Lärm durch dazugezogener Kindergarten, was tun?

  • Guten Tag lieber Mieter,

    erst mal zum Hintergrund: Ich bin 30 Jahre alt, wohne seit ca. 12 Jahren in meiner Wohnung und wohne in einem Wohn-/Gewerbe Mischgebiet (da wurde ich beim unterzeichnen des Mietvertrags nicht drüber informiert).
    Jetzt zu meinem Problem: Seit ca. 6 Jahren ist ein Kindergarten unter mir eingezogen (an der Stelle sei gesagt, das mir bewusst ist das seit ein paar Jahren „Kinderlärm“ kein Grund mehr für Mietkürzungen sein kann. In wie weit dieses Urteil reicht, bin ich mir nicht sicher). Die ersten Jahre habe ich eigentlich nie wirklich was gehört, allerdings in den letzten 3-4 Jahren wurde der Lärm immer mehr (Kann daran liegen dass es mehr Kinder geworden sind). Nun ist es so, dass ich in der Vergangenheit auch schon wegen ein paar Problemen in dieser Art beim Kindergarten war und das Gespräch gesucht hab (sogar eins mit dem Vermieter zusammen), viel getan hat sich seit dem nicht. Die Leitung sagte zu mir auch, dass wenn lärm ist, ich mich melden soll, aber immer wenn ich dann mal angerufen hab, kam nur: Das ist normaler Spielbetrieb.

    Was ich höre:
    - Poltern (sehr laut und sehr oft)
    - Rollen über den Flur (sind wohl eine Art Bobbicar mit Gummirollen)
    - Verschieben von Stühlen und Tischen
    Was ich nicht Höre:
    - Kindergeschrei

    Ich vertraue auf die Aussagen des Kindergartens nicht, weil in der Vergangenheit viel gelogen wurde. Hier ein paar Beispiele:
    - Tür Quitschen (kein Öl): angeblich hat man davon nie etwas gehört als ich deshalb dort angerufen habe (da bestand das Quitschen aber schon sehr lange) und habe auch gesagt das ich deshalb mit dem Vermieter sprechen werde und genau den Tag, weil ich direkt nach der Arbeit zum Kindergarten gegangen bin, waren die Türen geölt und das Quitschen war weg, ABER man hat da nie etwas von gehört.
    - Andere nicht definierbare Quitschgeräusche (immer sehr regelmäßig vom Tag her): Man wusste davon nichts, aber als ich meinem Vermieter zweimal darauf ansprechen musste und das Gespräch mit der Leitung und dem Vermieter stattgefunden hatte, war das Geräusch weg, ABER niemand wusste was das ist. Als es ca. 4-6 Monate später wieder auftrat hab ich prompt beim Kindergarten angerufen (und das Geräusch war wieder weg), aber ich fragte ob es vielleicht die Schaukel sei (die ja angeblich in den frühen Morgenstunden (07:30 – 09:00 Uhr nicht benutzt wird). Da kam erst mal: Ne die benutzten wir so früh nicht. Daraufhin meinte ich, das ich gern runterkommen würde um das Geräusch vielleicht besser ausmachen zu können, da kam dann: Hören sie das (da wurde an etwas gerüttelt) ich sagte ja, das hört sich wie das Quitschen an, daraufhin die Kindergärtnerin: Ja das ist die Schaukel. Es war 08:00 Uhr morgens.
    Das sind zwei der Fälle, bei denen ich immer erst mal gesagt bekommen hab, das man davon nichts wisse und dass das nicht sein kann. Das neue, sehr laute Geräusch, mit den Bobbicars über den Flur soll angeblich schon seit 2 Jahren so sein. Ich hab es aber vorher NIE gehört.
    Sorry das ich so weit ausgeholt hab, aber ich denke, anders ging es nicht. Ich würde gern wissen was ich von meiner Seite aus tun kann, ob der Kindergarten zu irgendwas verpflichtet ist und/oder der Vermieter irgendwas tun kann.
    Danke für eure Antworten

    MfG Michael

    p.s. Ich mag nicht so gern lesen dass ich ausziehen soll. Denn es gibt kaum bessere und günstigere Wohnungen wie diese und dass ich nicht ahnen konnte dass ein Kindergarten unten einzieht, wäre es vermessen zu sagen das ich ausziehen soll. Ich denke das es irgendwelche Lösungen gibt.

  • Ich mag nicht so gern lesen dass ich ausziehen soll. Denn es gibt kaum bessere und günstigere Wohnungen wie diese und dass ich nicht ahnen konnte dass ein Kindergarten unten einzieht, wäre es vermessen zu sagen das ich ausziehen soll. Ich denke das es irgendwelche Lösungen gibt.


    Hallo Michael,
    rate mal, wessen Wohl bzw. Interessen höher anzusiedeln sind: Deine oder die von zahlreichen Kindern und deren Eltern?
    Niemand hält Dich davon ab, auszuziehen - und bei der nächsten Wohnung rechtzeitig vorher zu recherchieren.

  • Ihr Ansinnen, so berechtigt es sich von Ihrer Seite darstellt, ist durch das Mietrecht nicht gedeckt.

    Ihnen bleibt also, neben den Auszug, nur noch die Verwendung von Ohropax. Ich wüsste keine anderweitige Lösung.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!