Hallo,
meine Frage ist etwas kompliziert und sehr lang, aber ich würde mich sehr darüber freuen wenn uns jemand helfen könnte, da wir momentan in einer echten Notlage stecken.
Wir streiten uns schon sehr lange mit unserem Vermieter bzw. der Verwaltungsfirma die vom Vermieter beschäftigt wird. Es geht darum dass seit unserem Einzug im April 2015 Schwarzschimmel in der Wohnung existiert. Es wird immer schlimmer, obwohl ich mindestens 4x am Tag abwechselnd lüfte und heize. 3x haben wir den Vermieter dazu bekommen eine Malerfirma zu beauftragen die den Schimmel beseitigt, doch dies hielt nie lang an. Der Schimmel kam nach wenigen Tagen wieder.
Die Verwaltungsfirma hat nun vor ein paar Wochen nach unserem drängen und einer Mietminderung einen internen Schimmelexperten geschickt. Dieser hat enorme Feuchtigkeit in den Wänden festgestellt. Die Wände sind außerdem 4 Grad kälter als die Raumtemperatur. Es wird vermutet dass das Haus auf nassem Untergrund steht. Wir haben mittlerweile in Küche, Bad, Flur, Schlafzimmer, Esszimmer und Wohnzimmer Schimmel. Aus lauter Verzweiflung haben wir den Schimmel in einigen Räumen auch schon des öfteren selbst entfernt.
Der Gutachter sagte uns dass man den Schimmel nur durch große bauliche Maßnahmen los bekommen würde. Wir wussten allerdings dass der Vermieter kein Geld dafür hat und dass wir für solche Maßnahmen nicht hier wohnen bleiben könnten. Also unterbreiteten wir dem Vermieter ein vorübergehendes Angebot (wir wollten nächstes Jahr sowieso unser Eigenheim bauen lassen). Wir boten an, dass wir den Schimmel solange das Mietverhältnis nicht gekündigt wird, von welcher Seite auch immer, selbst mit Schimmelentferner behandeln. Dies natürlich nur gegen eine Mietsenkung.
Daraufhin kam wieder keine Reaktion. Nach 3 Wochen kam dann die Kündigung wegen Eigenbedarfs! Ende Februar müssen wir raus. Nach der Kündigung habe ich der Verwaltung mitgeteilt dass wir die letzten 3 Monate trotzdem noch das Recht auf eine schimmelfreie Wohnung haben. Daraufhin kam die dreiste Antwort dass sie ja jetzt auf unser Angebot eingehen wollen würden und wir die Miete weiterhin um 200€ mindern dürften wenn wir den Schimmel entfernen. Daraufhin teilte ich der Verwaltung mit, dass das Angebot nicht mehr gültig sei, ich aber um den letzten Frieden zu wahren darauf eingehen werde, weil wir ja nicht weiterhin mit dem Schimmel leben können und der Vermieter Nichts tut.
Nun haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt und haben ein Haus zum Kauf gefunden. Falls das Alles klappt, könnten wir im Januar schon umziehen. Mittlerweile leiden mein Mann und ich, trotz dass wir den Schimmel schon teilweise entfernt haben, dauerhaft unter Husten und angeschwollenen Atemwegen. Wir müssen hier also so schnell es geht raus!
Meine Frage nun: Könnten wir im Januar fristlos kündigen um die Miete für Februar nicht mehr zahlen zu müssen trotz dass wir auf das Angebot der Verwaltung eingegangen sind? Es wäre kein Problem ein Attest von meiner Hausärztin zu holen, dass bestätigt dass der Schimmel schädlich ist, da ich sowieso schon chronisch krank bin und umso heftiger auf so etwas reagiere.
Über eine hilfreiche Antwort wäre ich unglaublich dankbar!
Grüße,
Luisa