Der Umzug ist geschafft. Nun besteht das Problem, dass es Starke Unstimmigkeiten beim Übergabeprotokoll gibt. Bei der vorletzten Wohnungsbesichtigung wurde folgendes (aus unserer Sicht teilweise aus Kulanz) vereinbart und unter Zeugen unterschrieben.
• Tapete im Wohnzimmer entfernen
• Rahmen und Tür des Vorratsschrankes schleifen und streichen (war vorher grün)
• Türscharnier reparieren
• Schlüssel von den Zimmertüren besorgen (besorgt Hausmeister)
• Andere (nicht alle) Türrahmen von Farbe befreien (teils Tapetenreste an Türen vorhanden)
Kurz zur Erklärung: In dieser Wohnung haben wir 29 Jahre lang gewohnt und vieles, was kritisiert wurde, fallen unter normale Abnutzungserscheinungen und die Wohnung wird gerade kernsaniert.
Gestern fand die Schlüsselübergabe statt. Natürlich haben wir unseren Teil eingehalten. Jedoch ist die Verwalterin der Meinung, dass es nicht gut genug erledigt wurde. Wir haben jede freie Minute in Pausen und nach Feierabend genutzt (Zeitfenster seit der Vereinbarung Woche), um diese Mängel so gut es uns möglich war, zu beheben.
Die Decke im Wohnzimmer haben wir abgeschliffen bzw. von Tapetenresten entfernt. Diese Decke ist nun besser, als z.B. die Decke in der Küche, welche nicht gemacht werden musste (weder mündlich noch schriftlich vereinbart). An wenigen Stellen sind noch Rückstände, die jedoch nur mit erheblichem Mehraufwand zu entfernen wären und dafür fehlten uns die Mittel und die Zeit.
Die Tür vom Vorratsschrank in der Küche wurde natürlich samt Rahmen komplett abgeschliffen. Vorher waren diese, wie bereits erwähnt, grün. Die Farbe wurde gänzlich abgeschliffen und komplett neu in braun lackiert. Nun wurde uns unterstellt, wir hätten nichts gemacht. Daraufhin haben wir hinweisen können, dass die Tür nebst Rahmen grün waren und nun nichts mehr davon zu sehen ist.
Dann bemängelte sie eine Stelle, an der eine Laufnase und ein eingearbeitetes Pinselhaar zu sehen ist. Zu Erläuterung: Die Tür gestrichen, als es schon halb dunkel war. Zudem kommt, dass wir keine gelernten Maler und Lackierer sind, wir jedoch unser Bestes gegeben haben.
Nachdem noch ein paar weitere Reparaturen (letztendlich alles, was wir laut Protokoll machen mussten) bemängelt wurden, haben wir darauf hingewiesen, dass wir im Endeffekt mehr gemacht haben, als wir laut Recherchen im Internet machen mussten (z.B. Wohnung komplett von Tapeten entfernen).
Als uns die Beschwerden zu viel wurden, äußerten wir, dass wir nun an der Stelle einen Anwalt einschalten möchten. Dadurch wurde eine weitere Person, die die Verwalterin offenbar aus Unterstützungsgründen mitbrachte, direkt unfreundlich und sehr laut. Sein „Angebot“ lautete: „Ok, wir können das auch anders regeln. Geben sie uns 200,00 € und sie sind raus aus dem Schneider!“
Meiner Meinung nach hätten wir uns damit die ganze Arbeit sparen können. Hätte man uns das Angebot im Vorfeld gemacht, hätten wir es vielleicht sogar angenommen. Da sie jedoch eh noch mal alles abändern möchten, finde ich den Preis auch leicht unverschämt, da wir ja nun auch für Lack, Farbe und andere Utensilien Geld ausgegeben haben. Das soll wohl nicht verrechnet werden. Nach aktuellen Baumarktpreisen ist die Summe für das, was gemacht werden muss, in unseren Augen nicht vertretbar.
Nun zu unserer Frage:
Lohnt es sich an dieser Stelle einen Anwalt einzuschalten oder/und in den Mieterschutzbund einzutreten oder sollen wir eher auf das Angebot eingehen?
Für schnelle Antworten wären wir sehr dankbar.