Beiträge von hauptstadtkind

    Hallo,
    ich habe eine Frage und hoffe auf eure Tipps.

    2013 wurde unser Mehrfamilienhaus (4 Etagen, wir wohnen in der 3. Etage) und auch der ganze Wohnblock modernisiert mit allem Drum und Dran. Wir sind auch 6 Wochen mit allen Möbeln ausgezogen.
    Seit dem Wiedereinzug warten wir Ewigkeiten auf warmes Wasser, teilweise mehr als 5 Minuten. Der Wasserhahn ist dabei auf "heiss" bis zum Anschlag aufgedreht; wir haben das auch per Video mehrfach dokumentiert. Die Warmwasseruhr läuft sofort los in dem Moment wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird.
    Alle Mieter in unserem Strang berichten von diesem Problem; bei den Mietern auf der anderen Hausflurseite ist alles in Ordnung.
    Wir haben diesen Zustand seit 1 Jahr beim Vermieter bemängelt, wurden aber bisher immer wieder vertröstet. Es wurde uns mehrfach versichert, dass sich Handwerker darum kümmern, aber bisher hat sich nichts geändert.

    Nun hat uns der Hausmeister nebenbei erzählt, dass angeblich in allen Häusern die Zirkulationsleitung nur bis in die Kellerräume verlegt wurde mit dem Argument, dass es "immer jemanden gibt, der zu Hause ist und Warmwasser zieht und dass dann ja auch immer Warmwasser in den Leitungen fliesst".
    Wir haben mit Mietern von anderen Hausaufgängen gesprochen und dort ist das Problem mit dem Warmwasser völlig unbekannt.

    Da wir zufällig Fotos in der Wohnung von Bekannten gemacht haben während der Baumassnahmen, haben wir jetzt darauf gesehen, dass zumindest im Nachbarhaus eindeutig Zirkulationsleitungen bis in die Wohnungen gelegt wurden.
    Der Mieter im Erdgeschoss in unserem Strang weigerte sich damals, auszuziehen. Aus Zeit/Termingründen konnte der Vermieter damals keine Massnahmen ergreifen, diesen Mieter auszuquartieren, und so wurden in dessen Wohnung nur die allernötigsten Modernisierungsmassnahmen durchgeführt, soweit das in einer voll eingerichteten (fast zugemüllten) Wohnung eben möglich war.
    Wir vermuten nun, dass aufgrund dessen in unserem Strang keine Zirkulationsleitung verlegt wurde und diese wirklich im Keller endet.

    Frage:
    Wir sehen nicht ein, bei den Betriebskosten kräftig zu zahlen, weil ja nicht eindeutig nachgewiesen kann, wieviel warmes Wasser wir verbraucht habe, wenn wir erst ewig den Wasserhahn aufdrehen muss um überhaupt lauwarmes Wasser zu bekommen? Haben wir ein Recht auf eine Zirkulationsleitung bis in die Wohnung? Oder wie kann dann eine andere Regelung bzgl der Warmwasserkosten aussehen?
    Gibt es Gesetze oder andere Regelungen, auf die wir hinweisen können, wenn wir jetzt zumindest die Miete mindern (10%) wollen?
    Können wir auch mit Gesundheitsgefährdung (Legionellen) kommen?


    Ich danke für Antworten!

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