Hallo,
bin neu hier und möchte unser Problem schildern, wird allerdings recht lang, trotzdem hoffe ich, dass ich vielleicht jemand durchkämpft und Rat weiß:
Mein Mann und ich haben vor 1,5 Jahren eine nette Etagenwohnung auf einem Bauernhof mit insgesamt 3 Mietwohnungen bezogen, nachdem wir Wohnung aufwendig renoviert hatten.
Wir haben die Wohnung durch einen Makler gefunden, Tierhaltung war ausdrücklich erlaubt und erwünscht und da wir zu dem Zeitpunkt 3 Hunde hatten, war die Wohnung alleine schon deshalb sehr interessant für uns und unser Vermieter, der nicht selbst auf dem Hof wohnt, hatte auch keinerlei Einwände gegen die Hundehaltung.
Als dann ein halbes Jahr später die Erdgeschoßwohnung kurzfristig frei wurde, da die damalige Mieterin die Miete nicht mehr zahlen konnte, hat unser Vermieter uns die Erdgeschoßwohnung angeboten, da sie für uns mit den Hunden natürlich viel praktischer war und auch über Terrasse und eingezäunten Garten verfügt. Wir sind also nach unten gezogen und habe auch diese Wohnung umfassend und aufwendig renoviert.
Eine weitere Erdgeschoßwohnung wird vom ehemaligen Besitzer des Hofes bewohnt, der dort Wohnrecht auf Lebenszeit hat, der regelmäßig trinkt und sich ständig über alles und jeden beschwert, Leute wie mein Mann und ich sind asozial, weil man Hunde grundsätzlich nicht in der Wohnung hält, usw....unsere weitere Nachbarin, die vor einem Jahr dann die Etagenwohnung von uns übernommen hat, ist asozial, weil sie ihre beiden Pferde in Winter auch auf die Wiese stellt, usw....dieser Mann ruft auch ständig unseren Vermieter und die Eltern unseres Vermieters an, weil unsere Hunde angeblich zu viel bellen und zu laut sind.
Knackpunkt an der Geschichte ist aber, dass unsere andere Nachbarin auch einen Hund hat, der erstens von ihr nur und ausschließlich im Hausflur gehalten wird und der dort fast immer alleine ist, weil sie ständig unterwegs ist und dass dieser Hausflur genau neben den Räumen der Wohnung des alten Herrn liegt, so dass ich eher vermute, dass der alte Herr nicht unsere Hunde bellen hört, sondern den Hund unserer Nachbarin....den ich übrigens auch immer bellen höre, heute aktuell schon mehr als fünf mal, teilweise auch mitten in der Nacht, spät abends und früh morgens. Aber der alte Herr hat sich mit seinen Beschwerden voll auf uns eingeschossen, vor allem, seitdem wir vor ein paar Wochen vom Tierschutzverein noch einen vierten Hund zur Pflege bekommen haben, der allerdings fast nie bellt und total ruhig ist.
Außerdem verbreitet er auch weitere Lügen über uns, z.B. dass wir nie mit den Hunden spazieren gehen, was absolut nicht der Wahrheit entspricht, wir gehen täglich mind. 1 Stunden spazieren und die Hunden haben außerdem noch 1-2 Stunden Auslauf im Garten, den ich aber auch immer überwache, damit sie eben nicht zuviel bellen oder Unsinn machen. Da ich nur 10 Stunden pro Woche arbeite, bin ich auch fast immer Zuhause.
Da unser Vermieter aber durch den ständigen Terror von dem alten Herrn mittlerweile völlig genervt ist, hat er gestern sehr verschämt bei uns geklingelt und gesagt, dass es halt Beschwerden wegen der Hunde gibt und wir uns da was einfallen lassen müssen...es war ihm sichtlich unangenehm und peinlich, aber der Opa lässt ihn nicht in Ruhe und somit musste er uns drauf ansprechen...
Nun meine Fragen: wie ist das in ländlichen Gegenden mit Hundegebell? Was ist zumutbar, was nicht? Wann wäre eine Kündigung seitens des Vermieters gerechtfertigt? Könnte er die Erlaubnis zur Hundehaltung einfach so wieder zurück ziehen (er hatte seinerzeit auch für den 4. Hund die Erlaubnis erteilt)? Wenn er uns die Wohnung kündigen würde, stünde uns eine Zahlung für die gerade gemachten Renovierung der Wohnung zu? Welche Rechte haben wir in so einem Fall als Mieter?
Danke schonmal im Voraus!!