Hallo zusammen,
erstmal großes Lob an die Betreiber. Tolle Seite!
Ich habe jedoch ein paar Anliegen und hoffe, nützliche Ratschläge zu erhalten:
Folgende Problematik(en):
Nachdem uns im Januar (2 Tage nach der Geburt unserer Tochter) die Wohnung aus Eigenbedarf gekündigt wurde, sind wir mehr oder weniger "Hals über Kopf" in eine andere Wohnung umgezogen.
Der Vermieter schien nett, die Wohnung stand mehrere Monate leer und war grundsanierungs-bedürftig!
Netter Weise kam unser neuer Vermieter uns auch entgegen und wir haben die Leistung gebracht und er die Kosten getragen. Vorteil beiderseits. Wir haben so viel Energie und Kraft in die Wohnung gesteckt, Laminat verlegt, neue Zwischendecke eingezogen, Bad neue Amaturen, Fliesen lackiert, ect.
Als nach Einzug die Wohnung nicht wirklich warm wurde, haben wir es auf das lange Leerstehen geschoben. Die feuchten Fenster auf das Malern.
Nach und nach entpuppte sich der nette Vermieter allerdings als doch nicht ganz so verständnisvoll. Und plötzlich kam es zu Auseinandersetzungen absurdester Art.
Hier meine erste Frage:
Der Vermieter ist der Auffassung, wir hätten das Recht, nur 30 Tage im Jahr Besuch zu empfangen. Es ist weder im Mietvertrag so verankert, noch habe ich jemals eine Regelung dieser Art in Erfahrung bringen können.
Er meinte, dies wäre eine mündliche Vereinbarung gewesen (VM + M)und würden wir diese Regelung nicht einhalten, so hätte dies Folgen.
Ist das rechtens???
Er begründet dies mit der Aussage: Jeder Gast geht mindestens 5x täglich zur Toilette und jede Spülung kostet 22 Cent. Also verursache Besuch höhere Nebenkosten und da das ganze Haus (4 Parteien) nur eine gemeinsame Wasseruhr hat, so ist er nicht gewillt, unsere Kosten zu tragen.
Weiterhin verlangt er, wenn wir die Wohnung verlassen, so haben wir uns abzumelden. Er wohnt genau unter uns. Noch nie habe sich ein Mieter gewagt, sich nicht abzumelden, wenn er länger als 24h das Haus verlässt.
Müssen wir dem nachgeben?
Ich sehe keinen Grund dafür, ein anderer Mieter hat den Ersatzschlüssel und es hat sich schon öfter der Verdacht ergeben, dass der Vermieter in Abwesenheit die Wohnung betritt.
Kurz nach Einzug haben uns etliche Dorfbewohner aufmerksam gemacht, dass wir auf jedenfall auf unsere Nebenkostenabrechnung aufpassen sollen. Unbedingt kontrollieren lassen, denn er nehme es damit wohl nicht so genau. Ich kann dies noch nicht bewerten, da sie erst im Februar kommt.
Merkwürdiger Weise sprach uns jedoch der VM 3 Monate nach Einzug an, das Gas wäre wohl monatlich um 100 € im Kaufpreis gestiegen und wir sollen mehr Nebenkosten zahlen.
Ich habe ihn daraufhin um Beweis gebeten und er betitelte mich als "DUMM", da dies ein Mißtrauensvotum gegen ihn sei.
Kann ich mir solche Beweise einfordern?
Wir haben vor kurzem (Aug.+Sept.+Okt.) ein Warmwasser von 39Grad gehabt. Als wir ihn erstmals ansprachen, rannt er in den Keller zur Therme und kurzfristig war das Wasser wärmer. Ein Zustand von kurzer Dauer. Gemeinsam mit einem anderen Mieter haben wir ihn erneut angesprochen. Da argumentierte er erneut, eine höhere Wassertemperatur erzeuge höhere Nebenkosten von 10%. Das mag ja sein, aber ich habe doch das Recht auf Warmwasser, gerade mit Kind?
Da sagt der VM plötzlich, "Ja Frau XXX, wenn der Steuerzahler meine Kosten trägt, dann würd ich auch auf heißes Wasser bestehen."
Ich beziehe Elterngeld, habe ihm jedoch nie meine finanzielle Situation offenbart. Muss ich mir diese Argumentation gefallen lassen?
Mittlerweile ist es wieder kalt und laut Babyphone mit Temperaturfühlung haben unsere Räume am Tage 18-19Grad. Im laufe der Zeit haben wir uns die Isolierung der Wohnung einmal genauer angeguckt.
-alte Holzfenter mit porösen, stellenweise fehlenden Silikonfugen zw. Glas u Holz - folglich immer feucht
-Dachboden stellenweise garnicht isoliert mit Blick auf Dachschindeln und Dachstuhl
-Außenwand bestehend aus 2 Holzplatten - Außenwanddicke keine 10 cm
-Wand zum Hausflur hin ist nur eine Regipsplatte, garkeine Isolierung
-im bad schimmelt das Dachschrägenfenster
-kein Energiepass vorhanden
Wir würden unseren Vermieter ja auf diese Mängel hinweisen, allerdings hat er uns mündlich bereits verkündet, dass er das Haus verkauft, in absehbarer Zeit, sprich 2012. und bereits jetzt sage er uns, dass wir alle neue Mietverträge bekommen, Nebenkosten- + Kaltmietenerhöhung sowie Zusatzgebühren für Stellplatz im Vertrag enthalten wären.
Unser Argument: Kauf bricht keine Miete - angeblich für 3 Monate nach Eigentümerwechsel und danach wäre es rechtens.
Stimmt das?
Jetzt habe ich gelesen, 100% Miete nur bei 100% Wohnqualität.
Also sprich, erhöht der neue VM die Miete, so können wir diese um genau den selben Betrag wieder runter kürzen, aufgrund der Mängel.
Sind die Mängel denn ausreichend zur Mietkürzung?
Und muss ich meinen Vermieter sofort über diese Mängel informieren, oder kann ich mir diesen "Bonus" aufsparen, bis der neue VM die Ankündigungen in die Tat umsetzt?
Ich würde mich über eure Meinungen freuen, denn dieser ganze Hick-Hack belastet, gerade weil wir soviel Kraft in diese Wohnung gesteckt haben. Ausziehen wäre wohl die einfachste Variante, aber dafür haben wir auch zuviel Geld in diese Wohnung gesteckt!