Auswirkungen vom Bestellerprinzip

  • Ich bin selbst gerade gezwungenermaßen auf Wohnungssuche in München, da ich dort einen Job angenommen hab.
    Seitdem das Bestellerprinzip gilt, bin ich nicht mehr umgezogen, deswegen war ich jetzt mal gespannt was mich erwartet bzw. wie der Vermieter diese Kosten auf mich umlegen will.

    Gesehen hab ich jetzt schon alles. Ich sollte unterzeichnen dass ich die Kosten trage oder der liebe Vermieter hat mir ganz offen gesagt, dass meine Nebenkosten wohl aus diesem Grund höher werden.

    Jetzt hab ich aber gelesen, dass Vermieter schon soweit gehen, dass sie die Wohnungen nur noch im Bekanntenkreis vermieten um sich den Makler komplett zu sparen.
    Der Wohnungsmarkt in München ist eh schon so kritisch, aber wenn man jetzt auf dem offenen Markt gar keine Wohnung mehr findet, dann wird es echt übel.

    VG PetQuinz

  • Es gibt hier verschiedene Optionen, die Maklerprovision trotzdem zu verlangen.

    Im Zweifel wird hier (übertriebermaßen) halt eine Klobrille für 500 € Ablöse an den Nachmieter übergeben.
    Das klassischere Beispiel ist hier die Ablöse einer Einbauküche, die fast nichts wert ist.

    Zitat

    Ich sollte unterzeichnen dass ich die Kosten trage oder der liebe Vermieter hat mir ganz offen gesagt, dass meine Nebenkosten wohl aus diesem Grund höher werden.

    ..oder der Vermieter sagt einfach, dass er an denjenigen vermietet, der die Provision (freiwillig) zahlt. Insbesondere an Standorten, wie München oder Hamburg ist das neue Bestellerprinzip für die Katz'.

    Zitat

    Der Wohnungsmarkt in München ist eh schon so kritisch, aber wenn man jetzt auf dem offenen Markt gar keine Wohnung mehr findet

    In dem Fall zieht man halt in eine benachbarte Gemeinde. Für meine damalige Zweitwohnung, die knapp 80 km von München entfernt war, habe ich weniger Kaltmiete gezahlt, als für meine jetzige Hauptwohnung am Dresdner Stadtrand.
    Vorteilhaft ist es hier, wenn man ein Auto hat. Mieten in Städten/Dörfern, die keinen eigenen Bahnhof haben, sind wesentlich günstiger.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Ich bin selbst gerade gezwungenermaßen auf Wohnungssuche in München, da ich dort einen Job angenommen hab.
    Seitdem das Bestellerprinzip gilt, bin ich nicht mehr umgezogen, deswegen war ich jetzt mal gespannt was mich erwartet bzw. wie der Vermieter diese Kosten auf mich umlegen will.

    Gesehen hab ich jetzt schon alles. Ich sollte unterzeichnen dass ich die Kosten trage oder der liebe Vermieter hat mir ganz offen gesagt, dass meine Nebenkosten wohl aus diesem Grund höher werden.

    Jetzt hab ich aber gelesen, dass Vermieter schon soweit gehen, dass sie die Wohnungen nur noch im Bekanntenkreis vermieten um sich den Makler komplett zu sparen.
    Der Wohnungsmarkt in München ist eh schon so kritisch, aber wenn man jetzt auf dem offenen Markt gar keine Wohnung mehr findet, dann wird es echt übel.

    VG PetQuinz

    Maklergebühren haben mit NK nicht das geringste zu tun. NK sind laufende Kosten und sind i.d.R. im Mietvertrag aufgelistet.Maklerkosten zählen nicht dazu.

  • Hallo PetQuinz,

    wenn Du in Muenchen schnell an eine Wohnung kommen willst, bleibt Dir nur zahlen. Wenn Du genug Zeit hast und entsprechenden Aufwand treiben willst, geht das sicherlich auch noch ohne diese Spirenzchen, insbesondere in den weniger beliebten Stadtteilen, dauert aber unter Umstaenden ziemlich lange. Ausweichen in umliegende Gemeinden hilft momentan noch, aber auch da wird der Wohnraum immer knapper und die Mieten steigen rasant.

    Diese Situation wird sich auch so schnell nicht aendern, weil in Muenchen nach den derzeitigen Schaetzungen noch ueber Jahrzehnte hinaus mehr Leute zuziehen als Wohnungen gebaut werden. Papa Staat und die Stadt Muenchen tun Ihr Uebriges, um den Bau und Unterhalt von neuem Wohnraum so teuer und unattraktiv wie nur moeglich zu machen (seit Jahren keinerlei oeffentlicher sozialer Wohnungsbau, dafuer Baugenehmigung nur, wenn ein gewisser Anteil der Wohnungen als Sozialwohnung deklariert wird, offensichtlich geschoenter Mietspiegel, ENeV, Hoehenbeschraenkung fuer Hochhaeuser, Strassenbausatzung mit Umlage von Strassenbaukosten auf Gebaudeeigentuemer, Erhaltungssatzung als Quasi Enteignung, Milieuschutz mit Verbot von Modernisierung, verschaerfte Regeln zur Kreditvergabe fuer Neubauten und weiss der Geier was denen sonst noch alles einfaellt).

    Nicht umsonst stagniert der Wohnungsbau "unerwartet", obwohl das bei Niedrigzinsen eigentlich frueher immer die Geldanlage-Ausweichmoeglichkeit schlechthin war. Die Leidtragenden des Ganzen sind dann im Endeffekt die Mieter. Knappes Gut war schon immer teuer und wird es auch immer bleiben, staatliche Moechtegernvorgaben zur Vermeidung hin oder her.

    cu
    Guenni

  • Ebenfalls ohne Gruss:

    PetQuinz:

    "Seitdem das Bestellerprinzip gilt, bin ich nicht mehr umgezogen, deswegen war ich jetzt mal gespannt was mich erwartet bzw. wie der Vermieter diese Kosten auf mich umlegen will."
    - Welche Kosten?

    "Ich sollte unterzeichnen dass ich die Kosten trage oder der liebe Vermieter hat mir ganz offen gesagt, dass meine Nebenkosten wohl aus diesem Grund höher werden."
    - Lass' ihn doch die NK erhöhen, wenn die Betriebskostenjahresabrechnung vorliegt, muss der VM Dir sämtliche Originalbelege auf Verlangen vorzeigen - und dann hast Du "Munition".

    "Jetzt hab ich aber gelesen, dass Vermieter schon soweit gehen, dass sie die Wohnungen nur noch im Bekanntenkreis vermieten um sich den Makler komplett zu sparen."
    - Das ist ihnen überlassen.

  • Zitat

    Jetzt hab ich aber gelesen, dass Vermieter schon soweit gehen, dass sie die Wohnungen nur noch im bekanntenkreis vermieten um sich den Makler komplett zu sparen

    Und wie würdest Du vorgehen, wenn Du Vermieter wärst?

  • Ich bin selbst gerade gezwungenermaßen auf Wohnungssuche in München, da ich dort einen Job angenommen hab.
    Seitdem das Bestellerprinzip gilt, bin ich nicht mehr umgezogen, deswegen war ich jetzt mal gespannt was mich erwartet bzw. wie der Vermieter diese Kosten auf mich umlegen will.

    Gesehen hab ich jetzt schon alles. Ich sollte unterzeichnen dass ich die Kosten trage oder der liebe Vermieter hat mir ganz offen gesagt, dass meine Nebenkosten wohl aus diesem Grund höher werden.

    Jetzt hab ich aber gelesen, dass Vermieter schon soweit gehen, dass sie die Wohnungen nur noch im Bekanntenkreis vermieten um sich den Makler komplett zu sparen.
    Der Wohnungsmarkt in München ist eh schon so kritisch, aber wenn man jetzt auf dem offenen Markt gar keine Wohnung mehr findet, dann wird es echt übel.

    VG PetQuinz

    Ach was? Überrscht dich das jetzt etwa? Das es so, oder so änlich kommt habe hier viel doch schon vor 1 1/2 Jahren vorhergesagt. Und wenn Herr Maas so weiter macht, wird es wohl noch schlimmer werden.
    Lustiger weise kann sich jeder Vermieter darüber nur freuen, denn nichts treibt die Mieten aktuell wohl so, wie die Verbotspolitik von Herrn Maas und Kollegen. Was ich mich nur ernsthaft frage, ist das Absicht, oder wissen Sie es wirklich nicht besser?

  • Ach was? Überrscht dich das jetzt etwa? Das es so, oder so änlich kommt habe hier viel doch schon vor 1 1/2 Jahren vorhergesagt. Und wenn Herr Maas so weiter macht, wird es wohl noch schlimmer werden.
    Lustiger weise kann sich jeder Vermieter darüber nur freuen, denn nichts treibt die Mieten aktuell wohl so, wie die Verbotspolitik von Herrn Maas und Kollegen. Was ich mich nur ernsthaft frage, ist das Absicht, oder wissen Sie es wirklich nicht besser?


    Falls Dich die(se) Politik ärgert, findeste stets ein offenes Ohr bei der (jeweiligen) Opposition.:o

  • Falls Dich die(se) Politik ärgert, findeste stets ein offenes Ohr bei der (jeweiligen) Opposition.:o

    Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht ob mich das ärgert? Finanziell finde ich das super, ordnungspolitisch ein Irrsinn.
    Und endlich werde ich mal meine alten Einbauküchen zu gepfefferten Preisen los. Nur unsinn ist es trotzdem.

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