Hallo,
Ich wohnte bis Mitte März mit meinen Vater zusammen in einer Parterrewohnung. Er war Hauptmieter. Ich lebe schon seit ich Kind bin in der Wohnung mit ihm, über 25 Jahre und pflegte ihn zuletzt. Leider ist mein Vater gesundheitsbedingt in eine Pflegewohnstätte umgezogen und ich habe seitdem versucht mir eine neue, kleinere Wohnung zu suchen, trotz eigener gesundheitlicher Beeinträchtigungen (belegt durch Attest meines Facharztes mit der Stellungnahme, dass ich den Auszug bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht bewältigen könne und die Bitte um Gewährung von etwa 3 Monaten mehr Zeit.)
Jedoch interessiert das den Vermieter, einem Bauverein, nicht und sie beharren auf einen Auszug. Da mein Vater nach einem Krankenhausaufenthalt eine Betreuerin bekam, organisiert diese auch die Räumung und macht mir Druck, dass auch all meine Sachen weg müssen und sie sofort nach der Räumung die Schlüssel zur Abgabe haben will. Die Räumung wird schon nächste Woche stattfinden und als Notlösung überlege ich gerade das Anmieten eines Lagers/einer Garage für meine Sachen.
Ich bin leider gesundheitsbedingt nur Bürgergeldempfänger.
Jetzt kommt hinzu, dass ein Mitarbeiter dieses Bauvereins mir versprach während einer Vorabnahme der Wohnung, dass ich notfalls mehr Zeit bekomme, um eine Wohnung zu suchen. Das wäre wohl kein Problem, aber ich solle trotzdem noch einmal mit der Verantwortlichen reden (die aber konsequent abblockt und auf nichts eingeht).
Genaugenommen versprach der Mann mir als Familienmitglied ein weiteres befristetes Wohnen vor einer Modernisierung zur Überbrückung bis ich eine Wohnung finde. Dabei meinte er, dass einige Tage länger ohne neuen Mietvertrag, sozusagen aus Kulanz, kein Problem seien oder wenn nötig als neuer Mieter für ca. 2-3 Monate. Leider hat er wohl keine Entscheidungsbefugnis. Die Betreuerin meines Vaters war dabei, hörte mit, aber behauptet jetzt, dass er nur gesagt hätte, ich solle mit der zuständigen Dame reden. Sie leugnet also seine Aussage zur Wohnverlängerung.
Jetzt habe ich den Vorstand angeschrieben, den Sachverhalt geschildert und dass es für mich eine soziale Härte bedeutet, wenn ich am 1.7.25 ohne Wohnung dastehe, aber ich habe noch keine Antwort erhalten.
Mein Vater war in dem Bauverein seit über 30 Jahren Mitglied und da er Hauptmieter war und wegen seinem Umzug kündigte, ist für mich eine sehr schwierige Situation entstanden, da für mich die Wohnungssuche sehr schwer ist und ich mehr Zeit benötige. Ich dachte, durch das Attest meines Arztes gewinne ich Zeit, kann vielleicht sogar Mitglied der Genossenschaft und dann Mieter werden für 2-3 Monate. Aber darauf geht die zuständige Mitarbeiterin gar nicht ein, sondern behaart auf die fristgerechte Räumung.
Es wäre sehr nett, wenn jemand vielleicht einen Tipp hat, was man noch machen könnte bzw. ob irgendeine rechtliche Möglichkeit besteht, um nicht in 12 Tagen hier rausgeworfen zu werden.
Im Voraus vielen Dank.