Hallo,
wir sind im September 2009 in eine Altbauwohnung gezogen. Laut Vermieter "knapp 80qm" (keine Angabe im Mietvertrag, aber eigenes Ausmessen ergab ca. 89qm), 4 Zimmer, riesen Flur.
Die Heizkosten sollten laut Vermieter und Vormieter (welche allerdings befreundet sind) zwischen 70 und 80 Euro betragen (Gastetagenheizung, Warmwasser auch über Gas).
Da die Wohnung eigentlich unser Budget überstieg, uns aber so gut gefiel und die genannten Angaben auch noch ok für uns waren, mieteten wir sie an.
Leider verlangten wir keinen Energiepass. Mein Freund fragte lediglich, wie es mit den Heizkosten aussähe, worauf der Vermieter meinte "Na ein Energiesparhaus ist das nicht".
Nun haben wir den Stand von 1.12.2009 bis heute abgelesen und es waren 9.240 kWh - mit dem Abschlag von 75 Euro, den wir derzeit zahlen, haben wir für ein gesamtes Jahr jedoch nur 13.000 kWh zur Verfügung!
Überschlagen haben wir, dass wir nun ca. 20.000 kWh pro Jahr bräuchten, was 110 Euro im Monat, bzw. eine Nachzahlung von etwa 500 Euro wären.
Dazu sei gesagt:
Wir heizen in Wohn- und Arbeitszimmer auf knapp 18 Grad (Thermostat), Tierzimmer auf ca. 17 (Heizung auf 1), Schlafzimmer ca. 15-16 (Heizung auf 1).
Bad, Küche und Flur werden nicht beheizt, dort herrschen 14-15 Grad!
Weniger heizen ist also definitiv nicht möglich und Besuch möchte ich gar nicht einladen, da muss ich vorher immer einen Heizlüfter ins Wohnzimmer stellen.
Meine Frage daher nun:
Kann man eine Mietminderung verlangen? Sollen wir zum Mieterschutzbund gehen? Welche Rolle spielt es, dass der Vermieter uns keinen Energiepass gegeben hat?
Vielen Dank im Voraus!