Schönen guten Morgen,
ich hoffe, ich habe das richtige Unterforum für unser Anliegen gefunden. Wir haben einen sehr schwierigen Vermieter, der im Prinzip durchgehend auf Krawall gebürstet ist, wenn man etwas - in seinen Augen immer Unverschämtes - von ihm verlangt.
Nun haben wir großes Glück und ein kleines Häuschen für uns gefunden (Plan mit Hausbau platzte leider) und werden Ende Juli oder Ende August hier ausziehen. Das weiß der Vermieter noch nicht. Aber er hat gestern schon wieder meinen Mann gedroht, wir sollen doch einfach ausziehen, wenn uns was nicht passt. Solche Sprüche stressen natürlich nun nicht mehr.
Es ging darum, dass mein Mann ihm den Brief für die Erstattung für CO2KostAufG (126 Euro) vorbeigebracht hat, damit er es in der Nebenkostenabrechnung berücksichtigt. Anscheinend drückt man bei ihm da den falschen Knopf, denn er ging gleich wieder hoch wie eine Rakete und meinte, das zahle er niemanden (er hat alleine hier sieben Immobilien). Und wenn wir darauf bestehen, dann erhöht er halt wieder die Miete. (Letztlich kann er sowieso froh wein, dass wir so wenig Gas verbraucht haben, weil wir mit Hybrid-Infrarot zuheizen, aber das nur nebenbei).
Womit er letztlich zugegeben hat, was wir bei der letzten Mieterhöhung vermutet hatten - da vermuteten wir nämlich Rache, weil wir unverschämter Weise die 500 Euro für Strom zurück wollten, weil wir einen nicht durch uns verursachten Wasserschaden (ein leckes Rohr) trocknen mussten (er hat das Gerät gebracht)
Also, das nur, damit ihr ungefähr eine Vorstellung von der Person habt.
Nun stellt sich uns die Frage, wie wir vorgehen sollen. Er wird uns ziemlich sicher bei der Übergabe alles mögliche auf die Rechnung schreiben wollen, was einfach bei einem 30 Jahre alten Haus Gebrauchsspuren sind, weil er uns (und diese ganze unverschämte Welt) einfach auf dem Kieker hat. Und vermutlich unsere Kaution (2 Monatsmieten einbehalten wollen).
Gleichzeitig wissen wir, dass er alle Kontakte zu Anwälten meidet, wie der Teufel das Weihwasser - deshalb durften die Bäume des Anwaltsnachbarn nämlich zwei Meter zu uns rüberwachsen.
Unsere Idee deshalb: Kann man die Mietzahlung einfach einfach zwei Monate vorher aussetzen. Ausflippen wird er so und so und dann hätten wir wenigsten unser Geld? Wie ist das juristisch zu betrachten? Rechtsschutz haben wir nicht und beim Mieterbund sind wir auch nicht.
Ich will noch mal betonen, dass wir friedfertige Menschen sind - der Vermieter hat hier in der Stadt seinen Ruf weg und ist einfach schwierig. Gleichzeitig wollen wir auch nicht unser Geld verschenken, nur damit es harmonisch bleibt. Müssen mit Frührente und Sozialarbeit eh knapsen.
Oder gibt es sonst noch Ideen, wie wir da am entspanntesten rauskommen?
Ich hoffe, ich konnte die Situation gut darstellen - wurde jetzt auch etwas lang, der Versuch... - deshalb schon mal danke fürs Lesen!
Ganz liebe Grüße von Marie