Hallo zusammen,
ich hätte gerne Hilfe oder eine Meinung zu meinem Vorgehen gehört. Es geht darum, dass bei uns seit 3-4 Monaten ein neues Mietshaus gebaut wird. Es ist momentan noch im Rohbau und aktuell schon 4 stöckig, also etwas größer. Von unserer Wohnung aus gesehen leicht schräg gegenüber, aber hinten raus und nicht zur Straße hin. Die Luftlinie ist vielleicht maximal 20 Meter.
Hinten raus ist unser Balkon und 3 Fenster. Durch den Baulärm können wir kaum die Fenster öffnen, weil es wirklich extrem laut ist. Es ist von 07:00 - 18:00 Uhr von Montags bis einschließlich Samstag. Momentan schneiden die wohl Steine, weil von morgens bis abends man eine Art Säge hört und das Geräusch ist echt ohrenbetäubend.
Weil die Miete schon recht hoch ist, habe ich den Vermieter die Lage erklärt und ob er eine Mietminderung nachvollziehen kann und bitte prüfen soll. Ich bekam als Antwort, dass der Baulärm in der "Regelzeit" ist und ich solche Einschränkungen hinnehmen muss.
Ich war da schon etwas sauer, weil Lärm muss man definitiv nicht hinnehmen und es ist immer ein Mietmangel.
Ich habe dann viel recherchiert und aus meiner Sicht wäre der einzige Ausschluss zur Mietminderung gewesen, wenn bei unserem Einzug dort ein freies Grundstück, Baulücke oder ähnliches gewesen wäre, so dass man schon erahnen konnte, dass dort in naher Zukunft gebaut wird.
Ich habe dann den Vermieter geschrieben, ab 01.08.2018 die Miete um 10 % zu kürzen.
Ich bekam darauf keine Antwort mehr und bin etwas verunsichert. Kann ich die Miete einfach kürzen? Ich habe den Vermieter ja informiert und er es (natürlich) abgelehnt.
Bei Mietminderungen gibt es ja leider kaum sichere Anhaltspunkte und alles sind immer Einzelfallentscheidungen. Sollte ich ein Lärmprotokoll führen?
Was kann ich noch machen?
Vielen Dank!