Guten Tag und einen schönen dritten Advent
Ich bzw. wir haben eine sicher etwas komplizierte Frage und wenn ich schreibe ich oder wir ist dies ein Teil dieser Kompliziertheit den das „wir“ ist noch weiter zu fassen da es in etwa über 20 Mieter bzw Genossenschafter betrifft und diese Zahl könnte noch anwachsen.
Das Problem in Kürze beschrieben:
Wir leben in einer großen Genossenschaft, also ich und meine Frau gut 6 Jahre, andere schon viel länger und andere eben kürzer.
Bei unserem Einzug machten wir uns Gedanken über einen Sonnenschutz in Form einer Markise.
In dem Vertrag zu den Wohnungen steht einerseits das nur Klemmmarkisen gestatten seien und ein anbohren der seitlichen Betonwände sowie der Decken nicht zulässig sei.
Es waren aber im Bestand unserer Genossenschaft schon etliche Markisen zu sehen welche an den Decken der Balkone angebracht waren.
Daraufhin fragten wir bei der Genossenschaft nach und die Mitarbeiterin bedeutete uns „fragen Sie doch nicht soviel, was drann ist muss sicher nicht wieder ab“.
Monate später(Frühjahr 2010) ließen wir uns von einer Fachfirma eine Markise fachgerecht anbauen.
Alles schien nun in Ordnung, trotz das die Genossenschaft jährlich Begehungen durchführt gab es weder bei uns noch bei den vielen Anderen keine Beanstandung.
Vor kurzer Zeit erhielten wir Post und uns wurde mitgeteilt das wir ohne Genehmigung eine Markise angebaut hätten und werden mit Frist aufgefordert diese abzubauen und die Genossenschaft behält sich vor einen Gutachter zu beauftragen um die Decke auf Bauschäden prüfen zu lassen.
Innerhalb weniger Tage stellte sich heraus das nun mehrere Wohneinheiten in unserer Genossenschaft diese Post erhielten.
Dies betrifft soviel wir wissen im Moment rund 20 Betroffene mit Markisen und dann noch eine bisher unbekannte Zahl von Satellitenanlagen welche (einige auch mit quasi mündlicher Zustimmung - „was drann ist usw“ -) teils an den Seitenwänden angebracht sind.
Wir stehen nun mit einigen dieser Leute in Kontakt und die meisten haben die gleiche Erfahrung einer dieser „mündlichen Zustimmung“ gemacht, auffallend ist die fast gleichlautende Art der Aussagen.
Die Duldung dieser Anbringungen liegt oft bis auf 10 Jahre und wohl länger zurück.
Eine wirkliche Kommunikation zwischen uns Genossenschaftsmitgliedern und der Genossenschaft ist kaum mehr möglich, telefonisch wie in persönlichen Gesprächen wird der Einzelne abgebürstet.
Außenstellen in den Wohngebieten mit vielen hunderten Mitgliedern wurden geschlossen und es gibt nur noch eine Hauptstelle welche gerade für viele alte Menschen nur schwer erreichbar ist.
Alle die betroffen sind sind derzeit verzweifelt, viele haben Bedenken sich zu wehren auch wir haben Angst vor eventuellen Kosten mit denen uns die Genossenschaft welche hier wohl eher einer Diktatur ähnelt in die Knie zwingen könnte.
Dies hier ist erst einmal ein Versuch einen Tipp zu erhalten, ggf wollen wir uns dann an die Presse wenden.
So und nun ist „Gutes Rad teuer“ ![]()
Allen denen es möglich ist (uns derzeit eher nicht), eine frohe Weihnachtszeit
Herr Rabe .. krahhhhhhhhhhhhh