Handelt der Vermieter wie es das Gesetz verlangt?

  • Achso, sie darf also Miete dafür Verlangen, dass ich nicht mehr in der Wohnung lebe? Ich glaube dann werde ich auch Vermieter, so kann ich jedem Geld aus der Tasche ziehen, obwohl der Mietvertrag längst abgelaufen ist/es keinen gibt für besagten Zeitraum.
    Der Vermieter hat ein Recht auf das Geld, dass ihm zusteht und nicht auf das, was ihm beliebt - oder irre ich mich?

    Einmal editiert, zuletzt von MissCeleste (24. Juni 2013 um 18:32)

  • Zitat

    Noch eine Ungereimtheit, die mir aufgefallen ist: Im Kündigungsschreiben (per Mail) hat sie geschrieben, dass der Mietrückstand 3300€ beträgt. Als ich dann gestern bei ihr war, sagte sie zu mir, als ich nachfragte, weshalb der Betrag "nur" noch 2700€ beträgt, dass sie sich geirrt habe. Ist die Kündigung eigentlich noch in wirksam, wenn ein falscher Betrag drauf steht?
    Ich muss noch hinzufügen, dass die 2700€ bereits die Miete für Juli enthält. Eigentlich eine Frechheit..

    Ihnen fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein oder?
    Um auf 2700 € Mietschulden zu kommen muss man schon einige Zeit megascheisse bauen ...
    Die Kündigung ist nicht an den Betrag gebunden sondern eine fristlose Kündigung ist bei einem Rückstand von 2 Monatsmieten möglich. Allerdings in Schriftform. Ich gehe nicht davon aus dass Sie mehr als 1350 € pro Monat Miete zahlen oder?

    Ihre Gedankengänge sprechen nicht für Sie.

  • Hallo MissCeleste,

    bei soo vielen Fragen und Ungereimtheiten kann auch ich Dir nur empfehlen, einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Der möchte auch mal den Sachverhalt dahingehend überprüfen, ob sich Deine VM nicht strafbar gemacht hat.

  • Nein, ich stehe 4 Mieten im Rückstand, bei einer Miete von 390€ sind das 1560€ der Rest ist alles, was sie extra verlangt, darunter sind u.a. die Kosten für den Polizeieinsatz sowie das Wechseln der Schlösser, obwohl ich damit nichts zu tun habe.

    Anstatt hier den Mieter (mich) als den alleinigen Schuldigen zu betrachten, sollte man auch mal auf die Vermieterin achten. Ich habe ihr im Februar gesagt, dass ich nicht weiß, wann das Geld wieder kommen wird, durch die Probleme mit dem Bafög (der Eltern). Ich habe Sie gefragt, ob ich besser kündigen solle, damit so etwas (Mietrückstand) nicht passiert. Ich hätte für Sie sofort einen neuen Mieter gehabt (Ich weiß, den muss sie nicht unbedingt annehmen). Ihre Worte waren, dass es kein Problem für Sie ist, da sie weiß, wie schwer es sein kann, besonders wenn man keine Familie hat, die einem in Notsituationen hilft. Ich solle ihr lediglich zeigen, dass Bafög beantragt wurde, dann wartet sie, bis es kommt, egal wann das sein mag. Bafög wird rückwirkend gezahlt. Ich habe ihr den "Beweis" über das Beantragen gezeigt und nicht gekündigt, wie sie es mir gesagt hat. Sie war zufrieden. Wie schon erwähnt war ich mit ihr "per du", wir haben uns gut verstanden. Es ist also keineswegs so, dass ich diese Mietschulden unbedacht habe aufkommen lassen. Ich wohne bereits seit meinem 17. Lebensjahr (fast 4 Jahre) alleine und hatte nie auch nur einen Euro (Miet-)Schulden. Auch wenn es für Erwachsene schwer sein mag zu verstehen, nicht alle 20-Jährigen sind gleich.

    Das die Vermieterin erst knapp 3300€ verlangt (im Kündigungsschreiben) und dann plötzlich nur noch 2700€ zeigt doch,
    das irgendwas an der Sache, die Sie abzieht, nicht stimmt.
    Und kein Vermieter hat das Recht, ohne Mietvertrag oder etwas anderem Schriftlichen, zu verlangen, dass der Mieter einen weiteren Monat zahlt, obwohl er nicht mehr in der Wohnung lebt, noch Zutritt zu besagter Wohnung hat.


    PS: Nicht alle (nichtzahlenden) Mieter sind schlecht, nicht alle Vermieter gut.

    3 Mal editiert, zuletzt von MissCeleste (24. Juni 2013 um 19:39)

  • MissCeleste:

    "ich stehe 4 Mieten im Rückstand,"
    - Das hätte zu einer fristlosen Kündigung gereicht, wie wir ja alle wissen. Aaber: Bis heute liegt Dir noch keine rechtswirksame Kündigung (schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift der VM!!) vor...

    "Rest ist alles, was sie extra verlangt, darunter sind u.a. die Kosten für den Polizeieinsatz sowie das Wechseln der Schlösser, obwohl ich damit nichts zu tun habe."
    - Sehe ich auch so. Apropos: Den Polizeiensatz ... Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch.
    Und was das Wechseln der Schlösser (Plural??) betrifft, so hat sie Dir die Mietsache rechtswidrig genommen, und ich würde seitdem keine Miete und Betriebskosten dafür bezahlen.
    Wenn Du nun selbst wieder ein Schloss (genauer: einen Schliesszylinder) einbaust, sollteste die Schlüssel dafür nicht weggeben und den ausgebauten VM-eigenen SZ ihr bei Beendigung des Mietverhältnisses zurückgeben.
    Was den strafrechlichen Aspekt dieser Angelegenheit betrifft, so wären hier Hausfriedensbruch (§ 123 StGB), evtl. auch Sachbeschädigung und Einbruchdiebstahl (hast Du geprüft, ob noch alle Bleistifte vorhanden sind?) bei der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Der RA wird Dir womöglich dabei weiterhelfen.

    "Anstatt hier den Mieter (mich) als den alleinigen Schuldigen zu betrachten, sollte man auch mal auf die Vermieterin achten. usw..."
    Verstehe schon, nur... Moral und Sentimentalitäten findet man in Gesetzen nicht...

    "Dass die Vermieterin erst knapp 3300€ verlangt (im Kündigungsschreiben) und dann plötzlich nur noch 2700€ zeigt doch,
    das irgendwas an der Sache, die Sie abzieht, nicht stimmt."
    - Bitte mal schriftlich festhalten, falls möglich.

    "PS: Nicht alle (nichtzahlenden) Mieter sind schlecht, nicht alle Vermieter gut."
    - Da sollteste mich mal kennenlernen...:mad::)

  • Hallo,
    ich hab persönlich zwar einen Groll gegen Mietschuldner, da mich die schon viel Geld gekostet haben, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass dein Fall ein bisschen anders liegt. Vor allem deshalb, weil deine Vermieterin Bescheid wusste. Sie hatte alle Zeit der Welt rechtliche Schritte einzuleiten, aber hat es dann doch vorgezogen Dinge zu tun, die mit einer empfindlichen Geldstrafe, wenn nicht sogar Haftstrafe geahndet werden können. Nichts von dem was deine Vermieterin getan hat ist auch nur annähernd "korrekt" und wiegt in meinen Augen deutlich schwerer, als die Mietschulden, auf die die Vermieterin sehr viel früher hätte reagieren können.
    Meiner Einschätzung nach hängt hier einiges mit menschlicher Enttäuschung zusammen. Ich nehme an es wird Streit gegeben haben o.ä. Vielleicht wäre ein Mediator angebracht.
    Ansonsten kann ich auch nur dazu raten einen Anwalt über Beratungsschein aufzusuchen.

  • Mich stört nur, dass der Eindruck erweckt wird, du steckst den Kopf in den Sand und wohnst eigentlich garnicht mehr in der Wohnung und suchst jetzt einen Weg der VM die lange Verständnis gezeigt hat, eins auszuwischen. Ohne Frage geht sowas nicht, sie kann dir imho auch weder den Polizeieinsatz noch den Schlüsseldienst in Rechnung stellen.
    Wir haben Wege aufgezeigt wie man die Situation regeln kann, diese solltest du einschlagen und kannst gerne auch berichten wie es weitergeht. Mietschuldner sind allgemein nicht sooo beliebt. Wenn jemand Dir Geld schuldet und dich fast ruiniert weil ers nicht zurückzahlt würdest Du dass bestimmt genauso sehen. Vorallem ist in einem solchen Fall auch das enttäuschte Vertrauen ein wichtiger Faktor.
    Mich verärgert halt etwas dass Du nicht wirklich auf das Geschriebene hier eingehst oder es verstehen willst.

    Und halt auch mal an die eigene Nase greifen ob man selbst alles richtig gemacht hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Vermieter (25. Juni 2013 um 10:54)

  • Doch, natürlich verstehe ich, dass Mieter, die ihre Miete nicht zahlen nicht gerne gesehen werden, ich verstehe auch, dass Sie (oder Vermieter allgemein) ihr Geld wollen, aber darum geht es hier ja nicht direkt. Mich interessiert ob ihr Verhalten angemessen ist oder nicht, beispielsweise bei der Sache mit der Kündigung (per E-Mail), dem betreten meiner Wohnung oder dass sie Papiere aus der Wohnung entfernt hat.

    Desweiteren hat sie ja gewusst, dass ich die Miete nicht zahlen werde. Ich hab ihr, VOR Anbruch des ersten Monats an dem ich keine Miete zahlen konnte, darüber informiert und gefragt, ob ich nicht lieber kündigen soll/sie mir, damit keine Schulden entstehen, das habe ich weiter oben ja schon beschrieben.
    Ich bin nicht sauer, oder will ihr eins auswischen, weil Sie ihr Geld verlangt, ich bin enttäuscht, weil Sie sich jetzt so verhält und über 1000€ mehr haben möchte, als ich nachvollziehen kann, okay, das ich den Polizeieinsatz bezahlen muss kann ich teilweise verstehen, aber der kostet 130€, was den Rest der 1000€ aber nicht erklärt (Ich habe nachgefragt wofür das ist, ihre Erklärung war "Es hat sich halt viel angesammelt", was genau, konnte/wollte sie mir nicht sagen). Und Sie hat auch nicht das Recht, einfach meine Wohnung zu durchsuchen und Gegenstände zu entwenden! Sie muss in jeden Schrank, einfach überall hineingeschaut haben, denn Sie wussten von allem, was ich besitze, wo es ist. Ich glaube kaum, dass ein Vermieter das Recht hat einfach in die Wohnung zu spazieren, jeden Schrank öffnen darf und sich praktisch aussucht, was er gerne gepfändet hätte. Soweit ich mich rein gelesen habe, darf der Vermieter nur mit Zustimmung (des Mieters) dort rein - oder der Polizei/Gerichtsbeschluss o.ä. Was aber nicht der Fall war, sie war OHNE Polizei weitere Male in der Wohnung.
    Außerdem habe ich nie behauptet, dass ich keine Fehler gemacht habe, aber ich habe mit Sicherheit nichts getan, was der Vermieterin das Recht gibt, einfach in meine Wohnung zu gehen und meine persönlichen Gegenstände zu durchwühlen, sowie Papiere zu entwenden. Ich war mit ihr "per du", aber Streit oder ähnliches hatten wir nie.

    Was ich aber ehrlich zugeben muss, ich finde es trotz allem schade, dass selbst Mieter, die im Vorfeld den Vermieter darüber informiert haben, dass es schwierig wird mit dem Zahlen, so negativ behandelt werden. Ich für meinen Teil habe sobald ich wusste, dass es ein Problem geben wird mit ihr geredet und ihr vorgeschlagen, zu kündigen etc.
    Der Vater meines Freundes ist ebenfalls Vermieter, ich bin also nicht komplett ohne Ahnung, was es heißt ein Vermieter zu sein.

    _ _ _
    Und ich bin auch für die Wege, die mir hier alle aufgezeigt haben sehr dankbar und habe ja auch schon gesagt,
    dass ich mich an einen Anwalt wenden werde.

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