Hallo liebe Community,
erstmal möchte ich den ganzen Ablauf kurz zusammenführen:
Wir waren Mieter bei einer Genossenschaft und hatten eine 4-Zimmer-Wohnung für knapp 3,5 Jahre. Die Wohnung hat auf knapp 90qm einen PVC-Boden. Wir haben damals (2009) durch eine Fachfirma einen hochwertigen Laminatboden verlegen lassen. Die Türrahmen und Türblätter mussten eingeschnitten bzw gekürzt werden. Zwischen Laminat und PVC wurde eine Trittschalldämmung eingebracht um auch den PVC vor möglichen Beschädigungen zu bewahren.
Nun Februar 2013 lief der Mietvertrag aus und es wurde im Dezember ein Übergabeprotokoll erstellt mit dem Hinweis, dass ich den Laminatboden entfernen muss (außer ich finde einen Nachmieter der diesen übernimmt). Als der Nachmieter fest stand, haben wir mit ihm vereinbart, dass er den Laminatboden übernimmt (haben wir schriftlich!).
Jetzt der 1. große Schreck:
2 Tage (!!!) vor Wohnungsübergabe bekamen wir einen Anruf von den Nachmieter: "Wir übernehmen nichts in der Wohnung!!!" Ich hatte keine Chance auf ein vernünftiges Gespräch. Verärgert haben wir dann den Laminatboden entfernt und die ganze Wohnung komplett überholt. Natürlich schafft man das unmöglich in 2 Tagen (Türen spachteln, lackieren, verlängern etc.). Ich bekam am 28.02. Besuch von der Genossenschaft und mir wurde eine Nachfrist gegeben (bis 14.03. glaube ich). Ich habe einen Schreinerfachmann beauftragt die Türrahmen zu reparieren (verspachteln, schleifen etc.) und die Türblätter zu verlängern (auch mit verspachteln und schleifen etc.). Lackiert haben wir dann alle Türen und Rahmen selber. Da die Türen mind. 30 Jahre alt sind und dementsprechend viele Lackschichten schon drauf sind, kann man kein "neues" Ergebnis erzielen. Der Endabnahme-Mann war zufrieden.
Aber dennoch wurde die Lackierung bei ein paar Türen beanstandet. Ich habe mich mit dem freundlichen Herren der Genossenschaft geeinigt, dass ich den restlichen Lack der ausführenden Malerfirma übergebe, welche ich am nächsten Morgen mit der Dose besuchte.
Bis gestern habe ich nichts mehr gehört.
Jetzt der 2. große Schreck:
Gestern Abend flattert die böse Endabrechnung ins Haus. Die Genossenschaft will sage-und-schreibe 1082,53€ (!!!) von mir. Es wurden ALLE (!) Türrahmen und Türblätter noch einmal von einer Fachfirma komplett abgeschliffen, verspachtelt und komplett neu lackiert! Komischerweise wurden 7,5 Türen in der Rechnung aufgeführt obwohl wir nur 6,5 Türen hatten (die ,5 ist eine kleine Tür in der Küche; Speisekammer). Die Summe der Rechnung beläuft sich bei dieser Position auf 763,88€ (NETTO).
Es wurden auch alle Heizkörper demontiert, auseinander gebaut, geschliffen und lackiert, obwohl bei der letzten Übergabe nur die Aussage kam: "Ach, für die Heizkörper kommt nur eine geringe Abnutzungsgebühr..." Da diese Gebühr aber mit 299,31 € (NETTO) zu Buche schlägt hätte ich nie gerechnet.
Ich bin selber echt pingelig, wenn es um solche Arbeiten geht und habe deshalb auch sehr darauf geschaut, dass das Ergebnis sauber wird. Der Endabnahme-Typ hat uns sogar gelobt, wie sauber die Rahmen und Blätter repariert wurden. Bis auf ein paar kleine matte Stellen beim Lackieren war er sehr zufrieden.
Achja. Ein weiterer Punkt in der Rechnung lies meine Halsschlagader pochen: Die Firma berechnet unter dem Punkt "Regiearbeiten" Teil "Boden abgedeckt" satte 4,75 Stunden!?!?! Wenn man das mit Taschentücher abdeckt, kann ich das schon verstehen. Da die Firma aber mit Malerfließ gearbeitet hat, kann ich diese Zeit nicht nachvollziehen. Wir hatten auch alles mit Malerfließ abgedeckt und brauchten keine 1,5 Stunden...
Dementsprechend koche ich seit gestern auf 400 Grad. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen vor Ärger.
Hat jemand eine Idee, wie ich die Sache angehen kann? Habe jetzt dem Vorstand eine kurze, freundliche Email geschrieben, mit der Bitte um Rückruf...
Wäre sehr froh, wenn der ein oder andere Tip mir bei der Sache helfen kann...
Viele Grüße
H.S.