Lärmbelästigung im Mietshaus

  • Ersteinmal ein freundliches Hallo als Neuling an die Forengemeinde :)
    Zu meinem Problem, bzw. meinen Fragen. Ich weiß, dass der folgende Text sehr lang ist, erhoffe mir aber trotzdem geduldige Leser und Hilfestellung welcher Art auch immer.

    Zum 01.04.12 habe ich eine Wohnung zwecks zweier WG in einem 3-Familienhaus angemietet. Unter uns wohnt die ältere Vermieterin, über uns ein Pärchen im Alter um die 30. Sie Halbtagskraft (Lehrerin), er Verteter für irgendwas.
    Mein Mitbewohner und ich sind 33, berufstätig, täglich 10-12 Stunden aus dem Haus und haben unsere grössten Partyzeiten hinter uns.
    Vier Wochen nach Einzug erfolgte die erste Konfrontation mit besagtem Pärchen zwecks "Lärmbelästigung" und seitdem stehen nur Probleme mit diesen beiden Personen an der Tagesordnung.
    Ich muss dazu sagen, dass wir keine Ambitionen haben und hatten, dicke fette Parties zu schmeissen oder hier jeden Abend die Bude abzufackeln. Vermeintliche Beschwerden erfolgen hauptsächlich 2 Mal monatlich am WE, wenn wir Besuch haben. Die Lautstärke befindet sich im Rahmen der Zimmerlautstärke (man konnte sich jedesmal problemlos daneben unterhalten). Dumm ist, dass es sich bei meiner Wohnzimmeranlage um ein sehr durchzugstarkes 5.1 System handelt und das Schlafzimmer der beiden Obermieter direkt über unserem Wohnzimmer ist.
    Nach besagten vier Wochen (Anfang Mai) erfolgte ein Treffen mit dem Pärchen in ihrer Wohnung, dem Vermieter unserer sowie obiger Wohnung, dass zu Klärung der Sache beitragen sollte. Wir beschlossen die Einhaltung der 22 Uhr Ruhe und einigten uns auf einen Lautstärkepegel (am Verstärker unserer Wohnung mit allen beteiligten eingepegelt), der für die beiden in der Nachtruhe erträglich sei (die Lehrerin meinte, dass dieser Pegel beim Schlafen wohl noch zu hören sei, aber sie war damit einverstanden). Seit dem 05.05. ist dieser "Vertrag" von uns eingehalten worden, da wir keinerlei Stress mit irgendwem forcieren wollten.
    Am letzten Samstag klingelt die Polizei um 3 Uhr nachts an unserer Tür und will nach dem Rechten schauen, da sich die beiden Hausbewohner oben beschwert hätten. An diesem Tag haben wir zu dritt bis exakt 22 Uhr einen Film geschaut und danach Musik unter dem vereinbarten Pegel betrieben (Subwoofer war aus). Die Musik war zu dem Zeitpunkt schon längst verstummt und die Polizisten gingen ohne großen Kommentar wieder.
    Meine Frage an Euch ist nun folgende (sind folgende): Muss ich mir solche Einschränkungen sowie Maßnahmen als Mieter und Mietezahler wirklich gefallen lassen? Wir sind bei allem Tun in unserer Wohnung ständig darauf bedacht, bloß nicht zu laut zu sein. Wir fühlen uns in unseren eigenen vier Wänden so dermaßen eingeschränkt, da dass Lärmempfinden der Obermieter so extrem ist und die Toleranz selbiger so vehement gegen null tendiert. Muss ich es als rechtens betrachten, dass mir die Mieter ohne Vorwahnung einfach die Polizei ins Haus schicken, die dann eh nichts feststellt? Wir fühlen uns zu unrecht auf die Anklagebank verwiesen, da wir im Rahmen eines normalen Mietverhältnisses leben. Wenn nach acht Wochen Ruhe an einem Samstag das subjektive Empfinden der Obermieter durch angebliche Ruhestörung solche Ausmaße annimmt, wo soll das bitte noch hinführen? Wir sitzen stellenweise mit Freunden in unserer Wohnung, welche fragen, ob man nicht lauter machen könne, da niemand mehr etwas vom laufenden Programm versteht. Können auch wir uns in der Opferrolle sehen, wenn man bedenkt, dass die Obermieter trotz voriger Zustimmung auf den vereinbarten Pegel das Ganze immernoch als zu laut reglementieren und uns ohne Kommunikation die Polizei auf den Hals hetzt? Beide Vermieter wollen uns natürlich halten, aber bei der zugespitzten Lage sehe ich einem Auszug schon mit Schrecken entgegen. Kann der Vermieter im Extremfall so etwas durchbringen?
    Danke fürs Durchlesen der langen Zeilen und danke für hilfreiche Tipps, Rechte oder Vorgehensweisen. Ich bin echt am Ende und mich (uns) bewegt die Problematik aufs Äußerste.

  • Hallo,

    Wir haben uns nun auf ein erneutes Treffen mit den Vermietern und den oberen Mietern geeinigt. Anscheinend haben diese beim Vermieter mittlerweile Mietminderung gestellt. Zudem schreiben diese jede Ruhestörung auf und wollen uns diese am Tag des Treffens vortragen.
    Wie ist mit einer solchen Protokollierung umzugehen? Ist es nicht so, dass diese Mieter seitdem ein geschärftes Gehör gegen uns aufweisen und jeglichen Ton auf die Goldwaage legen!? Kann dies in irgend einer Weise gegen uns rechtskräftige Wirkung haben?
    Danke fürs Feedback!

  • long story

    scheint eher ein nahbarschaftliches problem zu sein und kein rechtliches. mein tipp verständigt euch oder sucht euch eine neue wohnung...

    am ende trifft man sich vor gericht weil die schuhe vor der tür stehen... bringt alles nicht viel.

    Ein Forum ist keine kostenlose Rechtsberatung und ersetzt auch nicht den Weg zum Anwalt :eek:

  • Hallo Larsso,

    das scheint mir eher ein Problem des Paerchens zu sein. Wie sieht es denn umgekehrt aus ? Hoert Ihr Eure Nachbarn ?

    Da hilft nur sachliche Argumentation. Eine Mietminderung kann vom VM nur bei wirklich berechtigter und staendiger Laermbeleastigung akzeptiert werden. Und dies nur, wenn bei erfolgter Abmahnung der Mieter (also Euch) nichts an seinem Verhalten aendert. Was ja bei Euch nicht der Fall ist. Hier ein Link zu einem Artikel zu Deiner Info/Quelle: Bei Lärm sind Hausbesitzer in der Pflicht | MEIN BAU

    Viel Glueck,
    Juergen

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