Fristlose Kündigung!

  • Hallo!

    Ich bräuchte für mein aktuelles Problem schnell ein paar Tipps. Um meine aktuelle Situation darzustellen muss ich leider etwas weiter ausholen:

    Ich bin mit meine achtjährigen Tochter im Mai 2012 in eine Einliegerwohnung im Einfamilienhaus einer Bekanten mit einem 13 jährigen Sohn eingezogen, ursprünglich war ne Art WG geplant, da ich meine Wohnung im Dachgeschoss hatte, musste ich immer durch die Wohnung von den Beiden um dort hin zu kommen.

    Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass die WG-Idee nicht funktioniert, weil ich dort anscheinend nur die Putzkraft ersetzen sollte, womit ich natürlich nicht einverstanden war. Zusätzlich sollte ich die Ersatz-Betreuung für den 13 jährigen Jungen übernehmen, weil die Mutter entweder gearbeitet hat oder ihre Zeit bei ihren Freuend verbracht, oder sonstiges getan hat um möglichst keine Zeit mit ihren Kind zu verbringen. Nach dem ich sie mehrere male darauf hingewiesen habe, dass sie ihr Kind und den Haushalt vernachlässig merkte ich immer mehr dass die Luft zwischen uns beiden dicker wurde.

    Die Bombe platzte dann anfangt Dezember, während meine Tochter gebadet hat, kracht im Bad das Waschbecken auf den Boden. Ich hörte im Flur den Schrei meines Kindes. Kurz danach habe ich realisiert, dass der Kleinen zum Glück nichts passiert ist. Das Waschbecken hängte an der Wand runter und ich habe das Wasser an den Eckventilen abgestellt und versucht meine Vermieterin zu erreichen - erfolglos - also schrieb ich ihr eine SMS. Ich habe alles fotografiert und auf ihren Rückruf gewartet. Irgendwann gegen Mitternacht hat sie sich dann gemeldet und kurz danach ist sie auch aufgetaucht. Hat sich alles angeschaut, meinte gut dass niemanden etwas passiert ist und sie gleich morgens ihre Hausrat Versicherung darüber informiert. Ich sollte allerdings alles so liegen lassen - was ich auch gemacht habe. Am nächsten Morgen kam dann die erste Überraschung: ich sollte laut meiner Vermieterin denn Schaden bei meiner Haftpflicht-Versicherung melden, dass meine achtjährige Tochter das Waschbecken abgerissen hat. Als ich ihr gesagt habe, dass ich das nicht mache, weil es nicht stimmt, sollte ich der Versicherung melden, dass mein Hund, ein Boxer, das Waschbecken abgerissen hat. Als ich auch das nicht machen wollte ist sie richtig sauer geworden. Ich bin dann zur Arbeit gefahren, eine halbe Stunde später kam ein Anruf, dass ich sofort nach Hause kommen soll, weil aus meiner Wohnung Wasser raus läuft, und die Vermieterin nicht wusste wo sich der Hauptwasserhahn befindet. Als ich zu Hause war floß das Wasser bereits von oben nach unten. Das Wasser war aber mittlerweile am Haupthahn abgestellt. Ich habe sofort alle verfügbaren Handtücher genommen um das Wasser vom Laminatboden zu schaffen. Meine Vermieterin hat mit einer Engelsruhe zugeschaut, um „den Schaden einzuschätzen“. Da ich wieder zur Arbeit musste habe ich nur schnell das Wasser entfernt und meine Wohnung offen gelassen, im Glauben, dass der bestellte Handwerker schauen kann wo das Wasser herkommt. Das war leider ein Fehler, was ich allerdings erst zwei Wochen später erfuhr.

    Denn, am 13.12.12, bekam ich die fristlose Kündigung der Wohnung über ihren Anwalt zugestellt. Bis 31.12.12 sollte ich die Wohnung verlassen, mit der Begründung, dass ich das Waschbecken abgerissen habe, einen Wasserschaden verursacht habe, in dem gemeinschaftlichen Keller soll ich Waschpulver von meiner Vermieterin geklaut haben, da ich im gemeinschaftlichen Keller mal ihre Kartons verstellt habe, hat sie mich beschuldigt, dass ich ihre privaten Sachen durchwühle. Während der Wasserschaden durch den Handwerker begutachtet wurde, hat sie mit ihren Sohn meine Wohnung durchsucht und anschließend behauptet, dass ein Spiel, welches meine Tochter geschenkt bekommen hat, ihren Sohn gehört und ich es ihm gestohlen habe. In dem Schreiben vom Anwalt waren noch weitere unglaubliche Vorwürfe. Natürlich habe ich sie deshalb zur Rede gestellt, in diesem Gespräch hat sie alles was in diesem Brief geschrieben wurde zurück genommen und auch zugegeben, dass sie wegen dem Waschbecken sauer ist, weil ich das nicht bei meiner Versicherung gemeldet habe, bzw. dass ich nicht bereit bin ihr das Waschbecken zu ersetzen Ich habe ihr noch einmal gesagt, dass wir das Waschbecken nicht kaputt gemacht haben und das ungerecht ist, sie hat sich für die anderen Vorwürfe im Anwaltsschreiben entschuldig, ich habe ihr anschließend gesagt, dass ich dort nicht mehr wohnen bleibe und versuche bis zum 01.01.13 eine neue Wohnung zu finden.

    Durch ihren Rechtsanwalt lies sie mir mitteilen, dass ich die Wohnung „geräumt und in geräumten Zustand“ hinterlassen soll. Ich bin mit meiner Tochter am 28.12.12 ausgezogen. Natürlich nicht ohne Theater von meiner Vermieterin, sie lief wie ein wildes Tier durch das Haus. Sie wollte mir meine Spülmaschine, die sie regelmäßig genutzt hat und, wie mir ebenfalls durch ihren Anwalt mitgeteilt wurde, ich selbst nicht mehr nutzen durfte, nicht geben, bevor die Wohnungsübergabe statt findet bzw. bevor ich die Wohnung nicht in den ursprünglichen Zustand bringe. Bei der Begehung hat sie sich ihre Schwester und einem bekanten Handwerker als Verstärkung geholt. Mit ihrer Schwester habe ich die Unterhaltung beendet, nachdem ich mitbekommen habe, dass sie alles heimlich filmen wollte, ihr Handwerker hat mir ein paar Mal mit Rechtsanwalt gedroht usw. In dieser Zeit hat die Vermieterin zu meinem Freund weiter Lügen über mich verbreitet. Ich wollte dort nur so schnell wie möglich weg, die Wohnung habe ich gefegt und ohne Übergabe-Protokoll verlassen.

    Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf diese Lügnerin, meine Ex-Vermieterin, sie verlangt nun aber von mir, dass ich die Wohnung in den ursprünglichen Zustand bringe, also konkret soll ich Farbe von einer Holzdecke abwaschen, einen, ursprünglich braunen, Holzbalken von weißer Farbe befreien, Löcher zuspachteln und natürlich auch das Waschbecken ersetzen. Muss ich die Arbeiten nach der fristlosen Kündigung noch durchführen? Die Löcher in der Wand sind von mir, die Decke und den Balken habe ich (nicht fachmännisch) gestrichen. Kann ich gegen die Lügen und Vorwürfe etwas unternehmen? Sie erzählt diese Lügen auch in der Nachbarschaft…
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

  • Hallo Xena,

    dies ist ein Forum für Mietrecht. Gibt es überhaupt einen Mietvertrag?
    In dem von Dir geschilderten Fall ist auch Bürgerliches Recht ein Thema, evtl. auch Strafrecht (üble Nachrede, Verleumdung).
    Ich empfehle Dir dringend einen Rechtsanwalt aufzusuchen.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!