Hallo, wir sind mit unseren Kräften und Nerven am Ende und wissen uns keinen Rat mehr.
Seit wir 2004 in diese Wohnung eingezogen sind, haben 3 verschiedene Mietparteien über uns gewohnt, von denen wir nur selten etwas gehört haben, davon 1 Familie mit 2 kleinen Kindern.
Seit ca. 2 Jahren (gefühlt 5) wohnt über uns eine syrische Familie. Gemeldet sind 2 Erwachsene und 4 Kinder. Seit deren Einzug haben wir so gut wie keine ruhige Minute mehr. Nur zur Klarstellung: Es ist uns völlig egal, welcher Nationalität diese Menschen angehören. Nach deren Einzug Anfang 2014 habe ich die Frau mal angesprochen und höflich gesagt, dass wir sie ständig hören und dass sie doch bitte für etwas mehr Ruhe sorgen möchte. Daraufhin bekam ich zu hören, dass sie schließlich nichts dafür kann, dass sie keine Wohnung im Erdgeschoss bekommen haben. Nach mehreren Versuchen unsererseits, die Familie zur Rücksichtnahme zu bewegenhaben wir uns dann das erste Mal beim Vermieter über den Dauerlärm beschwert. Ergebnis: Wir sollte ein Lärmprotokoll führen, mindestens 3 Monate. Haben wir gemacht. Es folgten ein 2. und ein 3. Wir haben beim Vermieter telefonisch und persönlich um Hilfe gebeten. Anstatt Hilfe kam immer nur, dass er ohne Betreuer nichts machen kann. Besonders schlimm ist es morgens, nachmittags, am Wochenende und in den Ferien. Halten sich für gewöhnlich ca. 6 Personen in der Wohnung auf (72 qm), deren Schritte und Aktivitäten man deutlich hört, sind es dann schonmal bis zu 20 Personen. Nachmittags verwandelt sich die Wohnung oft in einen Kindergarten oder Hort ohne Erwachsene. Alle Versuche unsererseits scheitern daran, dass wir nicht ernst genommen werden. Die Familie lacht uns aus oder beschimpft uns, wenn wir hochgehen und um Ruhe bitten.. Letztes Jahr haben wir dem VM dann eine Mietminderung angekündigt. Daraufhin lud er beide Mietparteien zum Gespräch, mit einem ehrenamtlichen Schlichter. Dem folgte ein Ortstermin im Oktober, der den Nachbarn aber mitgeteilt wurde. VM und Hausmeister testeten die Akkustik, Trittschall usw. Die Nachbarin weiß jetzt auch , wie es sich bei uns anhört. Die Schlichterin meinte, dass wir ja Kopfhörer oder Oropax tragen können, wenn es uns zu laut ist. Der VM meinte, es könne gar nicht laut sein, weil es in dieser Wohnung sauber und aufgeräumt ist. Und wir sollten doch einfach einen Schlussstrich ziehen und neu anfangen. Nach diesem Ortstermin war es für ca. 5 Wochen erträglich, zumindest wurden die Ruhezeiten (13-15 Uhr, ab 22 Uhr) weitgehend eingehalten. Ich bekam einen Job im HomeOffice, arbeite also zu Hause in Schichten. Seit Nikolaus etwa ist es mit Rücksicht wieder vorbei. Es ist lauter als je zuvor, wir fallen morgens aus dem Bett, Mittags- und Nachtruhe gibt es nicht mehr. Meine Kinder und ich sind berufstätig, ständig übermüdet. Und vom VM ist keine Hilfe zu erwarten. Ich müsste akkustisch nachweisen können, wann es wie laut ist. Mit dem Handy geht das aber nicht. Einen Anwalt können wir uns trotz meiner Arbeit nicht leisten. Und ein Wohnungswechsel kommt vorläufig auch nicht in Betracht.
Was können wir sonst noch tun?