Hallo Zusammen,
ich habe gegen meine Nebenkostenabrechnung 2013 bei meinem Vermieter Widerspruch eingelegt, da ich 256 Euro nachzahlen soll.
Lediglich die Heizkosten bemängel ich.
Kalte Betriebekosten und Wasserverbrauch sind absolut legitim.
Zuerst zum Verständnis:
Ich habe den Schlüssel am 01.12.2013 erhalten und durfte dort mietfrei walten, sprich renovieren, da ich noch die alte Wohnung hatte, also auch keine Vorauszahlung geleistet.
Demnach war natürlich logisch, dass ich am 01.12.2014 eine Nachzahlung über die tatsächlich angefallenden Nebenkosten im Dezember 2013 erhalte.
Meine ursprüngliche Vorauszahlung der Nebenkosten lt. Mietvertrag belaufen sich auf 189 Euro pro Monat.
Unter der Voraussetzung habe ich die Wohnung auch gemietet, da die Kosten normalerweise locker einen Singlehaushalt in der Wohnungsgröße abdecken.
Zu den Details:
64qm, Single und volle Arbeitswoche
Hinzu kommt, dass ich kaum die Heizung betreiben muss, da ich im 7.OG wohne und die Wohnung aufgrund der direkt drunterliegenden Heizungsrohre schon automatisch erwärmt wird.
Nun gut... ich habe mir also intensivst die Heizkosten-Abrechnung angeschaut und verstanden, wie die Summen zustande kommen.
Um nun nicht wieder alles neu zu schreiben, seht Ihr nachfolgend den Hauptteil meines Widerspruchs:
Nach Prüfung der Abrechnung habe ich feststellen können, dass sich die anteilige Gesamtsumme (Heizkosten) von 43.608,76 € auf das KOMPLETTE Jahr bezieht.
Demnach kann es nicht sein, dass ich für das komplette Jahr 2013 die errechneten Kosten tragen muss.
So wie ich das sehe, ergibt sich für mich eine einfache Rechnung:
01.01.-31.12.2013 Gesamtkosten: 198.149,67 € /12 = 16.512,47 (für 1 Monat)
Also:
50% Kosten nach Fläche: 8.256,24 € x 2027,20qm / 10118,88qm = 1.054,04 €
50% Kosten nach
Wärmezählerverbrauch: 8.256,24 € x 354,60 MWh / 1478,60 MWh = 1.980,02 €
Heizkosten Nutzergruppe 3 für 1 Monat = 3.634,06 €
50% Grundkosten: 1.817,03 € / 2027,20qm = 0,90 € x 10,13 Einheiten = 9,11 €
50% Verbrauchskosten: 1.817,03 € / 60726 Einheiten = 0.03 x 93 Einheiten = 2.79 €
Demnach mein Anteil an Heizkosten für den Monat Dezember 2013 = 11.90 € zzgl. evtl. Nutzerwechsel 18,21 € = 30,11 €
In Rechnung werden mir aber 160, 56€ Heizkosten gestellt.
Der Nutzerwechsel ist für mich auch fraglich, warum ich diesen tragen muss.
Sollte es aber wirklich so sein, werde ich diesen aktzepieren, da er einmalig ist.
Die Kaltwasserabrechnung ist für mich ok.
Die Mietanpassung kann ich demzufolge nich aktzepieren, da sie in keinster Weise gerechtfertigt ist.
Punkt 1: Es kann doch keine Mietanpassung gemacht werden aufgrund einen Monats
Punkt 2: Ich wohne alleine in der Wohnung, bin den ganzen Tag nicht da, meine Heizung ist selten an und mein Wasserverbrauch gering. Und dann soll ich 259 € Nebenkosten haben???
Meiner Errechnung nach muss ich eine Nachzahlung für Dezember 2013 tragen in Höhe von:
Heizkosten 30,11 €
Kalte Betriebskosten: 93,13 €
Nachzahlung aufgrund nicht geleisteter Vorauszahlung, wegen mietfreiem Wohnens: 123,24 €
Ich bin ja sogar auch kompromissbereit die 189 Euro komplett für Dezember 13 nachzuzahlen, aber keine 258 Euro und eine Mieterhöhung um knapp 100 Euro.
Wie seht Ihr das? Habe ich einen Denkfehler???
Sonst muss ich mir stark überlegen dort wieder auszuziehen, denn eine neue Miete in der akutell angegebenen Höhe kann ich monatlich nicht tragen.
Lebe in Trennung und der Umzug damals hat mich meine letzten Reserven gekostet. Hinzu fühlen wir, meine Katzis und ich, uns dort seeeehr wohl...
Eine Reaktion der Wohnungsgesellschaft ist noch nicht erfolgt, da es erst 1,5 Wochen her ist.
Aber ich wollte schonmal vorab wissen, ob ich das allein nur so sehe...
Für Eure Antworten schonmal lieben Dank... 