Bei Auszug vor 6 Monaten hat der Vermieter ein "Protokoll" angefertigt, dass ich nicht unterschrieben habe. Dort sind ein paar Mängel festgehalten, die bereits vor unserem Einzug bestanden. Bei Einzug hat der Vermieter kein Protokoll angefertigt, dies haben ich und der Vormieter gemacht. Für mich sind die Mängel, die nun angegebenen werden, normale Abnutzung der Vormieter, daher habe ich sie auch nie gemeldet. Vor unserem Auszug gab es eine Begehung der gesamten Wohnung, in deren Anschluss mir der Vermieter eine Liste mit Dingen auftrug, die er bei Auszug fordert. Hier waren diverse der später aufgeführten "Mängel" noch nicht genannt.
Der Vermieter hat die Wohnung direkt im Anschluss an unseren Auszug am selben Tag wieder vermietet. Eine explizite Forderung zur Behebung der "Mängel" bzw. Nachbesserung hat er nie gestellt, ich hätte sie auch nicht nachbessern können, die Wohnung war ja bereits wieder vermietet und bewohnt. Bis heute sind die sog. "Mängel" nicht behoben (habe noch Kontakt zum Nachmieter). Ferner hat der Vermieter im Mietvertrag den Renovierungsparagraphen durch eine sonstige Vereinbarung (in meinen Augen unzulässig) ersetzt: "... Tapezieren und Streichen der Decken in deckend weiß..." Da dies nach meiner Recherche nicht gefordert werden darf, wird die Vereinbarung ungültig, also der gesamte Renovierungsparagraph(?). Die Salvatorische Klausel bezieht einen "Rückfall" auf etwaige gesetzliche Regelungen nicht ein, spricht lediglich davon, dass die "Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt ist."
Ich fordere kommende Woche 6 Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses meine Kaution zurück. Sollte das nicht geschehen, gehe ich erst über den Mieterverein und sollte das nichts bewirken über den Anwalt.
Frage: Wie sieht der Fall für Euch aus? Bedenke ich etwas evtl. nicht?