Hallo zusammen,
wir haben eine Wohnung mit Flachdach und mehreren Lichtkuppeln.
Die Lichtkuppeln sind nicht mehr die Neuesten, ich nehme an, dass sie aus den 80ern sind.
Alle Lichtkuppel verfügen über einen elektrischen Motor welchen man über einen Schalter betätigen kann.
Der Schalter ist genau wie ein Schalter zum öffnen elektrischer Jalousie. Bei Betägiung der "Öffnen-Taste" wird die Kuppel durch eine ausfahrende Stange hoch gehoben, bei Betätigung der "Schließen-Taste" fährt sie wieder ein und schließt die Kuppel. Vermutlich ist das eine simple Gewindestange.
In beiden Fällen schaltet sich derMotor automatisch ab, sobald die Endstellung erreicht ist. Man muss den Öffnen- und Schließ-Prozess also nicht beaufsichtigen.
Der Motor an den Lichtkuppeln ist ebenfalls schon sehr in die Jahre gekommen und wurde schon mal vom Vermieter repariert.
Die Reparatur wurde von einem vermeindlich befreundeten Elektriker des Vermierters gemacht, ich nehme an ohne Rechnung.
Bei der Reparatur musste ich sogar selbst Leiter und teilweise Werkzeug stellen, da er nicht ausgerüstet war.
Ursprünglich war die Ausfahr-Stange über eine Halterung an die Lichtkuppel genietet. Da der Elektriker jedoch keine Ahnung von Lichtkuppeln hat und nicht über Nietwerkzeug verfügte, bohrte er letzendlich zwei Löcher durch den Rahmen der Lichtkuppel und verschraubte die Halteurng mit metrischen Schrauben (Bolzen + Mutter). Er hat den kompletten Rahmen durchbohrt, sodass nun eine Verbindung nach außen besteht.
Damals hatte ich auch schon bemängelt, dass die Dichtungsgummis der Luke sehr mürbe und verrottet aussehen. Aber als Elektriker interessiert ihn das verständlicherweise recht wenig.
Das ging alles soweit gut und der Mechanismus hielt seit knapp 1,5 Jahren.
Vorgestern jedoch, bei leichten Minustemperaturen, habe ich den Öffnen-Schalter der Lichtkuppel im Flur betätigt und bin wie immer davon gelaufen, da die Luke ja alleine aufgeht und automatisch stoppt.
Die Luke war jedoch angefroren, die Halterung riss ab und die ausfahrende Stange durchbohrte die Dachluke - nun haben wir ein Loch darin.
Der Vermieter meint nun, dass wir die Schuld tragen, da ja Minusgrade draußen herrschten und die Luke "logischerweise" angefroren war.
Wir öffnen die Luke jedoch nun schon regelmäßig im mittlerweile dritten Winter, hatten schon deutlich kältere Temperaturen und sie war noch nie derart angefroren.
Meiner Meinung nach sprechen diese Punkte gegen unsere Schuld:
- Wir haben konstant 45 - 55% Luftfeuchtigkeit in der Wohnung
- Ein Öffnen der Fenster muss bei allen Temperaturen möglich sein. Falls dem nicht so ist, so hätte man uns über diesen Umstand vorab informieren müssen.
- Leichte Minusgrade dürfen nicht dafür sorgen, dass die Luke anfriert (im Prinzip auch keine tieferen Minusgrade)
- Wir haben 4 weitere Luken, welche nicht anfrieren und sich problemlos öffnen lassen
- Die Luke im Badezimmer (wo am meisten Luftfeuchtigkeit herrscht) ist auch nicht angefroren
- Die Luke öffnet/schließt automatisch und muss nicht beaufsichtigt werden
- Die Luke wurde, seit wir dort wohnen (und vermutlich generell), noch nie gewartet
- Der Elektriker hat bei der Reparatur den Rahmen durchbohrt, durch welchen unter Umständen Feuchtigkeit eindringen konnte
- Die Befestigungsmethode des Elektrikers war generell fragwürdig - ggf. wäre die ursprüngliche Befestigung ja nicht abgerissen
Wie seht ihr das? Ich habe nun um ein Gespräch mit dem Vermieter gebeten, da er ohne den Schaden zu sehen mir die Schuld zuweißt.
Vielen Dank vorab für eure Kommentar.