Vorzeitige Kündigung

  • Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 51 Jahre , geschieden und wohne zurzeit in einem Städtchen an der Ruhr zur Untermiete bei einem Freund - naja, er war es bis vor kurzem :(

    Jetzt die Situation: Besagten "Freund" kenne ich seit nunmehr 11 1/2 Jahre. Von Ende 2000 bis Mitte 2002 hatten wir eine Beziehung, auch wenn er zu dem Zeitpunkt verheiratet war. 2003 bin ich zum Bodensee gezogen, wo ich bis Oktober letztes Jahr gelebt habe.

    Besagter "Freund" schrieb mir 2006 er habe Leukämie, war nach einem Jahr geheilt. 2009 hatte er einen Rückfall und nahm Anfang 2010 wieder Kontakt zu mir auf. Ab da hatten wir einen sehr intensiven Mailkontakt. Im Sommer 2011 beging er einen Suizidversuch, weil seine Lebensgefährtin sich von ihm trennen wollte und es dann auch tat. Er landete in der Psychatrie von wo aus er mich fragt, ob wir eine WG gründen wollen. Er wußte, dass ich ihn immer noch liebte und auch gerne wieder nach NRW zurück wollte.

    Lange Rede, kurzer Sinn - in vielen Mails malten wir uns aus wie die gemeinsame Zukunft werden könnte. Ich fand eine neue Stelle in NRW und kündigte meine Wohnung und alte Arbeitsstelle und unterschrieb einen Untermietvertrag bei ihm. Ab dem Moment ließ der Kontakt allmählich ab und wurde distanzierter.

    Der Mietvertrag besagt, dass es eine Putzfrau und in kürze eine behindertengerechte Küche geben wird (er sitzt im Rollstuhl). Des weiteren steht dort, dass ich mich um die Wäsche und kümmere, wenn notwendig, ihm bei der Körperpflege behilflich bin. Die Kündigungszeit beträgt 3 Monate zum Quartalsende.

    Anfang des Jahres hatten wir einen ziemlichen Streit, woraufhin er mir den Mietvertrag zum Ende Juni 2012 schriftlich kündigte. Kurze Zeit später hatten wir ein versöhnliches Gespräch, was nicht sehr lange anhielt. In einer Mail schrieb er mir ich dürfe auch zum 01.03.2012 oder 01.04.2012 ausziehen. Ich berief mich auf sein Kündigungsschreiben, zu dem er in der Mail schrieb, dass dieses keinen Bestand mehr hätte und ich sicher zum 01.04.2012 eine neue Wohnung finden würde. Ich habe tatsächlich eine schöne Wohnung gefunden und alles entsprechend geregelt, da er mir mit seinem Anwalt gedroht hatte.

    Nun habe ich ein Schreiben von seinem Anwalt bekommen, dass ich die Miete bis Ende Juni zahlen muss, da die Aussage in der Mail keine rechtliche Grundlage hätte. Jetzt sitze ich ziemlich in er Klemme und weiß nicht wie es weiter gehen soll. Hier wohnen bleiben kann ich auf keinen Fall, da ich nervlich ziemlich am Ende bin. Die Kaution bekomme ich wohl auch so schnell noch nicht, muss aber für die neue Wohnung wieder eine Kaution hinterlegen Ich bin vollzeitig berufstätig und kann es mir bei der neuen Arbeitsstelle nicht leisten Fehler zu machen. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten und eine Rechtschutzversicherung habe ich noch nicht abschließen können - wofür es jetzt ohnehin zu spät ist.

    Tut mir leid, dass mein Posting so lange geworden ist. Hat jemand einen Rat für mich?
    Liebe Grüße
    MaryKN

  • Die Putzfrau gibt es natürlich nicht und das mit der Küche wird auch nichts. Er wusste wie sehr ich ihn immer noch liebe. Ohne das und die Vorstellung der gemeinsamen Zukunft wäre ich diesen Kuhhandel niemals eingegangen.

  • Wo ist das eigentlich mietrechtliche Problem?
    Die ausführliche Beschreibung Ihrer Lebens- und Beziehungsumstände ist ohne Bedeutung und verwirrt mehr als es Klarheit schafft.
    Streichen Sie alles weg, was nicht dazu gehört; vielleicht kann man dann einen klaren Gedanken fassen.

  • Wo ist das eigentlich mietrechtliche Problem?
    Die ausführliche Beschreibung Ihrer Lebens- und Beziehungsumstände ist ohne Bedeutung und verwirrt mehr als es Klarheit schafft.
    Streichen Sie alles weg, was nicht dazu gehört; vielleicht kann man dann einen klaren Gedanken fassen.

    Das eigentliche mietrechtliche Problem ergibt sich aus den Beziehungsumständen. Solange er mein Freund war haben wir keinen unterschriebenen Schriftverkehr benötigt. Bis dahin war jedes gesagt Wort und jedes in einer Mail geschriebene Wort Bestand. Er sagt nun mein Auszug wäre unwirksam, da er nichts unterschrieben hat. Ich bin auf sein Angebot eingegangen, weil ich keinen Stress mit seinem Anwalt wollte, den ich mir nicht finanziell nicht leisten kann. Ich wollte auch keinen psychologischen Stress, der nun begonnen hat. Ich habe in meier Vergangenheit Panikattacken und kann es mir nicht leisten meine neue Arbeitsstelle zu gefährden.

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