Das ewig leidende Thema Feuchtigkeit. Diesmal aber ohne Schimmel :-)

  • Hallo,
    Wir haben ein kleines Problem und kommen nicht so ganz weiter. Seit einem Jahr wohnen wir in einer 3 Zimmer Wohnung bei Nürnberg. Die Wohnung wurde vor Einzug komplett renoviert (Böden, Wände, etc). Vor 3 Jahren wurden auch neue isolierte Kunststofffenster eingebaut. Das Haus ist ca 55 Jahre alt und hat keine Aussenisolierung. Der Zustand des Hauses ist so lala, dh es ist jetzt nicht baufällig, aber gut sieht anderst aus.
    Unser Problem:
    Im Schlafzimmer haben wir eine permanente Luftfeuchtigkeit von über 70%! Wir lüften mindestens 3 mal täglich und halten die Raumtemperatur immer über 20 Grad Celsius. Nach dem Lüften sinkt die Luftfeuchtigkeit um 10% aber nach 15 Minuten ist Sie wieder oben. Dies haben wir über 3 Wochen dokumentiert und mit einem Hygromether aufgezeichnet). Wir trocknen keine Wäsche im Zimmer, wir haben bereits alle Pflanzen entfernt und sonst ist auch nichts "Feuchtigkeitsförderndes" im Zimmer. Letzten Winter hat sich in einer Ecke oberflächlicher, weißer Schimmel gebildet. Diesen haben wir entfernt und die Ecke seit dem genau beobachtet. Zu der hohen Luftfeuchtigkeit kommt die schlechte Dämmung hinzu! Das Zimmer hat 2 Aussenmauerwände (Wetterseite) welche richtige Kälte abstrahlen. Wähnt auf einer Zimmerseite die Remperatur 21 Grad beträgt, ist es in der "Schimmelecke"keine 15 Grad.
    Die Oberflächentemperatur der Wand beträgt in sehr kalten Tagen ca 8 Grad.

    Der Vermieter hat angeblich die Wände prüfen lassen und diese seien trocken, so sagt er.

    Ich denke die hohe Luftfeuchtigkeit rührt aus der Kombi:
    - neue Fenster (dichter im Vergleich zu den alten Holzfenstern)
    - keine Dämmung (niedrige Oberflächentemperatur = Kältebrücke)
    - evt feuchte Mauern

    Noch zusätzliche Infos:
    - von den 6 Parteien im Haus haben oder hatten schon 4 Probleme mit Schimmel.
    - wir haben ausschließlich in diesen einem Zimmer das Problem. Alle anderen Zimmer haben normale Luftfeuchtigkeit (ca40%)
    - Mittlerweile lassen wir die Türe zum Schlafzimmer komplett geschlossen, da im Flur eine andere Temperatur ist. Leider kein Erfolg...
    - Der Vermieter hatte bei einem anderen Mieter eine Art Isoliertapete angebracht. geholfen hat es nicht, aber nun wird auf falsches Lüften verwiesen
    - Der Vermieter möchte mittlerweile nichts mehr mit dem Problem zu tun haben und ignoriert Briefe und Anrufe

    Meine Fragen:
    - Könnte meine Annahme zum Grund der hohen Luftfeuchtigkeit richtig sein?
    - Muss ich warten bis sich wieder Schimmel bildet um auf den Vermieter Druck aus zu üben (zb durch Mietminderung)?
    - Muss ich so eine Isoliertapete akzeptieren?
    - Kann ich den Vermieter dazu zwingen eine erneute Prüfung durch einen Sachverständigen ausführen zu lassen?

    Sonstige Ratschläge sind auch Willkommen :)

    Zu guter Letzt, ich habe mich nun wirklich sehr lange Zeit mit diesem Thema beschäftigt und sehr viel Gelesen. Ich habe auch dieses Forum durchsucht und durchforstet aber dieses Konstellation nicht gefunden...

    Viele Grüße

  • Zitat

    - Muss ich so eine Isoliertapete akzeptieren?

    Solch eine Tapete ist der größte Unsinn, denn darunter blüht der Schimmel in allen Farben und Variationen.

    Weiteres werde ich zu diesem Thema nicht schreiben, weil ich kein Bausachverständiger bin.

    Hilfe gibt es beim örtlichen Mieterverein oder einem Anwalt für Mietrecht, die dann auch die richtigen Experten benennen können.

  • Hallo Pieeeeeety,

    Du hast das Problem ja recht nachvollziehbar geschildert.
    Eine Isoliertapete würde auch ich nicht empfehlen, eher an der Aussenwand...:)
    Viewlleicht hilft es ein wenig, wenn Ihr die Schafzimmertür stets offen lasst, sodass die Luft zumindest ein wenig zirkulieren kann.
    Mietrechtlich kann ich leider zusätzlich nichts beitragen.:o

  • :confused:Warum habe ich, in drei Teufels Namen, in meinen bisherigen 4 Wohnungen im Schlafzimmer noch nie Schimmelprobleme gehabt. Warum wird mir das verwehrt?
    Offensichtlich liegt es an meinem Geiz Schlafzimmer grundsätzlich nicht zu beheizen. Wäre auch sinnlos, 24 Stunden das Zimmer bei angekippten Fenstern zu heizen. Was mache ich da falsch?

  • Hallo,
    also die Kombination ungedämmte Aussenwand und neue Fenster ist tatsächlich heikel. Insofern ist richtiges Lüften wichtig.
    Du machst es richtig, die Schlafzimmertüre zu schliessen, um den Luftwechsel mit den anderen Räumen der Wohnung zu unterbinden. Du solltest aber darauf verzichten, das Schlafzimmer heizen. Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. D.h. wenn die warme Luft an die kalte Aussenwand trifft kann sie viel mehr Feuchtigkeit abgeben als ohnehin schon kühlere Luft und soviel heizen, dass die Wand dadurch wärmer wird, kannst du nicht gar nicht:).
    Bei den Isoliertapeten muss man vorsichtig sein. Vorweg, Wunder bewirken die auch nicht. Es gibt einige gut, die aber auch entsprechend teuer sind, aber falsch verarbeitet oder von schlechter Qualität sind diese Tapete eher der Schimmelbildung eher dienlich.

  • Du machst es richtig, die Schlafzimmertüre zu schliessen, um den Luftwechsel mit den anderen Räumen der Wohnung zu unterbinden.


    Warum soltte der unterbunden werden?

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