Hallo zusammen,
kurz vorab zu meiner Situation. Ich wohne seit 1 1/2 Jahren in einer 80 m² Wohnung. Im Haus gib es insgesamt 8 Wohnungn, 2 in jeder Etage. Ich lebe in einer der beiden Dachgeschosswohnungen.
Ich habe nun zum ersten Mal meine Nebenkostenabrechnung erhalten, welche sich auf ein koplettes Jahr bezieht. Aufgrund hoher Heizkosten bin ich doch sehr stuzig geworden und habe mich intensiver mit der Abrechnung außeinander gesetzt.
Nun zunächst zu einigen Daten (Verbrauchseinheiten der Heizkörper):
EG- Wohnungen: 540 + 4256
1. OG - Wohnungen: 167 + 1365
2. OG - Wohnungen: 2,6 + 26
3. OG - Wohnungen: 2422 + 6532
Ich leben leider Gottes in der Wohnungn mit den 6532 Einheiten.
Ganz nachvollziehen kann ich den enormen Verbrauchsunterschied jedoch nicht. Da in unserem Haus ein Einrohrsystem eingebaut ist, haben quasi alle Wohnungen eine Art Fußbodenheizung, welche sich allein aus der passiven Abstrahlung der Rohre ergibt, welche ja alle ununterbrochen mit heißem Wasser durchströmt werden (egal ob die einzelnen Heizkörper aufgedreht sind oder nicht). Aus diesem Grund mussten auch wir im letzten Jahr nur an wenigen Tagen die Heizkörper aufdrehen, ähnlich wird es den anderen Wohnungen ergangen sein.
Ich habe jedoch festgestellt, dass die Heizkörper alle (auch die abgedrehten), ausgehend vom sehr heißen Fußventil, erwärmt werden. Somit fallen im Laufe der Zeit, auch bei abgedrehter Heizung, Verbraucheinheiten an. Alleine unser Mini-Heizkörper im Gäste-WC (wird wirklich niemals aufgedreht) hat so 48 Einheiten gezählt. Damit liege ich mit diesem einzigen Heizkörper schon oberhalb des Verbrauchs der Mietparteien im 2. OG.
Diese Frage habe ich auch unserem Vermieter und unserem Hausverwalter gestellt. Der Hausverwalter hat mir daraufhin geantwortet, dass diese Parteien vermutlich den Hauptabsperrhahn für die jeweilige Wohnung schließen und das ich das doch auch so machen solle. Somit zirkuliert kein Wasser im Heizsystem der Wohnung und die Fußventile können keine Wärme abstrahlen. Diese Absperrhähne sind im Gäste-WC hinter einem Inspektionsdeckel unter Putz installiert.
Ich bin nun leider völlig ratlos, wie ich mich weiterhin verhalten soll. Ein Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale hat nur das gleiche Ergebnis gebracht, zu dem ich auch schon gekommen bin. Es kann so nicht stimmen und irgendwas ist im Erfassungssystem Fehlerhaft. Innerhalb eines Hauses, können die Verbräuche nicht derart schwanken.
Nun stellen sich mir einige Fragen:
- Ist es überhaupt rechtens, dass andere Mieter Absperrhähne betätigen, welche hinter einem Inspektionsdeckel installiert sind? Ist das nicht nur den Technikern, bzw. dem Mieter im Falle einer Undichtigkeit erlaubt, um größere Wasserschäden zu vermeiden?
- Lohnt es sich, dem Mieterschutzbund beizutreten (kosten 100€ vs. 400€ Nachzahlung)? Gibt es irgendwelche Erfahrungen bei Streitigkeiten, mit solch krassen Differenzen? Wie hoch sind meine Chancen?
Ich bin für jeden Ratschlag wirklich dankbar!!!