Schräge Böden

  • Hallo,

    ich habe da mal eine Frage bezüglich meiner Mietwohnung. Ich wohne seit 2 Jahren in dieser Wohnung und habe diesen mit Laminat ausgelegt. In einem Zimmer, welches grade zum Kinderzimmer umfunktioniert wird, habe ich einen Boden der wie eine Banane gebogen ist. In der Mitte ist er Höher und am Rand Tiefer. Nach Rechts hin habe ich ein Gefälle von 0,5 cm auf einem Meter. Das ist nicht ganz so schlimm. Nach Links hin habe ich allerdings ein Gefälle von 4,5 cm. Uns ist auf der linkenSeite des Zimmers der ganze Laminat aufgebrochen und die Schränke haben das stehen auf dem schiefen Untergrund auch nicht super überstanden. Bei der Besichtigung der Wohnung konnte uns das nicht auffallen, da wir die Wohnung im bewohnten Zustand gesichtigt haben und die Seite mit einem Kleiderschrank versehen war.

    Mein Vermieter habe ich auf die Missstände aufmerksam gemacht. Er hat jetzt über eine Handwerksfirma den Boden "ausgleichen" lassen. Nach Recht hin ist der Boden Super. Nach links hin ist aller dings immer noch ein Gefälle von gut 1,5 bis 1 cm. Die Handwerker sagen mehr kann man da nicht machen, da sonst die Ausgleichsmasse Anfängt zu brösseln.

    Daher jetzt meine Frage was kann ich von meinen Vermieter verlangen? Kann ich sagen der Boden muss auch auf der linken Seite grade sein damit ich mein Laminat legen kann.
    Wer zahlt mir den enstanden Schaden? Ich hatte einen 9,99 €/m2 Laminat in dem Raum liegen. Wovon ich fast die hälfte verwerfen kann weil dieser aufgebrochen war.

    Die Möbel die in den Raum standen haben sich ja auch verzogen und müssen jetzt entsorgt werden.

    Was ist wenn der Vermieter nichts macht und ich zwangsweise die Möbel in dem Raum aufbauen muss, und diese sich auch verziehen und nach einer Zeit nicht mehr verwendbar sind.

  • Ich wohne seit 2 Jahren in dieser Wohnung und habe diesen mit Laminat ausgelegt. [...] Uns ist auf der linkenSeite des Zimmers der ganze Laminat aufgebrochen und die Schränke haben das stehen auf dem schiefen Untergrund auch nicht super überstanden. Bei der Besichtigung der Wohnung konnte uns das nicht auffallen[...]


    Bei der Besichtigung vielleicht nicht, aber beim Einzug, oder? Oder spätestens beim Verlegen des Laminats und beim Aufstellen der Schränke. Ich will damit sagen, dass es etwas seltsam anmutet, wenn jetzt zum Thema wird, dass Du vor 2 Jahren keine Wasserwaage benutzt hast. ;)

    Mein Vermieter habe ich auf die Missstände aufmerksam gemacht. Er hat jetzt über eine Handwerksfirma den Boden "ausgleichen" lassen. [...] Nach links hin ist allerdings immer noch ein Gefälle von gut 1,5 bis 1 cm. [...]
    Daher jetzt meine Frage was kann ich von meinen Vermieter verlangen?


    1,5 cm pro Meter?
    Wenn der Vermieter Dir zugesagt hat, dass er den Boden absolut eben machen lässt, dann hat er seine Zusage nicht eingehalten. Wenn die Zusage verbindlich war und Du sie belegen kann, kannst Du sicherlich auch vom Vermieter verlangen, seine Zusage einzuhalten.

    Wer zahlt mir den enstanden Schaden?


    Nach 2 Jahren? Zudem hättest Du den Schrank seinerzeit höchstwahrscheinlich durchaus waagerecht aufstellen können (Unterlegkeile, Ausgleichstücke, etc.), oder nicht? Über die Forderung würde ich mich als Vermieter zumindest erstmal sehr wundern.

    Was ist wenn der Vermieter nichts macht und ich zwangsweise die Möbel in dem Raum aufbauen muss, und diese sich auch verziehen und nach einer Zeit nicht mehr verwendbar sind.


    Kann ja nicht passieren, wenn sie unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage fachgerecht aufgebaut werden. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von AjaxMH (17. März 2014 um 22:33)

  • Hallo brilloch,

    dass Du die Wohnung vor Anmietung zur Unzeit besichtigt hattest, ist dem VM nicht vorzuwerfen, sondern Dein Problem.
    Dass der VM jetzt auf seine Kosten den Fussboden einigermassen hergerichtet hat, ist ihm hoch anzurechnen, denn verpflichtet dazu war er nicht.


  • Bei der Besichtigung der Wohnung konnte uns das nicht auffallen, da wir die Wohnung im bewohnten Zustand gesichtigt haben und die Seite mit einem Kleiderschrank versehen war.

    Bis dahin kann ich Ihnen nachfühlen.
    Dann haben Sie diesen krummen Boden oder auch Banane mit Laminat belegt und hatten dabei die Krümmung immer noch nicht bemerkt.
    Ein Bayer würde sagen: Gitt scho!

    Im Ergebnis kam, was kommen musste.

    Zitat

    Mein Vermieter habe ich auf die Missstände aufmerksam gemacht. Er hat jetzt über eine Handwerksfirma den Boden "ausgleichen" lassen. Nach Recht hin ist der Boden Super. Nach links hin ist aller dings immer noch ein Gefälle von gut 1,5 bis 1 cm. Die Handwerker sagen mehr kann man da nicht machen, da sonst die Ausgleichsmasse Anfängt zu brösseln.

    Alle Achtung, hat man nicht oft.

    Zitat

    Daher jetzt meine Frage was kann ich von meinen Vermieter verlangen? Kann ich sagen der Boden muss auch auf der linken Seite grade sein damit ich mein Laminat legen kann.

    Nein, können schon, aber rechtlich nicht möglich.

    Zitat

    Wer zahlt mir den enstanden Schaden? Ich hatte einen 9,99 €/m2 Laminat in dem Raum liegen. Wovon ich fast die hälfte verwerfen kann weil dieser aufgebrochen war.


    Den durch Sie selbst produzierten Bockmist zahlen Sie schon mal allein.

    Zitat

    Die Möbel die in den Raum standen haben sich ja auch verzogen und müssen jetzt entsorgt werden.

    Hätten Sie für die Möbel Ausgleichstück untergelegt, wären diese nicht verzogen.

    Zitat

    Was ist wenn der Vermieter nichts macht und ich zwangsweise die Möbel in dem Raum aufbauen muss, und diese sich auch verziehen und nach einer Zeit nicht mehr verwendbar sind.

    Eine Antwort auf diesen dummdreisten Satz verweigert sich meine Tastatur.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Genau schon so wie ich es mir gedacht habe.

    Habe eine Kleinigkeit gestern vergessen zu schreiben. Beim Laminat verlegen sowie beim Aufstellen der Möbel ist mir dies selbstverständlich aufgefallen und auch damals habe ich meinen Vermieter darüber informiert. Da hielt er dies aber noch nicht für nötig den Boden auszubessern. Ich habe dann bei Verlegen des Laminat auf Styropor und Pappe gesetzt und habe den Boden auch einigermaßen in Waage gehabt. Was ich nicht bedacht habe ist, dass das Styropor und auch die Pappe bei Belastung stark nachgeben. Da dies ein schleichender Prozess ist konnte man die ersten Risse in den Laminatnähten erst sehen als es schon zu spät war.

    Was würdet Ihr mir den jetzt raten soll ich noch mal Laminat legen mit der Gefahr hin das es wieder aufbricht oder direkt zu PVC oder Teppischboden greifen (Optisch nicht so schon aber kann nicht aufbrechen.

  • brilloch:

    "Beim Laminat verlegen sowie beim Aufstellen der Möbel ist mir dies selbstverständlich aufgefallen und auch damals habe ich meinen Vermieter darüber informiert."
    - Genauso hätteste ihn darüber informieren können, wie teuer ein Sixpack Karlskrone beim Al*i ist...

    "Was würdet Ihr mir den jetzt raten soll ich noch mal Laminat legen mit der Gefahr hin das es wieder aufbricht oder direkt zu PVC oder Teppischboden greifen"
    - Mach' Letzteres.

  • Was würdet Ihr mir den jetzt raten soll ich noch mal Laminat legen mit der Gefahr hin das es wieder aufbricht oder direkt zu PVC oder Teppischboden greifen (Optisch nicht so schon aber kann nicht aufbrechen.


    Ich würde einen Fachmann fragen (aber jemand, der nicht gleich ein Geschäft wittert!), ob das Gefälle bei Dir im Boden dem Laminat gefährlich werden kann.

  • Nehmen Sie den Teppichboden. Er schmiegt sie den Unebenheiten an und da dürfen Sie sogar mal etwas Wasser verschütten.
    Die Möbel richten Sie mit der Wasserwaage nach allen Seiten senkrecht und waagerecht aus. Dann verziehen sich auch die Schränke nicht und die Türen schließen ganz sanft.

    Einmal editiert, zuletzt von Kolinum (18. März 2014 um 12:54)

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