Hallo zusammen,
über die Suche wurde ich leider nicht so recht fündig.
Was ich mir hiervon erhoffe sind eventueller Rat und/oder Adressen von Fachberatern, die Ihrer Meinung nach kompetent sind. Und Ratschläge/ Meinungen zu getroffenen Aussagen der Heizungsfirma (und dem Vermieter) zum Thema "Heizen".
(Rechtsanwalt, Deutscher Mieterschutzbund DMB, siehe Text -.-)
Problem: Mein Wohnzimmer wird nicht warm (20-22°C) genug.
(Die Heizung selbst wird warm, gluckert wie wild, wird ständig entlüftet)
Gemessen: ca. 1,20m vom Heizkörper entfernt und in ca. 1,10m Höhe - laut Fachmann soll man bei 1,50m / 1,50m messen
Die Messungen erfolgten jeweils vorm Lüften (jeweils früh und abends) - je nach Außentemmperatur wirds danach richtig kalt im Raum (14-16°C) und der Heizkörper braucht ca. 4-8h um wieder die mind. 18°C zu erreichen.
Das Thermostat steht immer auf 5.
Was ich bisher getan habe:
- Einzug 08/2008 (bei rund 30°C, zukünftig ziehe ich wohl nur noch im Winter um)
- Mängelanzeige 11/2008 - weniger wie 18°C in der Wohnung (und div. andere Mängel wie nicht funktionierende Steckdosen und dergleichen mehr.)
- Mängelanzeige 06/2009 - weniger wie 18°C im Wohnzimmer und sehr hohe Heizkosten - per Mieterschutzbund und Rechtsanwalt wurde die Nachzahlung meiner Betriebskosten durch sehr hohe Heizkosten um 30€ vermindert; mehr konnte (oder wollte) der Rechtsanwalt nicht tun (Gesamtausgaben durch Zweijahresvertrag 200€ und damit direkt wieder gekündigt)
[Zum dem Zeitpunkt stellte ich auch fest, das meine Gesamtmiete viel zu niedrig angesetzt wurde - aber das scheint wohl rechtens zu sein]
Nur am Rande: Das der Energieausweis dieses Gebäudes (ungedämmt, 8 Fam, BJ 1963) augenscheinlich falsch ist [demnach leben wir in einem modernisiertem, vollgedämten Einfamilienhaus mit sehr guten Werten], brachte mir - laut Rechtsanwalt - nichts, da ich ihn nicht zum Einzug erfragte, sondern erst zwei Wochen danach.
2010/2011 - mehrere Telefonate (leider nix schriftliches), keine Reaktion oder nur Diskussionen, ich solle mir einen "Pullover überziehen", usw. - beruflich bedingt, leider wenig Zeit / keinen Kopf mich mit sowas rumzustreiten.
Winter 2012 - 2 wöchige Temperaturtabelle (03.12.-20.12.2012), 8/18 Uhr - Außen-/Innentemperatur.
niedrigste Außentemperatur: -6,3°C; niedrigste Innentemperatur: 11,8°C; höchste Innentemperatur: 17,9°C
- Telefonisch am 21.12.2012 mitgeteilt.
- Schriftlich am 20.01.2013 mitgeteilt
-> Keine Reaktion seitens Vermieter.
Im März 2013 bekamen wir mitgeteilt, dass wir einen neuen Vermieter bekommen. (Daher also keine Reaktion)
Durch die relativ warmen Frühjahrs- und Sommermonate hätte ich die kalten Temperaturen durch Anwesenheit einer neutralen Person nicht nachweisen können und habe somit wieder bis zum Winter gewartet.
Winter 2013 - 4 Wöchige Temperaturtabelle (04.11.-08.12.13), Messungen 8/18 Uhr - Außen-/Innentemperatur.
Im Mittel habe ich Außen (4,5°C), Innen 8 Uhr (18,2°C), Innen 18 Uhr (18,0°C) gemessen - niedrigste 16,1°C und höchste 19,8°C
Schriftlich am 17.11.2013 (zweiwöchige Tabelle) mitgeteilt, dass die Ventile stellenweise klemmen, die Temperaturen zu niedrig sind und ich mir Mietminderung vorbehalte; sowie dem Hinweis, dass auch meinem alten Vermieter die Mängel nicht neu sind (zwecks Verjährung, ich hoffe die fällt nicht flach, da ich ja regelmäßig "gemängelt" habe).
Daraufhin kam Anfang Dezember ein Hausmeisterdienst, der sich die Sache anschaute, mir mitteilte, dem ist tatsächlich so und er aber nichts machen kann.
Bis Anfang Januar passierte nichts mehr, so habe ich 80% Miete überwiesen.
Mitte Januar wurde eine neue Pumpe eingebaut. Die Temperaturen stiegen, insofern Außentemperaturen von 8-10°C oder mehr herrschten auf 20°C.
Bei 0°C oder weniger, habe ich nach wie vor 18°C oder weniger.
Heute (30.01.2014) war dann mal ein richtiger Heizungstechniker da, sowie mein Vermieter.
Das Ende vom Lied:
- die Heizung wird ja warm (hat er mit der Hand gefühlt)
- "es gibt nunmal Menschen denen immer kalt ist" (er steht mit einer Winterjacke im Raum und Schuhe hatte er auch angelassen)
- mein Temperaturmesser geht angeblich falsch (Anzeige 18,1°C), denn seiner zeigt mehr als 22°C an (hat er gesagt, nicht mir gezeigt) [witzigerweise ~2,50m vom Heizkörper entfernt und 0,40m über dem Boden]
- da ich meine restlichen Räume (Schlafzimmer, Küche, Bad) nur auf tagsüber 18°C heize (Stufe 1,5) (Abends 20°C / Schlafzimmer aus); müsse ich mich nicht wundern, dass die Wärme (durch die geschlossenen Türen und die kalten Wände) in die anderen Zimmer strömt.
Wenn ich dies auf Stufe 3,5 - 4,5 stelle würde es auch im Wohnzimmer warm. [Aussage Vermieter und Heizungsfachmann]
- da die Heizkörperrohre aller Wohnungs-Heizkörper miteinander verbunden sind, heizt der Wohnzimmer-Heizkörper eben nicht so gut [Aussage vom Heizungsfachmann]
- in unserer Stadt gilt eine Regel, dass die Heizkörper für eine Außentemperatur von -10°C ausgelegt sein müssen; wirds kälter, müsste ich damit leben, dass es auch bei mir kälter wird. [Aussage vom Heizungsfachmann]
[bei -12°C gehts immerhin nur auf 11,8°C runter (gemessen im Winter 2012, telefonisch mitgeteilt, bevor ich alles schriftlich machte)]
- die Wohnung (als gesamtes) muss 21°C erreichen und das ist laut seiner (Vermieter) Messung der Fall
- da ich seiner Meinung nach nicht in der Lage bin, richtig zu heizen, wird er einen Gutachter schicken und den Rest über seinen Anwalt klären
Ich habe ihn mehrfach gebeten, sein Messgerät bei mir zu lassen (da er laut seiner Aussage mehr als 20 ST davon hat), jedoch hat er jede Frage ignoriert/ übergangen.
Vielleicht hat er ja recht und ich fühle tatsächlich 24°C wie 16°C. Also habe ich mir heute ein neues (aber einfaches) Messgerät (für Profi/ Handwerker) bestellt, dass dürfte in den nächsten Tagen ankommen.
Mein Heizstrahler wärmt das Zimmer in 30min auf 21°C (laut Anzeige meines kaputten Messgerätes) und hält die Temperatur bei 500W den ganzen Tag. Das würde für mich vollkommen zureichen.
Ich frage mich nun, warum muss ich tagsüber, während ich abwesend bin, alle meine Räume auf 20°C oder mehr heizen (insofern es erreicht wird); damit ich Abends nach dem Lüften wieder im Kalten sitze oder ich am Wochenende auch mal tagsüber für wenige Stunden ein warmes Wohnzimmer habe - da explodieren doch meine Heizkosten (noch mehr wie momentan schon).
PS: Mal abgesehen von dem ständigen Heizproblem ist es eine schöne Wohnung, daher wollte ich bis dato nicht umziehen, zumal es in näherer Umgebung nur die Wahl zwischen 300€ Wohnungen gibt die, umgebungsbedingt rausfallen oder sehr teure Wohnungen für 1000€ Kaltmiete und mehr. Außerdem steht wahrscheinlich Ende dieses Jahres ein beruflich bedingter Wohnungswechsel an, der aber eben noch nicht feststeht.
Viele Grüße,
CityLight