Wir wohnen seit 4 Jahren in einem Mehrfamilienhaus, Baujahr 1795, Denkmalgeschützt. Die Wohnung war schon damals in nicht besonders schönem Zustand, so dass wir auf eigene Kosten in mehreren Zimmern einen Laminatboden verlegt haben, sonst hätten wir uns dort einfach nicht wohlgefühlt. Im Wohnzimmer und dem Flur haben wir den alten Parkettboden so belassen. Inzwischen geht der Boden dort aber immer mehr auseinander, zwischen den Platten hat es so große Löcher, dass unsere Kinder die Finger hindurchstecken können, es ist total schlecht isoliert und im Winter zieht es durch die ganze Wohnung, vor allem aber zieht es vom Keller durch die breiten Fugen im Boden. Ich kann meine Kinder im Winter nicht auf dem Boden sitzen lassen, da es so eiskalt ist als würden sie draußen spielen und ich Angst habe, dass sie krank werden. Unser Vermieter investiert kaum Geld in das Haus, man muss um jeden Pfennig streiten, wenn etwas kaputt ist. Wir wollten ihm eigentlich entgegenkommen, indem wir ihm vorgeschlagen haben, dass wir selber den Boden isolieren und einen Laminat darüberlegen, wir würden die Arbeit machen und wollten, dass er uns dafür die Materialkosten übernimmt. Über die Hausverwaltung ließ er uns mitteilen, dass er nur die Hälfte der Materialkosten zahlt. Das finde ich aber zu wenig, da wir die Wohnung ja sonst auch schon quasi gratis aufgewertet haben und das mit dem Parkett kein ästhetisches Problem ist, da es so kalt ist, heizen wir ja im Winter nach draußen, das wirkt sich ja auch auf unsere Heizkosten aus.
Ich frage mich nun, ob unser Vermieter rechtlich dazu verpflichtet wäre, den Parkett reparieren zu lassen? Denn einen Parkett abzuschleifen und zu versiegeln wird dann sicher teurer, als die Materialkosten für einen Laminatboden. Was meint ihr?