Hallo zusammen,
ich möchte unseren Fall schildern und hoffe auf Erfahrungswerte oder Ratschläge...^^ & sry für den langen Text!
1. Dubioser Hausverkauf und dauerhafte Unsicherheit
Wir wohnen seit zwei Jahren im 1. OG. Der ehemalige Vermieter versprach beim Einzug, niemals zu verkaufen. Direkt nach Mietbeginn und unserer Renovierung stand er jedoch unangemeldet mit zwei Fremden in der Wohnung ..o.O) angeblich zur Bankbesichtigung. In Wahrheit waren es die neuen Käufer (zwei Brüder, einem gehört schon das Haus nebenan). Die neuen Eigentümer waren sichtlich unzufrieden mit dem Mietverhältnis. Seit zwei Jahren leben wir nun mit der ständigen Angst, rausgeworfen zu werden.. ;_;)
2. Verwirrung um die Kündigungen und Vermutung zum Motiv
Die erste Kündigung war fehlerhaft (unser Name, aber Beschreibung der Erdgeschoss-Wohnung) mit dem Grund einer geplanten Hochzeit und Einzug mit Kindern.
Die zweite Kündigung kam kurz darauf über die Objektverwaltung für unser 1. OG mit der Begründung geänderter Lebensverhältnisse.
Wir vermuten Folgendes: Die Erdgeschoss-Wohnung hat einen großen Garten und wäre für Eigenbedarf eigentlich viel attraktiver. Dort wohnt aber eine Frau mit Behinderung, die schwer zu kündigen ist. Der Vermieter dachte wohl, er erwischt bei uns jemanden, den er problemlos herausbekommt, da er von unseren Erkrankungen nichts wusste. Wir vermuten jedoch, dass die Wohnung nach unserer Renovierung nur teuer verkauft werden soll.
3. Rechtlicher Stand durch den Mieterbund
Mein Partner regelt die Termine beim Mieterbund. Rechtlich läuft nach Auskunft des Mieterbunds alles ordnungsgemäß:
Die erste Kündigung war ungültig.
Gegen die zweite läuft unser Härtefall-Widerspruch wegen unserer Erkrankungen.
Die Reaktion der Objektverwaltung (Drohung mit Ablehnung des Widerspruchs und Forderung von Krankheitsnachweisen) ist unzulässig. Die Verwaltung kann den Härtefall nicht einfach selbst ablehnen, und sensible Gesundheitsdaten müssen erst vor Gericht vorgelegt werden (Datenschutz)...?
4. Gesundheitliche Belastung und Zeitdruck
Die Auszugsfrist soll Ende Oktober sein. Ein Umzug ist gesundheitlich derzeit extrem belastend und kaum machbar, weshalb wir das Verfahren über den Härtefall verzögern müssen...
Am 28. diesen Monats haben wir den nächsten Mieterbund-Termin. Obwohl mein Partner versichert, dass alles akkurat läuft, macht mir meine Angsterkrankung enorm zu schaffen und ich habe panische Angst vor Fristfehlern. Außerdem bin ich sehr traurig, weil es die erste Wohnung ist, in der ich mich wirklich wohlfühle.
Hat jemand Ähnliches durchgemacht oder Tipps für den Umgang mit dieser Situation?
Vielen Dank
AngstHase ![]()
Nachtrag: Mir ist bewusst, dass wir die Wohnung wahrscheinlich nicht behalten können, aber ich möchte die Angelegenheit so weit verzögern, dass wir in Ruhe nach einer passenden neuen Wohnung suchen können.