Vermieter verweigert Auszahlung d. Kaution

  • Guten Morgen.

    Ich bin gerade ein wenig ratlos. Ich zog ja im Sommer 2009 eher über Nacht in meine alte Wohnung ein. Dort blieb ich 4 Jahre. Bei Übergabe der Wohnung wurde kein Protokoll angefertigt und ich zahlte 300€ als Kaution. Das schonmal als Infos.

    Im Sommer diesen Jahres bot sich die Gelegenheit zum Umzug, die ich auch wahrnahm, das Mietverhältnis endete folglich am 30.06.2013. Erneut wurde bei der Übergabe weder ein Protokoll angefertigt, noch wurde auf Mängel hingewiesen. Stattdessen folgte die Abgabe des Schlüssels - nicht einmal ein richtiger Blick ins Bad wurde geworfen. Dies ließe sich auch meinerseits an Eides Statt wiederholen.

    Guter Dinge, dass sich die Sachen regeln würden, zog ich zunächst in meine neue Wohnung (ich habe Miete und NK immer pünktlich gezahlt bzw das Amt trug Sorge dafür - was nicht heißt, dass ich das bis an mein Lebensende gerne so hätte. Ab nächsten Sommer stehen die Chancen besser, da ich auf dem zweiten Bildungsweg meinen MSA nachhole - den HSA habe ich bereits mit 1,3 erworben).

    Erst im September kam mein Vermieter dann langsam mit der Nebenkostenabrechnung um die Ecke. Überhaupt musste ich dieser immer ziemlich hinterherrennen. Ich reichte jene beim Jobcenter ein und bekam ein Schreiben zurück, in dem sich - vorwiegend wegen der Heizkosten, die vom Haus auf die einzelnen Parteien umgelegt wurden - eine Nachzahlung von insgesamt gut 165€ ergab. Dieses Schreiben kopierte ich und sendete es an meinen Vermieter. Das Jobcenter vermeldete im Schreiben, es überweise die € die über dem Nachzahlungsbetrag lägen (die 165 wären der von mir zu zahlende Betrag gewesen).
    Nun habe ich meinen Vermieter nach 2 Wochen mal angestupst. Jener offenbarte mir - per SMS - daraufhin, es seien ja noch gut 150€ an Reparaturen angefallen und er habe Fotos. Abgesehen davon dass ich auch Fotos aus 2009 mit exakt diesen Schäden habe, hätte er mich nicht viel eher darüber informieren müssen? Außerdem scheint mir nicht - da er von 300€ ausgeht, also davon dass er noch etwas rauskriegt - dass er die Kaution ordnungsgemäß angelegt hat.

    Hat jemand einen Rat für mich, wie ich nun vorgehen kann? Mir kommt das Ganze ein wenig spanisch vor.

    Kurzer Einwand: Selbst für den Fall, dass der Vermieter Schäden findet - hätte er mich nicht irgendwann darauf hinweisen müssen und mir Gelegenheit geben, diese zu beseitigen?

    P.S.: Dass ich nicht die vollen 300+x€ (Kaution und Zinsen) erhalten werde, war mir spätestens bei der NK-Abrechung klar. Trotzdem fühle ich mich - siehe oben - ungerecht behandelt und geleimt.

  • Mahlzeit Stylewolf.

    "das Mietverhältnis endete folglich am 30.06.2013. Erneut wurde bei der Übergabe weder ein Protokoll angefertigt, noch wurde auf Mängel hingewiesen. Stattdessen folgte die Abgabe des Schlüssels"
    - Dier Mietsache wurde also am 30.06.13 an den VM ohne Beanstandungen zurückgegeben?

    "Erst im September kam mein Vermieter dann langsam mit der Nebenkostenabrechnung um die Ecke."
    - Geht es nicht noch blumiger?:mad: Welchen Abrechnungszeitraum umfasste die NK-Abr.?

    "Ich reichte jene beim Jobcenter ein und bekam ein Schreiben zurück, in dem sich - vorwiegend wegen der Heizkosten, die vom Haus auf die einzelnen Parteien umgelegt wurden - eine Nachzahlung von insgesamt gut 165€ ergab. Dieses Schreiben kopierte ich und sendete es an meinen Vermieter. Das Jobcenter vermeldete im Schreiben, es überweise die € die über dem Nachzahlungsbetrag lägen (die 165 wären der von mir zu zahlende Betrag gewesen)."
    - Verstehe ich nicht. Geht es auch sachlicher?

    "Nun habe ich meinen Vermieter nach 2 Wochen mal angestupst. Jener offenbarte mir - per SMS - daraufhin, es seien ja noch gut 150€ an Reparaturen angefallen und er habe Fotos. Abgesehen davon dass ich auch Fotos aus 2009 mit exakt diesen Schäden habe, hätte er mich nicht viel eher darüber informieren müssen?"
    - Scheint sich ja wohl nicht um versteckte Mängel zu handeln, welche bei Rückgabe der Mietsache trotz Mühe NICHT zu erkennen waren?

    "Außerdem scheint mir nicht - da er von 300€ ausgeht, also davon dass er noch etwas rauskriegt - dass er die Kaution ordnungsgemäß angelegt hat."
    - Die fällign Zinsen kannste wohl in etwa selbst ermitteln. Frage mal die örtliche Spasskasse.

    "Selbst für den Fall, dass der Vermieter Schäden findet - hätte er mich nicht irgendwann darauf hinweisen müssen und mir Gelegenheit geben, diese zu beseitigen?"
    - Siehe oben. Letzteres: Ja.

    Einmal editiert, zuletzt von Berny (29. Oktober 2013 um 19:08)

  • Hallo Berny.

    Mahl zeit Stylewolf.

    "das Mietverhältnis endete folglich am 30.06.2013. Erneut wurde bei der Übergabe weder ein Protokoll angefertigt, noch wurde auf Mängel hingewiesen. Stattdessen folgte die Abgabe des Schlüssels"
    - Dier Mietsache wurde also am 30.06. 13 an den VM ohne Beanstandungen zurückgegeben?
    Sie wurde sogar am 24.6. eben ohne Beanstandungen zurückgegeben, jap. Das wäre nötigenfalls an Eides Statt versicherbar.

    "Erst im September kam mein Vermieter dann langsam mit der Nebenkostenabrechnung um die Ecke."
    - Geht es nicht noch blumiger?:mad: Welchen Abrechnungszeitraum umfasste die NK-Abr.?
    Da müsste ich nochmal nachschauen. Geht aber definitiv um das letzte Mietjahr, also bis eben Sommer 2013.

    "Ich reichte jene beim Jobcenter ein und bekam ein Schreiben zurück, in dem sich - vorwiegend wegen der Heizkosten, die vom Haus auf die einzelnen Parteien umgelegt wurden - eine Nachzahlung von insgesamt gut 165€ ergab. Dieses Schreiben kopierte ich und sendete es an meinen Vermieter. Das Jobcenter vermeldete im Schreiben, es überweise die € die über dem Nachzahlungsbetrag lägen (die 165 wären der von mir zu zahlende Betrag gewesen)."
    - Verstehe ich nicht. Geht es auch sachlicher?
    Ich stehe im Leistungsbezug nach SGB2, ugspr. Hartz IV genannt. Deshalb reichte ich die NK-Abrechnung dort ein. Für die NK ergab sich ein Guthaben von 13€, für die Heizkosten eine Nachzahlung von 186€ (die Abschläge waren nicht sehr hoch angesetzt). Insgesamt hätte das JC 13,50€ erstattet, blieben noch 165 offen, die mit der Kaution zu verrechnen gewesen wären. Heute habe ich dann nachgefragt - beim Vermieter - wie der aktuelle Stand ist, da kam er dann mit plötzlichen Reparaturkosten.

    "Nun habe ich meinen Vermieter nach 2 Wochen mal angestupst. Jener offenbarte mir - per SMS - daraufhin, es seien ja noch gut 150€ an Reparaturen angefallen und er habe Fotos. Abgesehen davon dass ich auch Fotos aus 2009 mit exakt diesen Schäden habe, hätte er mich nicht viel eher darüber informieren müssen?"
    - Scheint sich ja wohl nicht um versteckte Mängel zu handeln, welche bei Rückgabe der Mietsache trotz Mühe NICHT zu erkennen waren?
    Es gab keine Möbel in der Wohnung, auch wurde jeder Raum - gab nur 1,5 davon - gecheckt und begangen. Insgesamt dauerte die Übergabe keine 2 Minuten.


    "Außerdem scheint mir nicht - da er von 300€ ausgeht, also davon dass er noch etwas rauskriegt - dass er die Kaution ordnungsgemäß angelegt hat."
    - Die fällign Zinsen kannste wihl in etwa swlbst ermitteln. Frage mal die örtliche Spasskasse.
    Die fälligen Zinsen hab ich nur bei seiner Summe vermisst. Wie hoch die in etwa ausfallen müssten, weiß ich - deshalb bin ich ja irritiert, weil er wohl von genau 300 ausgeht. Und das wäre eben ohne Zins und Zinseszins.

    "Selbst für den Fall, dass der Vermieter Schäden findet - hätte er mich nicht irgendwann darauf hinweisen müssen und mir Gelegenheit geben, diese zu beseitigen?"
    - Siehe oben. Letzteres: Ja.
    Ist definitiv nicht erfolgt.

  • ""das Mietverhältnis endete folglich am 30.06.2013. Erneut wurde bei der Übergabe weder ein Protokoll angefertigt, noch wurde auf Mängel hingewiesen. Stattdessen folgte die Abgabe des Schlüssels"
    - Dier Mietsache wurde also am 30.06. 13 an den VM ohne Beanstandungen zurückgegeben?
    Sie wurde sogar am 24.6. eben ohne Beanstandungen zurückgegeben, jap. Das wäre nötigenfalls an Eides Statt versicherbar.""
    -- Gut für Dich.

    ""Erst im September kam mein Vermieter dann langsam mit der Nebenkostenabrechnung um die Ecke."
    - Geht es nicht noch blumiger? Welchen Abrechnungszeitraum umfasste die NK-Abr.?
    Da müsste ich nochmal nachschauen. Geht aber definitiv um das letzte Mietjahr, also bis eben Sommer 2013.""
    -- Verstanden.

    ""Ich reichte jene beim Jobcenter ein und bekam ein Schreiben zurück, in dem sich - vorwiegend wegen der Heizkosten, die vom Haus auf die einzelnen Parteien umgelegt wurden - eine Nachzahlung von insgesamt gut 165€ ergab. Dieses Schreiben kopierte ich und sendete es an meinen Vermieter. Das Jobcenter vermeldete im Schreiben, es überweise die € die über dem Nachzahlungsbetrag lägen (die 165 wären der von mir zu zahlende Betrag gewesen)."
    - Verstehe ich nicht. Geht es auch sachlicher?
    Ich stehe im Leistungsbezug nach SGB2, ugspr. Hartz IV genannt. Deshalb reichte ich die NK-Abrechnung dort ein. Für die NK ergab sich ein Guthaben von 13€, für die Heizkosten eine Nachzahlung von 186€ (die Abschläge waren nicht sehr hoch angesetzt). Insgesamt hätte das JC 13,50€ erstattet, blieben noch 165 offen,""
    -- Ich errechne jedoch 173€, die Du dem VM noch nachzuzahlen hast...

    ""die mit der Kaution zu verrechnen gewesen wären. Heute habe ich dann nachgefragt - beim Vermieter - wie der aktuelle Stand ist, da kam er dann mit plötzlichen Reparaturkosten.""
    -- Das eine hat mit dem andern nichts zu tun.

    ""Nun habe ich meinen Vermieter nach 2 Wochen mal angestupst. Jener offenbarte mir - per SMS - daraufhin, es seien ja noch gut 150€ an Reparaturen angefallen und er habe Fotos. Abgesehen davon dass ich auch Fotos aus 2009 mit exakt diesen Schäden habe, hätte er mich nicht viel eher darüber informieren müssen?"
    - Scheint sich ja wohl nicht um versteckte Mängel zu handeln, welche bei Rückgabe der Mietsache trotz Mühe NICHT zu erkennen waren?
    Es gab keine Möbel in der Wohnung, auch wurde jeder Raum - gab nur 1,5 davon - gecheckt und begangen. Insgesamt dauerte die Übergabe keine 2 Minuten.""
    -- VM-Risiko.


    ""Außerdem scheint mir nicht - da er von 300€ ausgeht, also davon dass er noch etwas rauskriegt - dass er die Kaution ordnungsgemäß angelegt hat."
    - Die fällign Zinsen kannste wihl in etwa swlbst ermitteln. Frage mal die örtliche Spasskasse.
    Die fälligen Zinsen hab ich nur bei seiner Summe vermisst. Wie hoch die in etwa ausfallen müssten, weiß ich - deshalb bin ich ja irritiert, weil er wohl von genau 300 ausgeht. Und das wäre eben ohne Zins und Zinseszins.""
    -- Er MUSS sie verzinslich anlegen.

    ""Selbst für den Fall, dass der Vermieter Schäden findet - hätte er mich nicht irgendwann darauf hinweisen müssen und mir Gelegenheit geben, diese zu beseitigen?"
    - Siehe oben. Letzteres: Ja.
    Ist definitiv nicht erfolgt.""
    -- Gut für Dich.

  • Was das mit den NK angeht, noch kurz als Ergänzung:
    Die HK wurden als nicht angemessen eingestuft. Der Betrag der über jener Angemessenheit - für 30 m² - lag, waren gut 165€. Von den 195€ HK wurden 30 übernommen.
    In den NK ergab sich ein Guthaben von 13,11€, diese wurden auf die 30 umgelegt, so dass letztlich 165€ an mir hängen bleiben bzw mit der Kaution zu verrechnen wären. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.
    Mir geht es in erster Linie um die Frage, ob die Kaution Zinsbringend angelegt wurde - scheinbar nicht - und wie ich das mit den Reperaturkosten geregelt bekomme.
    Wenn jemand da einen Rat hat, gern.
    Desweiteren schon einmal Danke bis hierhin.

  • Stylewolf:

    "Die HK wurden als nicht angemessen eingestuft. Der Betrag der über jener Angemessenheit - für 30 m² - lag, waren gut 165€. Von den 195€ HK wurden 30 übernommen."
    - Der VM hat mit dem JC kein Vertragsverhältnis...

    "Mir geht es in erster Linie um die Frage, ob die Kaution Zinsbringend angelegt wurde - scheinbar nicht -"
    - Du kannst einfach davon ausgehen, dass der VM gesetzeskonform gehandelt hat, ansonsten muss er die Zinsen aus seiner eigenen Tasche zahlen.

    "und wie ich das mit den Reperaturkosten geregelt bekomme."
    - Dazu hatte ich mich wohl schon geäussert.

  • Stylewolf:

    "Die HK wurden als nicht angemessen eingestuft. Der Betrag der über jener Angemessenheit - für 30 m² - lag, waren gut 165€. Von den 195€ HK wurden 30 übernommen."
    - Der VM hat mit dem JC kein Vertragsverhältnis...

    "Mir geht es in erster Linie um die Frage, ob die Kaution Zinsbringend angelegt wurde - scheinbar nicht -"
    - Du kannst einfach davon ausgehen, dass der VM gesetzeskonform gehandelt hat, ansonsten muss er die Zinsen aus seiner eigenen Tasche zahlen.

    "und wie ich das mit den Reperaturkosten geregelt bekomme."
    - Dazu hatte ich mich wohl schon geäussert.

    Ich wollte auch anderen die Gelegenheit geben, etwas dazu zu schreiben, danke :)

    Dein Statement, was ich bezüglich der Reparaturkosten unternehmen soll oder kann, lese ich allerdings nicht heraus.

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