 20 € zu wenig.


    Im Nachhinein ist das korrekt. Ich bin aber bis Herbst 2013 mit dem Wissen durch die Welt gelaufen, das ich bei der letzten Nebenkostenabrechnung (2011) 46,- Euro zurück bekommen habe und dass die drei Jahre davor die Nebenkosten fast stabil geblieben sind.

    Ich versteh auch nicht, wie ich es geschafft haben soll, meinen Jahresverbrauch an Warmwasser von 2009 zu 2013 zu verdoppeln. Das der Verbrauch schwank ist ja normal. Aber einen ganzen Jahresverbrauch um 100% zu erhöhen??
    Das erscheint mir absurd.

  • Ich versteh auch nicht, wie ich es geschafft haben soll, meinen Jahresverbrauch an Warmwasser von 2009 zu 2013 zu verdoppeln. Das der Verbrauch schwank ist ja normal. Aber einen ganzen Jahresverbrauch um 100% zu erhöhen??
    Das erscheint mir absurd.


    Nicht absurd war die Tatsache, dass ich mal eine Mieterin hate, die 4x soviel Warmwasser verbrauchte wie die anderen Mieter durchschnittlich.

  • Ich versteh auch nicht, wie ich es geschafft haben soll, meinen Jahresverbrauch an Warmwasser von 2009 zu 2013 zu verdoppeln. Das der Verbrauch schwank ist ja normal. Aber einen ganzen Jahresverbrauch um 100% zu erhöhen??
    Das erscheint mir absurd.

    Was sagt denn der Wasserzähler zu dem Thema? Hast Du den jeweiligen Jahresverbrauch irgendwo dokumentiert? Das wäre mal ein Ansatzpunkt.

    Ansonsten gibt es diverse Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Interessant wäre beispielsweise auch der Gesamtverbrauch des Hauses, bzw. der Abrechnungseinheit.
    Letztendlich ist es so, dass der Preis pro Einheit sinkt, wenn viel verbraucht wird. Ein niedriger Gesamtverbrauch verursacht also einen höheren Preis pro Einheit.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Letztendlich ist es so, dass der Preis pro Einheit sinkt, wenn viel verbraucht wird. Ein niedriger Gesamtverbrauch verursacht also einen höheren Preis pro Einheit.


    Das ist nicht richtig, zumindest bei (m)einem grossen EVU in Westdeutschland.

  • Das ist nicht richtig, zumindest bei (m)einem grossen EVU in Westdeutschland.

    Bei meinen Beständen in Leipzig ist, bzw. war das so. Da sich die Wohnung des Fragestellers wohl ebenso in der Messestadt befindet, dürfte das auch bei ihm der Fall sein.

    Nicht ausschließen möchte ich allerdings, dass sich das zwischenzeitlich geändert hat.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

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