Nebenkostenabrechnung: Nachzahlung fast 1000 € ??? Hilfe...

  • Ist eine solch hohe Nachzahlung gerechtfertigt? 3

    1. Ja (1) 33%
    2. Nein (2) 67%

    Hallo zusammen,

    ich hoffe ich kann hier Hilfe finden, denn ich bin im Moment echt überfordert mit so ziemlich allem und jetzt kommt mir auch noch diese riesige Nachzahlung in die Wohnung geflattert.

    Also ich bin letztes Jahr zum 01.09.12 in meine erste eigene Wohnung gezogen, in einer anderen Stadt. Diese wird von Privatvermieter vermietet und kostet insgesamt 340 € Warmmiete im Monat bei 41m², verteilt auf 2 1/2 kleine Zimmer (260 € Kaltmiete, 40 € Betriebskosten, 40 € Wasser-/Heizungskosten).

    Am 31.10.12 wurden dann das erste Mal die Nebenkostenabrechnung erstellt welche auch hier beigefügt habe. Dort habe ich nach 2 Monaten Wohnen sogar noch um die 30 € wiederbekommen.

    Nunja im November lernte ich dann meine immer noch aktuelle Freundin kennen, die zu damaligem Zeitpunkt noch in ihrer eigenen Wohnung lebte und von daher nur ab und an bei mir war und umgekehrt ich genauso oft bei ihr in der Wohnung.

    Im April 2013 musste sie ihre eigene Wohnung leider aufgeben zwecks finanziellen Gründen und wohnte fortan wieder bei ihrer Mutter bei der sie auch gemeldet ist. Jedoch ist sie seitdem natürlich auch öfter bei mir, würde sagen ca. 5 Tage die Woche.

    Das dadurch die Wasserkosten etwas ansteigen ist mir schon bewusst und so ging ich auch davon aus, dass es am 31.10.13 wohl eine Nachzahlung geben wird. Aber mit solch einer Summe habe ich nicht gerechnet. Die Heizung drehe ich ja trotzdem auf wie ich es möchte, egal ob sie nun hier ist oder nicht. Und da ich sowieso sehr sparsam bin, sowohl im Wasser- als auch im Heizungsverbrauch kann ich diese Summe einfach nicht nachvollziehen.

    Im Telefongespräch sagte mir die Vermieterin, dass die Kosten dadurch so hoch ausgefallen sind weil der Heizungs- und Wasserverbrauch so hoch sei und aber auch weil die Nebenkosten dieses Jahr einfach angestiegen seien sollen. Außerdem sagte Sie mir ich hätte ja auch große Zeit des Jahres zu zweit hier gewohnt, was Sie wohl durch meine Nachbarin erfahren hat.
    Ich bin jedoch der Meinung, dass nur durch leicht erhöhten Wasserverbrauch und/oder auch leicht erhöhte Müllproduktion (bin der Meinung ich leiste den kleinsten Beitrag zur Mülltonne und diese ist auch nie überfüllt noch wurde sie jetzt vergrößert) eine solch riesige Nachzahlung nicht gerechtfertigt ist.

    Außerdem verlangen die Vermieter jetzt von mir die monatliche Miete auf 415 € zu erhöhen also ein + von 75 € bzw. fast eine Verdopplung der Nebenkosten. Nun liegt die Kaltmiete bei 260 € und die Nebenkosten bei 155 € und das für eine kleine 41m² Wohnung.

    Ich habe die Betriebskostenabrechnung und auch die Verbrauchsdaten sowohl vom Jahr 2012 als auch die aktuelle/n als jpeg-Datei beigefügt. Was mir dort schon komisch vorkommt ist, dass bei den Verbrauchsdaten 2013 die Heizungskosten bei "Alt" auf 0 stehen obwohl in den Verbrauchsdaten von 2012 bei "Neu" ganz andere Zahlen stehen. Habe das auch rot unterstrichen. Achja und ansonsten wäre noch zu sagen, dass die Wohnung eine von Vieren ist, die sich alle in einem Haus befinden. Zusammen ergeben die 4 Wohnungen eine Wohnfläche von 237 m² wobei meine Wohnung mit 41m² die Kleinste ist, ich aber wohl die größten Nebenkosten tragen soll.

    Ich hoffe wirklich irgendjemand macht sich die Mühe sich durch meinen Roman zu lesen und mir Rat zu schenken. Ich wäre demjenigen wirklich unendlich dankbar, da sich mein Leben im Moment nur im Kreis dreht und ich wirklich verzweifelt bin...

  • Was mir direkt aufgefallen ist:

    1. Abrechnung: 292,54 Euro für 2 Monate, entspricht: 146,27 Euro pro Monat
    2. Abrechnung: 1893,29 Euro für 12 Monate, entspricht: 157,77 Euro pro Monat
    Meiner Meinung nach liegt die Kostensteigerung also im Rahmen.

    Wurden die Vorauszahlungen auch alle berücksichtigt?

    1. Abrechnung: 320 Euro für 2 Monate, daraus schließe ich, dass 160 Euro im Monat bezahlt werden.
    2. Abrechnung: 960 Euro für 12 Monate. Das wären dann nur noch 80 Euro pro Monat.
    Wurde im zweiten Jahr weniger vorausgezahlt?

    EDIT: Die Heizkosten wurden 50/50 abgerechnet. Dies ist nur noch in einen wenigen Fällen erlaubt. Normalerweise wird 70/30 abgerechnet. (Bevor ich das allerdings bemängeln würde, würde ich es erstmal auf 70/30 umrechnen. Nicht das man sich da selbst ein Ei legt)

    Einmal editiert, zuletzt von der-Mieter (14. November 2013 um 19:16)

  • Was mich stutzig macht ist der Posten Wasserzähler, der in beiden Abrechnungen auf den Cent genau1.543,56 € ausmacht. Was soll das sein?

    Und dann die Aufteilung bei den Heizkosten 50/50 dürfte zu bemängeln sein und warum waren die Vorauszahlungen für das Jahr nur 960,- €?

  • Hallo Arcturus,

    unter "Wasserzähler" kann ich mir hier nichts vorstellen, was das bedeuten soll. Diesen Posten würde ich mir nachvollziehbar erklären lassen, ansonsten die Kostenübernahme ablehnen.

    "Außerdem verlangen die Vermieter jetzt von mir die monatliche Miete auf 415 € zu erhöhen."
    - Eine Anpsssung der BK-Vorauszahlungen ist nach erfolgter BK-Abrechnung üblich. Aber erst müssten mal die vergoldeten Wasserzähler geklärt werden...
    An den Heizkosten würde ich erst mal nichts machen.

  • Also das ist mir ja vorher noch gar nicht aufgefallen. Ich habe in den 2 Monaten im letzten Jahr nur 160 € und nicht 320 € vorausgezahlt. Also 80 € pro Monat seit ich hier wohne.

    Entschuldigung aber wie genau berechne ich die Kosten bei einer Aufteilung von 70/30 ?

  • Zitat

    Was mich stutzig macht ist der Posten Wasserzähler, der in beiden Abrechnungen auf den Cent genau1.543,56 € ausmacht. Was soll das sein?

    Ich vermute mal Miete. Da kann das durchaus sein das der Betrag jedes Jahr der gleiche ist.

  • Unmöglich, bei dieser hohen Summe!

    Stimmt. Bei nur 237 m² Gesamtfläche eine Unsumme.

    Allerdings steht in der Abrechnung Ihre Einheiten 8. Was wiederum bedeuten könnte das an jeder Wasserentnahmestelle ein Zähler ist.

  • Allerdings steht in der Abrechnung Ihre Einheiten 8. Was wiederum bedeuten könnte das an jeder Wasserentnahmestelle ein Zähler ist.


    Einfach nur "Wasserzähler" bedeutet genausowenig wie "Banane"...

  • Allerdings steht in der Abrechnung Ihre Einheiten 8. Was wiederum bedeuten könnte das an jeder Wasserentnahmestelle ein Zähler ist.

    So würde ich das auch verstehen, 8 Zähler in dieser Wohneinheit und insgesamt 31.

    Das müsste der TE ab ja klären können.

  • Auf der Anlage mit den Zählerständen sieht man ja, dass er tatsächlich 8 Waserzähler hat.
    Wenn man jetzt die Menge mal auf das gesamte Haus hochrechnet...

    Aber als reine Gerätemiete wäre es dann trotzdem recht hoch

  • In einer Wohnung mit 2 1/2 Zimmern?

    Na ja, Spüle, Dusche, Badewanne, Handwaschbecken, Waschmaschine und Klospülung macht schon mal 6.

    Evtl. gibt es noch ein Gäste-WC. Bei 8 Zählern wären das ca. 4 € Miete pro Monat.

    Aber gut, wie können nur orakalen. Das bringt den TE nicht weiter bzw. und nicht wenn er sich nicht weiter dazu äußert.

    Da fällt mir noch was auf.

    Abrechnungszeitraum ist der 1.11.12 - 31.10.13

    Laut TE ist er am 1.9.12 eingezogen. Da wäre zu klären ob das auch Mietbeginn war.

  • 01.09.12 war auch Mietbeginn das ist richtig. Zu den Wasserzählern: Ja ich habe tatsächlich 8 Stück davon. Dusche warm/kalt, Waschbecken Bad warm/kalt, Waschbecken Küche warm/kalt, Waschmaschine und Toilettenspülung.

    Ich finde es nur frech, dass die Nebenkosten von Anfang an mit 80 € im Monat angegeben wurden und ich jetzt eine riesige Nachzahlung habe. Obwohl man ja schon in der Abrechnung aus 2012 sehen konnte dass die Nebenkosten in den 2 Monaten 320 € betragen haben obwohl ich aber nur 160 € bezahlt hatte. Da haben sich die Mieter dann halt selbst beschissen.

    Hier wurde auch seit gefühlten 50 Jahren nicht renoviert. Und die Heizungen reagieren ungefähr so: Entweder voll Power oder aus.

    Ich bin am überlegen ob ich damit zum Mieterschutzbund gehen soll, also ob es sich überhaupt lohnt. Bin aber leider kein Mitglied... Oder gibt es sonst irgendwelche Beratungsstellen die erstmal nichts kosten?

  • Aber als reine Gerätemiete wäre es dann trotzdem recht hoch


    In meinem (anscheinend nicht beachteten) Posting #10 schrieb ich ja nicht, dass es sich um Miete handelt. Also weiss hier noch niemand, was eigentlich der Ausdruck "Wasserzähler" zu bedeuten hat...:confused:

  • Ja jährlich. An meine Vermieter. Rechnung stimmt aber. Die kosten tatsächlich soviel. Vereinbart wurde da nichts. Bis zur ersten Abrechnung wohnte ich ja nur 2 Monate hier, dementsprechend musste ich auch nur 66 € für den Posten Wasserzähler zahlen. Aber aufs Jahr gesehen sinds halt 400 € und das jedes Jahr. Darüber wurde ich nie aufgeklärt, weshalb ich mich auch weigere dies zu bezahlen. Aber werd mir eh bald ne neue Wohnung suchen. Hat alles keinen Sinn mit meinen sturen Vermietern.

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